manager magazin: Silber-Hausse startet durch

Bislang galt Gold als der Anlagegewinner des Jahres 2016. Doch in den vergangenen Tagen hat ein anderes Metall dem goldenen Krisenschutz eindrucksvoll den Rang abgelaufen: Silber hat eine Rallye hingelegt, die alle anderen Edelmetalle in den Schatten stellt. Das „Manager Magazin“ geht dieser Entwicklung auf den Grund – und macht handfeste Gründe  für eine Fortsetzung der Silber-Hausse aus. Denn wie so oft in den vergangenen Jahren ist Silber immer dann, wenn die Gold-Silber-Ratio (also die Relation zwischen dem Gold- und dem Silberpreis) über die Marke von 80 gestiegen war, dramatisch gestiegen. Die Folge: Die Kennzahl rutschte auf einen moderaten Wert ab, durchschnittlich wird eine Ratio von 60 angenommen. Und der Silberpreis unternimmt tatsächlich große Schritte in Richtung dieser neuen Zielmarke.

Silberbesitzer könnten somit zu den großen Gewinnern des Anlagejahres 2016 werden – bei dem aktuellen Goldpreisniveau wäre eine Feinunze Silber bei einer Gold-Silber-Ratio von 60 mindestens 20 US-Dollar wert. Die Bilanz der vergangenen Monate sieht glänzend aus, der Silberpreis ist allein in den vergangenen vier Wochen um knapp 12 Prozent auf rund 17 Dollar je Unze gestiegen. Seit Jahresbeginn liegt Silber sogar rund 22 Prozent im Plus.

Die Anlage-Experten von pro aurum wurden von dem Comeback des Silbers nicht überrascht.

 Robert Hartmann, Chef des Handelshauses pro aurum, hatte gegenüber dem „Manager Magazin“ bereits vor einigen Wochen gesagt: „Silber ist im Vergleich zu Gold und anderen Assetklassen stark unterbewertet.“ Nach seiner Einschätzung unterstützen steigende Ölpreise und die relative Dollar-Schwäche den Silberpreis. Die Umsätze mit Silber sind bei pro aurum allein im ersten Quartal des Jahres 2016 um über 10 Prozent nach oben geschossen.

Und das Ende der Fahnenstange dürfte noch lange nicht erreicht sein: Aus Daten der Branchenorganisation „Silver Institute“ geht hervor, dass die Silberproduktion in diesem Jahr um 5 Prozent zurückgehen soll. Bis 2019 ist zudem kein Ende der Silberknappheit in Sicht. Robert Hartmann empfiehlt deshalb als unkomplizierte Investitionsobjekte beispielsweise die „Maple Leaf-“ und die australische „Känguruh“-Silbermünze. Hier sparen Silberkäufer durch die sogenannte Differenzbesteuerung ganz legal die Umsatzsteuer und bekommen unterm Strich am meisten Silber für ihr Geld.

Übrigens gibt es auch in chart-technischer Hinsicht keinen Grund zur Sorge bei Silber. Der Bruch des dominierenden Abwärtstrends seit 2011 ist bereits erfolgt, auch die Nackenlinie einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation wurde vollzogen. 

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