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London Fixing einfach erklärt: Wie der weltweite Goldpreis entsteht

Posted in: Top News Edelmetalle
14. Juli 2026
London Fixing einfach erklärt: Wie der weltweite Goldpreis entsteht

Wer Gold kauft oder verkauft, stößt früher oder später auf den Begriff „London Fixing“. Gemeint ist damit die frühere tägliche Preisfeststellung für Gold in London. Heute heißt dieser international anerkannte Referenzpreis offiziell LBMA Gold Price. Er dient weltweit als wichtige Orientierung – für Zentralbanken, Minengesellschaften, Raffinerien, Goldhändler, Fondsanbieter und auch für Privatanleger.

Der LBMA Gold Price wird zweimal täglich in London ermittelt und gilt als einer der wichtigsten Referenzwerte des internationalen Goldmarktes.

Wie entsteht der LBMA Gold Price?

Der LBMA Gold Price wird an jedem Handelstag zweimal festgelegt – um 10:30 Uhr und 15:00 Uhr Londoner Zeit. Die Preisermittlung erfolgt in einer elektronischen Auktion, die von ICE Benchmark Administration betrieben und administriert wird. Dabei werden Kauf- und Verkaufsaufträge zugelassener Marktteilnehmer so lange abgeglichen, bis Angebot und Nachfrage möglichst im Gleichgewicht sind. Der so ermittelte Preis gilt anschließend als internationaler Referenzwert für Gold.

Ein großer Teil des Handels mit physischem Gold findet nicht über eine klassische Börse statt, sondern außerbörslich zwischen Banken, Händlern, Raffinerien und institutionellen Marktteilnehmern. Gerade deshalb ist ein einheitlicher, transparenter Referenzpreis für den internationalen Edelmetallhandel von großer Bedeutung.

Warum ist das London Fixing so wichtig?

Der LBMA Gold Price dient weltweit als Grundlage für zahlreiche Goldgeschäfte. Zentralbanken bewerten ihre Goldreserven daran, Minengesellschaften und Raffinerien orientieren sich bei ihren Verkäufen daran, und viele goldbezogene Finanzprodukte nutzen ihn als Benchmark.

Für Privatanleger ist dabei wichtig zu wissen: Der veröffentlichte Referenzpreis entspricht nicht automatisch dem Kaufpreis eines Goldbarrens oder einer Goldmünze. Je nach Produkt fallen zusätzlich Präge-, Herstellungs-, Transport-, Lager- und Handelskosten an. Deshalb liegt der tatsächliche Verkaufspreis in der Regel über dem reinen Materialwert des Goldes.

Seinen Ursprung hat das London Fixing im Jahr 1919. Seit 2015 wurde das frühere Verfahren durch den modernen LBMA Gold Price ersetzt. Heute erfolgt die Preisermittlung elektronisch und nach klar definierten Regeln. Die London Bullion Market Association setzt zudem weltweit anerkannte Standards für den Handel mit physischem Gold. pro aurum ist Mitglied der LBMA und damit Teil dieses internationalen Netzwerks des Edelmetallhandels.


Bildnachweis: Neuroshock
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Bildquelle: AdobeStock.com 

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