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Vermögensschutz liegt im Trend: Gold als Schutz gegen Wackel-Börsen

Es passierte in der Nacht, als ganz Europa schlief: Der Finanz-Tsunami, der in den vergangenen Wochen über die Börsen hereinbrach, erwischte viele Anleger völlig überraschend. Während sie noch bis vor Kurzem von neuen Allzeithochs im Deutschen Aktienindex träumten, hat der DAX inzwischen allergrößte Mühe, sich oberhalb der psychologisch wichtigen 10.000-Punkte-Marke zu halten. Für die anhaltende Aktienschwäche gibt es viele Gründe: die wiederholten Eingriffe der chinesischen Zentralbank (PBoC), daneben die Unsicherheit um das Wachstumsziel der weltweit zweitgrößten Wirtschaft – sieben Prozent sollten ursprünglich erreicht werden. Und sogar diese Zahlen werden von Ökonomen angezweifelt.

So ist es kaum verwunderlich, dass immer mehr Anleger ihre Aktien abstoßen und in den „sicheren Hafen“ Gold zurückkehren. Robert Hartmann, Geschäftsführer von pro aurum, beobachtet im Gespräch mit dem „Hamburger Abendblatt“ ein „leicht höheres“ Kaufinteresse nach den jüngsten Börsenturbulenzen. Er weist darauf hin, dass Gold in erster Linie als Absicherung gegen die Entwertung oder gar den Verlust von Vermögen verkauft wird und nicht als Spekulationsobjekt gelten sollte. Hartmann weist darauf hin, dass die drängenden Krisen der weltweiten Finanzsysteme weiterhin mit neuem Geld gelöst werden, sodass Gold zur Wertsicherung kaum überflüssig werden dürfte.

Parallel zu den Gold-Käufen ist aktuell allerdings auch zu beobachten, dass die meisten Investoren den Crash-Schock der vergangenen Woche schnell verdaut haben. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, empfehlen viele Banken schon wieder den Aktienkauf. Und die Anleger folgen dem Lockruf schneller Kursgewinne: Der DAX hat nach seinem spektakulären Sturz auf das Niveau von 9.300 Punkten in kürzester Zeit wieder rund 700 Punkte zugelegt. Allerdings steht der Aufschwung auf wackeligen Beinen – jederzeit können neue Hiobsbotschaften aus China den DAX in die Tiefe reißen. Die Kurse in China hatten sich innerhalb kürzester Zeit mehr als verdoppelt, weshalb viele Menschen in China auf Kredit ihre Börsenspekulationen finanziert haben – und wenn sie auf dem Höhepunkt der Hausse eingestiegen sind, haben sie bis heute etwa 30 Prozent ihres Vermögens verloren.

Und immer mehr Anleger besinnen sich auf sichere Werte zurück: Der Goldpreis konnte in den vergangenen Tagen von 1.080 auf 1.140 US-Dollar zulegen, weitere Zugewinne bis 1.170 und 1.200 US-Dollar pro Feinunze liegen in greifbarer Nähe. Zwar profitieren die Goldanleger in Europa bisher noch begrenzt vom neuen Goldpreisboom, doch sobald der Euro seine Schwächephase fortsetzt, dürfte auch der Goldpreis auf Eurobasis zu neuer Stärke zurückfinden.

Hier können Sie den gesamten Artikel lesen:

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article205604157/Banken-empfehlen-schon-wieder-Aktienkauf.html


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