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Silber

Silber ist viel mehr als nur der „kleine Bruder“ des Goldes. Das „Gold des kleinen Mannes“ ist zuletzt wieder ganz groß rausgekommen und hat allein 2016 prozentual fast doppelt so viel an Wert zugelegt wie Gold. Keine Frage: Gold ist definitiv eine gute Wahl. Aber richtig clever wird die Investmentstrategie erst, wenn das Anlagevermögen gestreut wird. Und zu einer soliden Diversifizierung gehören unterschiedliche Anlageklassen.

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Silber hat sich in den vergangenen Jahren nicht immer analog zu Gold entwickelt und könnte gelegentliche Schwächen beim Gold abfangen. In jedem Falle sollten Investoren das weiße Metall im Blick behalten. Nach einem schmerzhaften Wertrückgang im vergangenen Jahr hat das Metall seine Bodenbildung abgeschlossen und die Analysten sind sich fast ausnahmslos einig: Beim Silber geht die Kursnotierung weiter nach oben. Ein Indiz dafür ist die sogenannte „gold-to-silver ratio“, also die Relation zwischen dem Gold- und Silberpreis. Sie liegt traditionell bei etwa 1:20, Silber ist also deutlich unterbewertet. Umgerechnet auf das historische Verhältnis zwischen Gold und Silber müsste das weiße Metall also mindestens 60 Euro pro Unze kosten.

Die sensationellen Zuwächse, aber auch die gelegentlichen Rückschläge beim Silberpreis haben einen wichtigen Grund: Das Metall ist in der Industrie stärker als Gold gefragt. Es wird nicht nur seit Jahrhunderten als Werkstoff für edles Besteck eingesetzt – inzwischen ist es vor allem in der Autoindustrie in diversen Schaltern zu finden und für den Autobau praktisch unverzichtbar. Insbesondere bei der Produktion von elektrischen und optischen Bauteilen wird Silber verstärkt verarbeitet; fast jeder Mensch besitzt Silber als Bestandteil seines Mobiltelefons, Laptops oder Kühlschrankes. Die Hälfte der jährlich geförderten Silbermenge landet in der Industrie – beim Gold sind es nur etwa zehn Prozent.

Die absoluten Bestseller sind die modernen Silberunzen, besonders gefragt sind hier wegen des geringen Prägeaufschlages insbesondere der Philharmoniker aus Österreich und der Maple Leaf aus Kanada. Anleger mit einem größeren Investitionsvolumen kaufen auch Barren.

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Silber kaufen oder verkaufen

In der Finanzwelt genießen sowohl Gold als auch Silber einen guten Ruf als Inflationsschutz, Vermögensschutz bzw. Wertspeicher und fungieren daher als bewährte alternative Krisenwährungen. Es gibt aber auch wichtige Unterschiede zwischen den beiden Edelmetallen. Silber wird beispielsweise nicht nur von Finanzinvestoren stark nachgefragt, sondern kommt aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften auch in diversen Industriebranchen, wie zum Beispiel Photovoltaik, Wasseraufbereitung, Medizin und Elektronik, als wichtiger Rohstoff zum Einsatz. Rund die Hälfte der Silbernachfrage stammt daher aus diesen Industrien, wodurch Silber um einiges konjunktursensitiver gilt als Gold. Mehr als die Hälfte der weltweiten Förderung erfolgt zudem in Ländern wie Mexiko, Peru und China, wobei ein Großteil von Silber als Beiprodukt im Minensektor gewonnen wird.

Besonderheiten von Silber

Silber wird häufig als der „kleine Bruder“ von Gold bezeichnet – zum einen, weil sein Preis um einiges geringer ausfällt, und zum anderen, weil er schon immer eine starke Korrelation zum traditionellen Krisenschutz Gold aufgewiesen hat. Das heißt: Silber folgt in der Regel seinem „großen Bruder“ Gold und vollzieht auf lange Sicht häufig denselben Trend, wenngleich der Silberpreis meist wildere Kursausschläge verzeichnet und phasenweise auch ein Eigenleben entwickeln kann. Eine Kennzahl genießt bei der Analyse der Perspektiven des Silberpreises besonders hohes Ansehen: das Gold-/Silber-Ratio. Es zeigt nämlich an, wie viele Silberunzen benötigt werden, um eine Feinunze Gold zu kaufen. In den vergangenen 25 Jahren schwankte diese Bewertungskennzahl zwischen 31 (2011) und 94 (2019).

Das heißt: Bei einem hohen Gold-/Silber-Ratio gilt Silber – verglichen mit Gold – als deutlich unterbewertet und somit aussichtsreich.

Silber: Das sind die Bestseller

Besonders viel Silber erhalten Anleger für ihr Geld vor allem beim kanadischen „Maple Leaf“, beim südafrikanischen „Krügerrand“, beim australischen „Känguru“, beim „American Eagle“ aus den USA sowie beim österreichischen „Wiener Philharmoniker“ – allerdings nur, wenn es sich um aus dem Umlauf zurückgekaufte „Second Hand“-Münzen handelt. Frisch geprägte Exemplare sowie sämtliche Barren unterliegen stets dem erhöhten Mehrwertsteuersatz.

Die grundsätzlich existierende „Mehrwertsteuerproblematik“ lässt sich übrigens über unser Schweizer Zollfreilager völlig legal umgehen. Hier kann man Silber mehrwertsteuerfrei kaufen. Die Steuer würde nur dann anfallen, wenn die Edelmetalle das Zollfreilager verlassen. Wer sein Silbervermögen nicht in den eigenen vier Wänden oder im eigenen Land verwahren möchte, kann mit dem Schweizer Zollfreilager sowohl hinsichtlich der Sicherheit (Lagerort Schweiz) als auch des Renditepotenzials (keine Mehrwertsteuer) punkten. Selbstverständlich sind die in unserem Edelmetalldepot in München sowie im Zollfreilager eingelagerten Edelmetalle als Sondervermögen geführt und somit vor Insolvenz geschützt und folgerichtig vollumfänglich versichert.

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