Gold-Hausse ist trotz charttechnischer Eintrübung voll intakt

Quer gedacht

Liebe Leser,

da alle geld- und staatsschuldenpolitischen Weichen auf Chaos und Geldentwertung gestellt sind, raten ich Ihnen auch weiterhin zu einem hohen strategisch ausgerichteten Goldanteil von bis zu 35% Ihres Finanzvermögens, wenn Sie sich vor den Folgen dieser Politik schützen möchten.

Ich betrachte Gold in diesen irren Zeiten als eine Versicherung, von der wir uns auch dann nicht trennen werden, wenn ich aufgrund der technischen Analyse zu dem Ergebnis kommen sollte, dass die Goldhausse, die Ende 2015 begonnen hat, schon wieder vorüber ist. Schließlich spricht aus fundamentaler Sicht nach wie vor alles für die Edelmetalle.

Diese Fakten haben sich also ebenso wenig verändert wie unsere fundamentalanalytisch hergeleitete Überzeugung und Prognose, dass der Goldpreis langfristig steigen wird.

Etwas anders verhält es sich mit der charttechnischen Lage von Gold. Hier hat durch den jüngsten Kursrückgang unter die wichtige Marke von 1.300 $ pro Unze eine Verschlechterung stattgefunden, worüber ich meine Krisensicher Investieren-Leser bereits frühzeitig informiert habe.

Diese Verschlechterung ist noch nicht so ausgeprägt, dass ich zum Ausstieg aus den Minenaktien raten muss. Aber sie ist deutlich genug, um Sie mit diesem Thema zu konfrontieren – wohl wissend, dass Sie das als Goldanleger eigentlich gar nicht hören wollen.

Als erfolgreicher Börsianer müssen Sie Ihre Markt-Meinung immer wieder ändern

Aber wer statt objektiver Analysen nur Durchhalteparolen zur Bestätigung einer vorgefassten Meinung lesen möchte, der ist bei mir und Krisensicher Investieren falsch.

Mein Anspruch ist es, meinen Lesern eine unvoreingenommene analytische Betrachtung der Märkte zu präsentieren, die auf bewährten Methoden basiert und in sich stimmig ist.

Ich betrachte es nicht als meine Aufgabe, einseitige Argumente zusammenzutragen, die es sinnvoll erscheinen lassen, an einer einmal abgegebenen Prognose durch dick und dünn festzuhalten.

So sehr ich Menschen mit klaren Überzeugungen zu schätzen weiß, an der Börse müssen Sie flexibel und opportunistisch sein.

Das heißt, Sie müssen Ihre Prognosen und Investments anpassen, wenn sich die Fakten ändern. Und genau das ist aus charttechnischer Sicht an den Edelmetallmärkten zu einem gewissen Grad passiert.

Diese Verschlechterung ist allerdings noch nicht so ausgeprägt, dass Sie aus Sicht der technischen Analyse das gesamte Hausse-Szenario ad acta legen müssten. Die jüngsten Kursrückgänge haben aber dazu geführt, dass die Lage bei Gold in US-Dollar im Moment

leider nicht mehr so klar und eindeutig ist wie in den vergangenen Monaten. Das müssen wir als Tatsache akzeptieren – ob es uns gefällt oder nicht.

Gold: Angeschlagen, aber nicht K.o.

Auf dem Chart unten sehen Sie die charttechnische Situation des Goldpreises in US-Dollar. Solange der Kurs oberhalb der 1.300 $-Marke notierte, war dieser Chart rundum bullish.

Insbesondere war es möglich, den gesamten Kursverlauf seit August 2015 als große Schulter-Kopf-Schulter-Bodenformation zu interpretieren mit einer Nackenlinie bei 1.300 $. Diese Interpretation ist jetzt nicht mehr möglich. Das ist die schlechte Nachricht.

Goldpreis pro Unze in $, Momentum-Oszillator, 2014 - 2016
Durch den Kursrückgang unter die 1.300 $-Marke hat sich das charttechnische Bild zwar verschlechtert, es signalisiert aber nicht das Ende der Hausse. Quelle: StockCharts.com

Dieser schlechten Nachricht stehen aber noch immer mehrere gute Nachrichten gegenüber:

Erstens haben wir bei unseren Chartanalysen ursprünglich eine andere, kleinere Bodenformation verwendet, deren Obergrenze in Rot eingezeichnet ist. Sie hat allerdings den Schönheitsfehler einer nicht vorhandenen rechten Schulter, was aber hin und wieder vorkommt, worauf wir damals auch hingewiesen haben. Wenn diese Interpretation die Richtige ist, dann ist die jüngste Korrektur zwar immer noch nicht schön, hat aber keinen charttechnischen Schaden angerichtet.

