Neuer Meilenstein: Gründung der pro aurum Consulting

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Mit der kürzlich vollzogenen Gründung der pro aurum Consulting stellt der Münchner Edelmetallhändler pro aurum den seit Längerem boomenden Geschäftsbereich Banking auf eigene Beine und unterstreicht damit dessen große Bedeutung für das Gesamtunternehmen. Künftig wird sich ein Team von sechs Spezialisten auf die Betreuung von Banken und deren spezielle Bedürfnisse konzentrieren. Johann Gess, Mitglied der Geschäftsführung der pro aurum GmbH, leitet den neuen Bereich.  

Warum pro aurum Consulting?

Laut einer im vergangenen Jahr durchgeführten Umfrage des World Gold Council unter 1.700 Privatanlegern planen die Deutschen künftig umfangreiche Goldkäufe, deren potenzielles Investitionsvolumen sich auf 24,5 Milliarden Euro belaufen soll. Viele der Kaufinteressenten dürften sich dabei an ihre Bank wenden. Die meisten Finanzinstitute betrachten das Geschäft mit Edelmetallen jedoch nicht als ihr Kerngeschäft und haben ihr diesbezügliches Angebot vor und während der diversen Finanzkrisen deutlich zurückgefahren oder gar aufgegeben. Nichtsdestotrotz findet der Bankkunde weiterhin Gefallen an Gold und Co. Weil die Expertise in Edelmetallen und das Managen von Hochsicherheitstresoren bzw. Logistik-Dienstleistungen erhebliche Kosten verursacht, macht es für Banken Sinn, physische Edelmetallinvestments über spezialisierte Anbieter wie pro aurum auszugliedern.

Weil aber Kreditinstitute von staatlicher Seite beaufsichtigt werden und über die Risikotragfähigkeit ihres Geschäfts regelmäßig berichten müssen, ist dies nicht ohne erheblichen organisatorischen Aufwand auf beiden Seiten möglich. Das Outsourcen von Finanzdienstleistungen wird über Paragraf 25 b des Kreditwesengesetzes streng reglementiert. Darin wird u. a. vorgeschrieben, dass die Bank angemessene Vorkehrungen treffen muss, um übermäßige zusätzliche Risiken zu vermeiden. Ein wirksames Risikomanagement muss garantiert sein und es darf nicht zu einer Übertragung der Verantwortung auf das Fremdunternehmen kommen. Außerdem muss das Recht der Bank und der Aufsichtsbehörden auf die Kontrolle, die Prüfung sowie die Kontrolle beim Outsourcen von Geschäftsprozessen gewährleistet bleiben. Die von pro aurum geschaffene Unternehmensstruktur inklusive der Vernetzung mit interner bzw. externer IT-Infrastruktur und Logistik-Kapazitäten erfüllt sowohl die Ansprüche der Bank als auch die des Gesetzgebers. Diese umfasst neben der Gestaltung der Technik und der Prozesse auch die Schulung der Mitarbeiter hinsichtlich Anwendung und Beratung. 

Was hat pro aurum Consulting zu bieten?

Johann Gess konstatiert: "Die Hauptaufgabe von pro aurum Consulting besteht im Anbieten, im Vorhalten und in der Weiterentwicklung von Edelmetall-Expertise für den Bankensektor, wobei der Grundstein hierfür über den im 'Goldhaus' gelagerten Erfahrungsschatz der Mitarbeiter bereits vorhanden und abrufbar ist." Dabei soll die Technologieführerschaft von pro aurum im traditionellen Edelmetallhandel bewahrt, ausgebaut und auf die speziellen Bedürfnisse von Bankern übertragen werden. Sollten nämlich deren Kunden verstärkt in Gold investieren, müssen die Bankberater bezüglich der potenziellen Fragen ihrer Klientel bestmöglich geschult sein. Diese Aufgabe übernimmt die pro aurum Consulting und fungiert dabei als Kompetenzzentrum.

