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  • Gold auf Rekordkurs: Wann fällt das Allzeithoch?

Ein Blick zurück auf die Berichterstattung rund um Gold aus dem März 2020 mutet aus heutiger Sicht kurios an: Als der Goldpreis innerhalb von zwei Wochen um rund 150 Euro pro Feinunze oder umgerechnet knapp 5.000 Euro pro Kilogramm einbrach, stimmten viele Marktbeobachter und Kommentatoren in den altbekannten Abgesang auf Gold ein, zumal der Verlust in US-Dollar sogar noch größer ausfiel: Rund 250 Dollar verlor die Unze Gold infolge des Corona-Crashs im März. Doch die Kursdelle konnte in Rekordzeit geschlossen werden – und inzwischen ist Gold auf Rekordkurs.

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Mit einem Sprung über die charttechnische Marke von 1.800 US-Dollar hat Gold in den vergangenen Wochen eine wichtige Voraussetzung geschaffen, um ein großes Ziel zu erreichen: das historische Allzeithoch, welches bei rund 1.920 US-Dollar verläuft. Zuvor hat Gold geradezu lehrbuchmäßig einen Aufwärtstrend ausgebildet, in dessen Verlauf das gelbe Metall eine charttechnische Hürde nach der nächsten überspringen konnte. Auf höhere Tiefs folgen seitdem höhere Hochs – so sieht ein gesunder Aufwärtstrend aus.

Inzwischen überbieten sich die Kommentatoren mit glänzenden Schlagzeilen zu Gold: „Die perfekte Chance für eine Wette auf Gold“ titelt die Tageszeitung „Die Welt“ (https://www.welt.de/finanzen/plus211548653/Edelmetall-kurz-vor-Allzeithoch-Die-perfekte-Chance-fuer-eine-Wette-auf-Gold.html) und bezeichnet Gold aus „das Investment des Jahres“. Weil sich bei den Zinsen auf Jahre hinaus nichts ändern würde, spreche vieles für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends bei Gold. Außerdem weist „Die Welt“ auf die Anlagepsychologie hin, wonach das Allzeithoch eine geradezu magische Anziehungskraft besitzt: „Der Markt will den Rekord fallen sehen.“

Abseits der Rekordjagd gibt es allerdings, wie auch „Die Welt“ in ihrer Analyse deutlich macht, viele gute Gründe für das Krisenmetall: So hätten die Notenbanken in den vergangenen Monaten ihre Bilanzen weiter aufgebläht. Früher oder später dürften zudem bisherige Tabus in der Geldpolitik fallen, beispielsweise der Kauf von Aktien durch die Zentralbanken oder das berüchtigte Helikoptergeld. In den USA wurde bereits ein Betrag von 1.200 Dollar an jeden Bürger verteilt, in Deutschland blieb es bislang nur bei einer kurzfristigen Senkung der Mehrwertsteuer.

Auch wenn manche Kritiker darauf hinweisen, dass die Inflation auch in den kommenden Monaten auf einem Rekordtief verharren könnte, so ist doch anzunehmen, dass die Flut des billigen Geldes früher oder später die Teuerungsrate anheizt. Außerdem spricht für Gold, dass es keine Negativzinsen kostet, während diese Belastung inzwischen bei immer mehr Bankkonten eingeführt wird.

Nach dem Sprung über die Marke von 1.800 US-Dollar steht nun also zuerst ein Angriff auf die Hürde bei 1.850 US-Dollar bevor. Hier kann es zu einem kurzfristigen Widerstand der Bären kommen, allerdings glaubt inzwischen kaum noch ein Gold-Skeptiker daran, dass der dynamische Aufwärtstrend der vergangenen Monate gebrochen werden kann. Viele Experten verweisen darauf, dass Gold in den meisten anderen Währungen der Welt bereits neue Allzeithochs erreicht hat. Dass ausgerechnet die vermeintliche Weltleitwährung, der US-Dollar, eine Ausnahme darstellt, gilt als Ausnahme, die längst überholt ist.

