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Jürgen Birner: Leiter der Filiale im Münchner „Goldhaus“ von pro aurum

11. August 2026
Jürgen Birner: Leiter der Filiale im Münchner „Goldhaus“ von pro aurum

In einer neuen Serie stellt pro aurum die Filialleiter seiner Standorte vor. Den Anfang macht Jürgen Birner, der seit fast 17 Jahren die Filiale im Münchner „Goldhaus“ leitet – der Firmenzentrale des Edelmetallhauses in München-Riem.

Vom Bankangestellten zum Edelmetallexperten

Jürgen Birners Weg in die Edelmetallbranche begann vor über 25 Jahren. Auslöser war das Platzen der Blase bei Internetaktien im März 2000, welches ihn dazu brachte, seine Sichtweise auf das globale Finanzsystem zu überdenken. Gemeinsam mit früheren Kollegen aus seiner Zeit bei einer Sparkasse beschäftigte er sich intensiv mit dem Thema Gold und besuchte damals sogar kostenpflichtige Tagesveranstaltungen zu diesem Thema.

Den Kontakt zu pro aurum knüpfte er bereits kurz nach der Unternehmensgründung, als er in der damaligen Filiale in der Münchner Grillparzerstraße seine ersten Goldkäufe tätigte. Auch bei der ersten Internationalen Edelmetall- und Rohstoffmesse, die 2005 in der Event-Arena im Olympiapark stattfand, war er mit von der Partie. Sowohl das Thema selbst als auch das Unternehmen pro aurum ließen ihn seither nicht mehr los. Im Jahr 2009 führten Gespräche mit der Geschäftsführung schließlich zu seiner Einstellung. Kurz darauf übernahm er die Leitung der Filiale im Goldhaus – eine Aufgabe, die ihn bis heute begeistert.

Leidenschaft für Gold und Silber als Kapitalanlage

Auch privat setzt Birner auf physische Edelmetalle: Sein erstes eigenes Investment bestand aus klassischen Goldbarren sowie Ein-Unzen-Silbermünzen der Marke „Maple Leaf“. Neben klassischen Goldbarren zählt bei den Münzen mittlerweile die 20-Franken-Goldmünze Vreneli, die zwischen 1897 und 1949 in der Schweiz geprägt wurde, zu seinen persönlichen Favoriten. Als bekannteste Schweizer Goldmünze überzeugt sie ihn durch ihre kompakte Größe, ihre hohe weltweite Anerkennung und Liquidität sowie ihren fairen Preis.

Den besonderen Reiz seiner Branche sieht Birner darin, komplexe Zusammenhänge am Edelmetallmarkt verständlich zu vermitteln und Anlegerinnen und Anleger mit seiner langjährigen Erfahrung bei Vermögensentscheidungen zu unterstützen. Besonders fasziniert ihn Gold als älteste und über Jahrtausende anerkannte Währung der Welt, deren Kaufkraft über Generationen hinweg erhalten blieb und die Kriege, Industrialisierung und zahlreiche Währungsreformen überdauert hat.

Fachvorträge und Führungen im Goldhaus

Neben der Filialleitung übernimmt Jürgen Birner deutschlandweit und auch im Ausland weitere Aufgaben: Mittlerweile hat er mehr als 700 Fachvorträge gehalten. Regelmäßig referiert er an verkaufsoffenen Samstagen im Goldhaus über die aktuelle Markteinschätzung sowie die von pro aurum empfohlene Anlagestrategie. Häufig interessiert seine Zuhörer vor allem die Frage, ob der eigentliche Anstieg des Goldpreises noch bevorsteht. Außerdem wird gern gefragt, ob man das Verhältnis von Geld- zu Sachvermögen zugunsten von Sachwerten verschieben sollte – eine Einschätzung, die Birner bereits seit 2001 vertritt.

Ergänzt werden die Vorträge durch Besucherführungen durch das Goldhaus, die Birner an verkaufsoffenen Samstagen regelmäßig durchführt. Dabei erhalten Interessierte Einblicke in die Ausstellungsräume und können unter anderem einen 12,5 Kilogramm schweren Goldbarren sowie die 31,1 Kilogramm schwere Goldmünze Wiener Philharmoniker – bekannt als „Big Phil“ – in Augenschein nehmen. Von dieser Münze existieren weltweit lediglich 15 Exemplare, eines davon befindet sich im Besitz von pro aurum. Im Anschluss an die rund einstündige Führung folgt üblicherweise ein kostenloser, etwa 90-minütiger Fachvortrag.