Für eine Bank ist es aus mehreren Gründen wichtig, den Kunden einen komfortablen Zugriff auf physische Edelmetalle zu ermöglichen. Zum einen kann dies mit Blick auf das Marketing die Kundenzufriedenheit verbessern helfen und zum anderen fließt durch die Integration von physischem Gold in ein Edelmetalldepot, ein Wertpapier-Portfolio oder Bankprodukte wie Sparpläne, Rentenpläne bzw. Edelmetalldarlehen kein Kapital aus der Bank ab, sondern verbleibt aus bilanztechnischer Sicht weiterhin im eigenen Haus. Vorteile haben dadurch aber auch Bankkunden, schließlich verbessert das jeweilige Gold-Exposure auf diesem Weg die Bonität des Bankkunden. Außerdem lassen sich bei der Vermögensverwaltung langfristige Portfoliostrategien durch eine professionelle und individuell abgestimmte Gestaltung des Goldanteils effizienter darstellen. 

Akademie für Schulungskonzepte

Bis dato sind weite Teile der Bevölkerung noch nicht in nennenswertem Umfang in Edelmetallbarren oder -münzen investiert. Sollte es aber - wie in den 70er-Jahren - zu einer massiven Flucht in Gold & Co kommen, müssen die Weichen für eine Bewältigung dieser Entwicklung frühzeitig gestellt sein. Mit der Gründung einer hauseigenen Akademie zielt pro aurum darauf ab, die Beratungskompetenz in den Banken zu steigern. Für diese Aufgabe hat pro aurum bereits hochkarätige Referenten gewonnen. In Kooperation mit der Schweizer Unternehmensberatung Gsponer Consulting werden zudem maßgeschneiderte Schulungskonzepte für die Banken entwickelt. Diese werden unter Berücksichtigung der aktuellen logistischen und technologischen Möglichkeiten ständig aktualisiert. Ein wesentlicher Teil dieser Schulungskonzepte beschäftigt sich mit dem Thema "Führungskräfteentwicklung".

"Die Bankenbranche erlebt aktuell eine Flut an neuen Vorschriften und Regularien, die in kurzer Zeit umgesetzt werden müssen. Für die Beschäftigten nehmen der Erfolgs- und Leidensdruck zu, ohne dass sie durch Momente des Erfolgs kompensiert werden. Das könnte viel besser gelingen, wenn die Veränderungsnotwendigkeit verstanden und der Wille zur Erneuerung im Bewusstsein der Betroffenen etabliert wird", sagt Claude Gsponer, Gründer und geschäftsführender Partner der Gsponer Consulting Group International AG.

In einer Denkfabrik werden Lösungsansätze erarbeitet

Dass Geld in den vergangenen Jahrzehnten massiv an Wert verloren und Gold Kaufkraft bewahrt hat, steht außer Frage. Welche Auswirkungen weitere Verwerfungen an den Finanzmärkten für Unternehmen, die Gesellschaft und die Anleger haben könnten, soll in der neuen Denkfabrik von pro aurum thematisiert werden. Nur ein Beispiel: Während der ersten Ölkrise - also vor mehr als 40 Jahren - flohen Anleger vor der grassierenden Inflation massiv in Gold. Danach war bei so mancher Sparkasse mehr als ein Viertel des regionalen Vermögens in Gold "gebunkert". In der Denkfabrik bietet sich an, das Comeback einer solchen Entwicklung gedanklich durchzuspielen und dabei die Folgen für die Beratungskonzepte der Banken einzuschätzen. pro aurum kooperiert hierbei eng mit dem Magazin "Banken und Partner".  

Für folgende Fragen sollen bei der Denkfabrik Lösungsansätze erarbeitet werden: 

- Wie gehen die Kreditinstitute mit dem Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne um?

- Wie können Sparkassen und Genossenschaftsbanken ihre traditionellen Stärken nutzen?

- Welche anderen Wege können Regionalinstitute gehen, um den neuen Mitbewerbern zu begegnen?

- Wie müssen die Geschäftsmodelle an das veränderte Umfeld angepasst werden? 

Geschäftsperspektiven von pro aurum Consulting 

Bereits heute betreut pro aurum ungefähr 1.100 Kunden aus dem Bereich Business-to-Business, wie zum Beispiel Banken, Vermögensverwalter oder Edelmetallhändler. Bis Ende des Jahres ist der Abschluss eines Pilotprojekts mit einem führenden Marktplayer aus dem Bankensektor geplant. Die damit verbundene Innovation hat das Potenzial, viele andere Institute zu überzeugen, und dürfte physische Edelmetallinvestments auf eine neue Qualitätsebene hieven.


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