Dass der Goldpreis allerdings noch deutlich Luft nach oben hat, auch wenn er demnächst sein Allzeithoch erreichen soll, macht ein Blick auf frühere Rekordstände deutlich. So hat der Goldpreis im Januar 1980 mit 873 US-Dollar pro Feinunze einen damaligen Rekord aufgestellt, welcher heute inflationsbereinigt einem Wert von rund 2.700 US-Dollar entspräche. Insofern könnte das nominelle Allzeithoch von genau 1.920,65 US-Dollar, welches am 6. September 2011 erreicht wurde, noch nicht das Ende der Fahnenstange bei Gold gewesen sein.

Anleger sollten sich allerdings bewusst machen, dass auch bei Gold und in Aufwärtsbewegungen der Trend nicht ausnahmslos nach oben zeigt. Es hat in den vergangenen Monaten immer wieder leichte Rücksetzer gegeben, insbesondere vor charttechnischen Hürden und nach Veröffentlichung von überraschend guten Wirtschaftsdaten. Diese Schwächephasen waren allerdings bisher stets nur von kurzer Dauer und wurden von langfristig orientierten Anlegern als Nachkauf-Gelegenheit verstanden. Denn eine goldene Regel, welche in den vergangenen Jahren vor allem für Aktienmärkte galt, trifft nun auch für Gold zu: „The trend is your friend“ sagen englischsprachige Börsianer gerne und meinen damit: Man sollte sich nie gegen den Markt positionieren.

Bildrechte: © pro aurum/Baumgarten

Informationen zum pro aurum-altgoldservice

Wie geht man bei einem Verkauf von Altgold am besten vor?

Zu Hause sollten die Schmuckstücke anhand der Punzierung/Stempel (333er, 585er oder 750er Gold) sortiert werden.

Anschließend können Sie beispielsweise eine Goldkette auf einer Haushaltswaage wiegen und einen Goldrechner zu Hilfe nehmen. Diese Methode führt jedoch zu ungenauen Ergebnissen, da der Goldpreis zunehmend stark schwankt und der Wert nicht nur vom Bruttogewicht abhängt. Entscheidend für den Preis sind vor allem der Feingoldgehalt und die Legierung. Fast alle Ketten enthalten neben Gold oder Silber auch unedle Metalle.

Vergleichen Sie anschließend pro aurum mit anderen Ankaufs-Stellen - es lohnt sich!

Woran erkennt man den wahren Wert eines Schmuckstückes?

Wesentlich ist hier der Feingehalt des Edelmetalls, der eingestempelt ist. Beispielsweise besteht 585er Gold (14 karat) zu 585 Gewichtsteilen aus Gold und zu 415 Gewichtsanteilen aus Zusatzmetallen (wie beispielsweise Silber, Kupfer, Palladium, Nickel oder Wolfram). Rotgold ist eine Goldlegierung, bestehend aus Feingold, Kupfer und gegebenenfalls etwas Silber. Bei Gelbgold handelt es sich um eine dem Feingold ähnelnde gelbe Goldlegierung aus Feingold mit Silber und Kupfer und Weißgold ist eine Legierung aus Feingold und Palladium, Wolfram oder Nickel.

Muss man die Goldkurse an der Börse verfolgen, um einen guten Verkaufspreis zu erzielen?

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Verkaufsentscheidung vor dem Hintergrund Ihrer Bedürfnisse zu treffen. Wird Bargeld benötigt oder steht beispielsweise eine Investition an? Grundsätzlich ist es immer ratsam, den Goldkurs zu verfolgen, da der Goldkurs an der Börse die Grundlage für die Berechnung des Wertes eines Schmuckstückes ist.

Wie errechnet sich der Wert meines Altgoldes?

Für die Berechnung des Goldpreises in Euro brauchen Sie zwei Komponenten. Zum einen den Goldpreis pro Feinunze in US-Dollar und zum anderen das aktuelle Umtauschverhältnis des US-Dollars zum Euro. Die aktuellen Notierungen dieser beiden Komponenten finden Sie hier auf der pro aurum-Webseite.

Beispielrechnung bei einem angenommenen Goldpreis von 1.300 USD pro Feinunze und einem EUR/USD-Kurs von 1,10.

1.300/1,10= 1.181 EUR pro Feinunze.