Zweitens ist der Goldpreis lediglich in den Bereich der steigenden 200-Tage-Durchschnittslinie zurückgekommen. Generell gilt die Regel, dass Kurse im Bereich der steigenden 200-Tage-

Durchschnittslinie ein exzellentes Chance-Risiko-Verhältnis bieten, weil diese Unterstützung gewöhnlich hält und enge Stop-Loss-Marken gesetzt werden können.

Drittens schließlich ist der Ende 2015 begonnene Aufwärtstrend intakt, solange die Kurse nicht unter das Tief der vorangegangenen Korrektur fallen, das bei 1.200 $ liegt.

Der Chart ist noch immer überwiegend bullish

Wie Sie sehen, überwiegen derzeit auch rein charttechnisch gesehen noch eindeutig die bullishen Argumente. Das gilt umso mehr, da die kurzfristigen Sentimentindikatoren auf das gleiche Niveau gefallen sind, das zuletzt am Tief im Dezember 2015/Januar 2016 gesehen wurde.

Schließlich befindet sich auch der Preis-Momentum-Oszillator (PMO) bereits im überverkauften Bereich, was gegen weitere Kursrückgänge spricht.

Alles in allem ist die Goldhausse also noch immer intakt. Das gilt auch in Bezug auf unseren Preisbänder-Indikator. Um dieses bullishe Bild nicht zu zerstören, darf der Goldpreis aber nicht unter 1.200 $ fallen. Ein erstes wichtiges Zeichen, dass wir es nur mit einer harmlosen Korrektur zu tun haben, wäre die Rückeroberung der 1.300 $-Marke im Lauf der nächsten drei bis vier Wochen. Zeitnahe Empfehlungen erhalten Sie in Krisensicher Investieren

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende, 

Ihr

Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: In der November-Ausgabe von Krisensicher Investieren habe ich meinen Lesern gerade ein lukratives Investment empfohlen, das auch Ihnen 16 Prozent Gewinn einbringen kann. Jetzt Krisensicher Investieren 30 Tage kostenlos testen.

Dieser Beitrag enthält Auszüge aus Claus Vogts Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN, den er seit November 2013 gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt. Hier verfolgt der ausgewiesene Börsenkenner mit spitzer Feder das Marktgeschehen und unterstützt seine Leser mit fundierten Anlageempfehlungen.


Zum Autor:

Claus Vogt ist Buchautor (Das Greenspan Dossier, Die Inflationsfalle, The Global Debt Trap, jeweils gemeinsam mit Roland Leuschel).

Claus Vogt hat den Beginn einer langfristigen Goldhausse bereits 2001 exakt beim Tiefstkurs von 255 $ vorhergesagt. Gemeinsam mit Roland Leuschel hat er in den Jahren 2000 und 2007 nicht nur rechtzeitig vor dem Platzen der Spekulationsblasen an den weltweiten Aktien- und Immobilienmärkten gewarnt, sondern auch jetzt wieder die aktuelle Krise 2016 prognostiziert. Aktuell untermauern 34 Argumente den Beginn der von Claus Vogt prognostizierten Goldpreis-Rallye. Er ist überzeugt, dass sich Ihnen gerade bei den Goldminenaktien atemberaubende Chancen bieten. Gerade hat der für ihn so wichtige Gold-Preisbänder-Indikator ein Kaufsignal generiert. Jetzt ist die Bahn endgültig frei nach oben.

Gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt er den Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN. Lesen Sie in der gerade erschienenen Themenschwerpunkt-Ausgabe „Risikomanagement an der Börse und schwerer Vorwurf an die Fed“ von KRISENSICHER INVESTIEREN, dem Börsenbrief, der Ihr Vermögen schützt und bewahrt, folgende Themen: „Der heilige Gral der Börsianer wird fast immer an den falschen Stellen gesucht“, „Der Weg zum Börsenerfolg führt über ein gutes Risikomanagement“, „Der Zufall spielt eine überaus tückische Rolle“, „Das größte geldpolitische Experiment aller Zeiten ist unwissenschaftlich, undemokratisch und unsozial“, „Die Fed-Politik hat ihre realwirtschaftlichen Ziele verfehlt“, „Die bisher größten Fehler der Fed auf einen Blick“ sowie „Zusammenfassung: Die Ergebnisse von Hussmans Analysen sind eindeutig“. Darüber hinaus lesen Sie in der gerade erschienenen November-Ausgabe von KRSIENSICHER INVESTIEREN: „Niemand wünscht sich eine Rezession“, „Heißer Herbst an den Aktienmärkten“, „Gute Gewinnchance von 16%“, sowie viele lukrative Kaufempfehlungen, die Ihr Depot krisensicher machen. Handeln Sie jetzt.

 Claus Vogt

Herr Claus Vogt

Chefredakteur Krisensicher Investieren


Verwandte Themen