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Nachgerechnet: Bargeldgrenze anonymer Edelmetallkäufe

Posted in: Top News Edelmetalle NL
13. Dezember 2022
Nachgerechnet: Bargeldgrenze anonymer Edelmetallkäufe
Ende 2019 wurde die von der Bundesregierung beschlossene Reduktion der Bargeldgrenze für Edelmetallkäufe von 10.000 Euro auf 2.000 Euro heiß diskutiert. Vorläufige Bilanz: Bei pro aurum haben die Umsätze durch diese regulatorische Maßnahme keineswegs gelitten.

Reduzierte Bargeldgrenze war „Sturm im Wasserglas“



Nur zur Erinnerung: Seit Januar 2020 ist der anonyme Kauf von Edelmetallbarren bzw. -münzen nur noch bei einer Investitionssumme von weniger als 2.000 Euro möglich. Wird die Grenze überschritten, muss der Verkäufer die Personalien des Käufers feststellen und dessen Daten aufbewahren. Angesichts der Tatsache, dass bei börsennotierten Wertpapieren oder Immobilien ein anonymer Kauf gar nicht möglich ist, kann man die jüngste Novellierung des Geldwäschegesetzes auch als generelle Aufwertung von Edelmetallinvestments gegenüber anderen Anlageklassen interpretieren und unter dem Aspekt der Chancengleichheit dem Ganzen sogar Positives abgewinnen. Und was vielen Investoren auch nicht geläufig sein dürfte: Bereits in der Vergangenheit mussten Edelmetallhändler die Personalien ihrer Kunden feststellen, wenn diese ihre edlen Münzen und Barren wiederverkauft und zu Geld gemacht haben.

Bargeldgrenzen: von EU-Harmonisierung keine Spur



Verglichen mit Deutschland herrschen in einigen europäischen Ländern striktere Bargeldgrenzen als bei uns, in anderen gar keine. Besonders interessant: In Ländern wie Irland, Island, Luxemburg, Malta oder Zypern kann unbegrenzt mit Bargeld bezahlt werden. In Griechenland (500 Euro) sowie in Frankreich und Portugal (jeweils 1.000 Euro) liegen die Grenzen für allgemeine Bargeldschäfte sogar unter dem in Deutschland gültigen Wert für Edelmetallkäufe. Besonders interessant: Während in Italien und Frankreich anonymer Goldkauf unmöglich ist, dürfen sich Schweizer Bürger diesbezüglich über eine besonders großzügige Regelung erfreuen. Dort kann man nämlich ohne Feststellung der Personalien Käufe von bis zu 15.000 Schweizer Franken tätigen.

pro aurum Onlineshop

Trotz erschwerter Rahmenbedingungen sehen deutsche Bürger Gold & Co. offensichtlich weiterhin als Must-have. Mit Blick auf den Gegenwind des Gesetzgebers scheint ein Gewöhnungseffekt eingetreten zu sein.




Bildrechte: claffra https://istockphoto.com

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