1.181/31,1 (1 Feinunze hat ein Gewicht von 31,1 Gramm)= 37,97 EUR pro Gramm Feingold.

Angenommen Sie reichen eine Goldkette mit einem Bruttogewicht von 50 Gramm und einer Feinheit von 585/1000 ein so ergibt sich folgender Wert:

50*0,585= 29,25 Gramm Feingewicht.

29,25 Gramm * 37,97 EUR = 1.110,62 EUR.

Ein seriöser Altgold-Aufkäufer wird bei dieser Menge einen Abschlag von rund 10% machen. Das deckt die Kosten für den Versand an eine Scheideanstalt, das Einschmelzen des Altgoldes (Schmelzpunkt von Gold liegt über 1.100 Grad Celsius), die Bankgebühren und den Ertrag für den Ankäufer. Die Auszahlung an Sie sollte in diesem Beispielfall also rund 1.000 EUR betragen.

Gibt es Zeitpunkte im Jahresverlauf, die sich besonders gut eignen, Altgold zu verkaufen?

In den vergangenen fünf Jahren sah es zwar so aus, als ob der Goldpreis stets in der zweiten Jahreshälfte stärker gestiegen ist als in der ersten (im August und September ist die Hochzeitssaison in Indien). Seit 1980 war die Performance allerdings 16-mal von Januar bis Juni besser und 16- mal von Juli bis Dezember.


Viele Kunden nutzen derzeit auch die Gelegenheit, pro aurum ihr Altgold zu verkaufen und stattdessen gut handelbare Krügerrandmünzen oder Silbermünzen ins Portfolio zu nehmen. So können Sie auch nach dem Verkauf Ihrer alten Schätze weiterhin von steigenden Gold- und Silberpreisen profitieren.

Ringe, Ketten, Uhren - was kann man alles zu Geld machen?

Uns werden Schmuckstücke, Goldketten, Bandgold, Ringe, Zigarettenetuis und auch ausgefallene Schätze angeboten. Wir haben beispielsweise auch schon einmal eine goldene Schallplatte angekauft, die fünfzig Gramm Feingold enthielt – derzeit immerhin knapp 2.000 Euro wert.

Gold, Silber, Platin - was ist am meisten Wert?

Gold ist derzeit das teuerste Edelmetall, gefolgt von Platin, Palladium und Silber.

Spielt bei der Bestimmung des Wertes auch das Alter des Schmucks eine Rolle?

War das Gold zu Urgroßmutters Zeiten reiner, feiner oder hat es eine Wertentwicklung erlebt?

Reiner oder feiner war das Edelmetall früher nicht. Aber natürlich hat das Alter des Schmuckes insofern Auswirkungen auf die Wertentwicklung, als Besitzer von Schmuckstücken, die beispielsweise vor dem Jahr 2000 gekauft wurden, viel höher von der Goldhausse profitiert haben als solche, die ihre Schmuckstücke vor zwei oder drei Jahren erworben haben. Nicht jeder alte Schmuck trifft den heutigen Geschmack. Dies ist für viele ein Verkaufsargument.

Was geschieht mit Edelsteinen, die in das Schmuckstück eingearbeitet sind?

Als zusätzlichen Service kauft pro aurum Diamanten ab einem Viertelkaräter an. Diese werden dann an Edelsteinexperten geschickt und für unsere Kunden bewertet. Steine, die kleiner als ein ¼ Karat sind, werden herausgenommen und dem Kunden zurückgegeben. Diese könnten in neue Schmuckstücke eingearbeitet werden.

Was kostet mich der Altgold-Verkauf?

Ein klassischer Abschlag für die Schmelze und Analyse alter Edelmetalle sollte im Bereich von 10 bis 15 Prozent vom reinen Edelmetallwert und nicht höher liegen. Gute Anbieter vergüten auch eventuell enthaltenes Platin und Palladium. Es gibt auch Ankäufer, die einen höheren Ankaufspreis zahlen, stellen aber die Schmelz- und Scheidekosten separat in Rechnung – das sollten Kunden in jedem Fall berücksichtigen. Bearbeitungsgebühren gibt es meistens nicht, da diese im Preis inkludiert sind.

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