Beratung als zentrale Aufgabe im Goldhaus

Für Birner steht bei pro aurum die Beratung ganz klar im Vordergrund. Wichtig zu wissen: Aus unternehmerischer Sicht spielt es für pro aurum keine Rolle, ob das Unternehmen Edelmetalle verkauft oder von Kunden zurückgekauft – entscheidend ist vor allem, dass das grundsätzliche Interesse an Gold bestehen bleibt. Zwar empfiehlt pro aurum eine Anlagestrategie, in der Gold eine wichtige Rolle einnimmt, dennoch versteht sich das Unternehmen in erster Linie als Berater. So kommt es laut Birner auch hin und wieder vor, dass Kundinnen und Kunden davon abgeraten wird, ihr gesamtes Erspartes in Edelmetalle zu investieren.

Wer sich für eine physische Edelmetallanlage interessiert, erhält vom mehrköpfigen Beratungsteam hinsichtlich der Besonderheiten von Barren und Münzen die hierfür notwendigen Informationen. Beraten wird über eine sinnvolle Stückelung, den damit verbundenen Aufgeldern sowie einer möglichen Mehrwertsteuerpflicht bei den sogenannten Weißmetallen Silber, Platin und Palladium. Auch verwandte Dienstleistungen wie ein Goldsparplan oder die sichere Lagerung in Schließfächern, im Edelmetalldepot oder im Schweizer Zollfreilager kommen bei Bedarf zur Sprache. Als Orientierungshilfe dient hierbei die von pro aurum erstellte Broschüre „Erfolgreiche Anlagestrategie mit physischen Edelmetallen“.

Eine der häufigsten Kundenfragen betrifft laut Birner die weitere Entwicklung des Goldpreises. Seine Antwort darauf ist seit über 20 Jahren im Kern gleich: Er geht von einer grundsätzlich positiven Entwicklung aus, weist jedoch stets darauf hin, dass diese nicht linear verläuft, sondern von Schwankungen geprägt ist. Als grobe Orientierung für die Portfoliogestaltung nennt Birner eine Goldquote zwischen fünf und 25 Prozent des Gesamtvermögens, orientiert an der Portfoliotheorie des Wirtschaftsnobelpreisträgers Harry Markowitz. Wer zusätzlich auf Silber setzen möchte, sollte nach dieser Einschätzung ein Verhältnis von maximal 20 Prozent Silber zu 80 Prozent Gold nicht überschreiten.

Das Goldhaus als Kompetenzzentrum für die Edelmetallanlage

Jürgen Birner betrachtet das Goldhaus in München-Riem nicht nur als attraktiven Firmensitz von pro aurum, sondern sieht es auch als architektonisch interessanten Anziehungspunkt für Interessierte an der Geldanlage in Edelmetalle. Mit seiner goldfarbenen Fassade erinnert das Gebäude optisch an einen überdimensionalen Goldbarren, wobei sich seine Außenmaße am Volumen der bis zur Fertigstellung weltweit geförderten Goldmenge orientiert haben. Jährlich verzeichnet das Gebäude mehr als 22.000 Besucherinnen und Besucher.

Im Goldhaus sind zahlreiche Unternehmensbereiche gebündelt, darunter Vertrieb, Kasse und Logistik, Beratung, Handel, Verwaltung, Qualitätssicherung, Numismatik, Schließfachanlagen, das Edelmetalldepot sowie der Altgoldservice und Goldankauf. Bereits bei der Planung des Gebäudes spielten Sicherheitsaspekte eine zentrale Rolle, unter anderem durch die Nähe zu Polizei und Feuerwehr.

Aber auch die Innenarchitektur kann sich sehen lassen. Im Erdgeschoss befindet sich die sogenannte Infowelt, in der Barren und Münzen aus Gold, Silber, Platin und Palladium ausgestellt sind. Besucherinnen und Besucher können sich dort umfassend über Handels- und Produktionsstrukturen von Edelmetallen informieren, teils auch anhand von interaktiven Monitoren. Damit fungiert das Goldhaus nicht nur als Verwaltungssitz, sondern als eigenständiges Kompetenzzentrum rund um die Anlage in physische Edelmetalle.

Zu guter Letzt: Außerhalb der Edelmetallwelt findet Jürgen Birner seinen persönlichen Ausgleich in Sport, Wandern sowie im Kreis von Familie und Freunden.

 

Bildquelle: pro aurum / Fotograf: Studioline Online World

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