DAX: Wie im Frühjahr 2000 – Gold bietet Ihnen jetzt den sichersten Schutz

Quer gedacht

Sie verfolgen das Unfassbare wahrscheinlich selbst: Der DAX hat seine Draghi-Rally völlig unbeeindruckt von der ökonomischen Realität fortgesetzt und erklimmt immer wieder neue Höchststände. Der Glaube an die segensreiche Wirkung der Gelddruckmaschine hält unvermindert an.

Die Frage ist nur wie lange noch? Denn inzwischen erinnert mich das Geschehen an der Börse auf fatale Weise an die Vorgänge im ersten Quartal des Jahres 2000. Überschriften wie „Die Hausse kann noch Jahre weitergehen“, die ich heute nach dem Frühstück in einer großen Tageszeitung gelesen habe, waren auch damals an der Tagesordnung. Im Jahr 2000 erreichte die Party ihren Höhepunkt übrigens im März.

Schwacher Euro ein Erfolg? Dümmer geht’s wohl nimmer

Tatsächlich versteigt sich die Presse auch jetzt wieder zu ähnlich absurden Äußerungen wie damals, als die völlig überbewertete Telekom-Aktie sogar bei Kursen um 100 € noch als Schnäppchen bezeichnet wurde, das man sich unter keinen Umständen entgehen lassen dürfe. Hier ein weiteres typisches Beispiel wie weit die Verblendung fortgeschritten ist, aus einer Tageszeitung vom 6. März 2015:

„Seit er (EZB-Präsident Draghi) Ende Januar das größte Anleihekaufprogramm der EZB-Geschichte verkündet hat, läuft es deutlich besser in der Euro-Zone. Die jüngsten Wirtschaftsdaten haben sich deutlich aufgehellt. Die Zinsen befinden sich für sämtliche Länder mit Ausnahme Griechenlands auf Rekordtief. Und der Euro, der für den Geschmack der Zentralbank lange zu teuer war, ist am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit elfeinhalb Jahren gestürzt. Es läuft so gut in der Euro-Zone, dass sich viele Beobachter bereits fragen, ob das Programm überhaupt noch auf den Weg gebracht werden muss.“

Was soll man dazu noch sagen? Passagen wie diese erinnern fast schon an die Endsiegparolen, die selbst im Frühjahr 1945 noch über den Äther gejagt und von Teilen der deutschen Bevölkerung sogar noch geglaubt wurden. Realitätsfremder geht es wohl kaum.

Die EZB-Politik ist kein Konjunkturprogramm, sondern Ausdruck höchster Verzweiflung

Die Zinsen sind schließlich nur deshalb auf Rekordtiefs, weil die Zentralbankbürokraten sie mit historisch einmaligen Markteingriffen dorthin manipuliert haben. Damit hat der Zinssatz jede Aussagekraft verloren und seine gesamtwirtschaftliche Steuerungsfunktion eingebüßt.

Außerdem nehmen die Signale zu, die eine deutliche Abschwächung der Weltwirtschaft ankündigen. Sowohl in den USA als auch in China und Japan kühlt sich die Wirtschaft deutlich ab und steuert wahrscheinlich auf eine Rezession zu. Die Journalisten scheinen einen steigenden DAX mit steigendem gesamtgesellschaftlichem Wohlstand und Wirtschafts-wachstum zu verwechseln.

Und eine drastisch fallende Währung als Zeichen der Stärke zu interpretieren, zeugt nicht nur von Unkenntnis der Wirtschaftsgeschichte, sondern auch von einem eklatanten Unverständnis ökonomischer Zusammenhänge. Nein, liebe Leser, es läuft alles andere als gut in der Euro-Zone, die immer mehr der einstigen Ostzone gleicht. Ganz im Gegenteil. Es läuft auf eine gewaltige Katastrophe hinaus. Gerade deshalb suchen die Zentralbankbürokraten ihr Heil ja in geldpolitischen Maßnahmen, die nichts anderes sind als Ausdruck höchster Verzweiflung. Diese Maßnahmen zeugen ganz und gar nicht von geldpolitischer Genialität. Und sie waren noch nie in der Menschheitsgeschichte von einem Happyend gekrönt. Merken Sie sich bitte meine Worte: Noch nie.

Kaufen Sie jetzt Gold und schützen Sie sich und Ihre Lieben

Deshalb kann mein Rat an Sie nur lauten: Kaufen Sie Gold, wenn Sie sich und Ihre Lieben vor den katastrophalen Folgen einer völlig unseriösen Geldpolitik schützen wollen. Die Lehren der Geschichte sind eindeutig und lassen Ihnen eigentlich gar keine andere Wahl.

Denn tatsächlich hat Sie die Entwicklung des Goldpreises seit Anfang 2014 weitgehend vor den Währungsverlusten des Euro bewahrt – obwohl das Edelmetall in Dollar gerechnet seine zyklische Baisse, die 2011 begonnen hat, noch immer nicht beenden konnte.

DAX: Wichtiger Indikator gibt gleiches Warnsignal wie zuletzt Anfang 2000

In der am 24. März 2015 erscheinenden April-Ausgabe unseres Börsenbriefes Krisensicher Investieren werfen wir unter anderem einen analytischen Blick auf die aktuelle Aktienblase, die trotz massiver Warnsignale – inklusive eines erstklassigen charttechnischen Fehlsignals im Oktober vorigen Jahres – noch immer nicht geplatzt ist. Hier zeigt sich, dass das Ausmaß dieser Blase in mancherlei Hinsicht sogar die alten Rekorde aus dem Jahr 2000 überboten hat.

Wie oben bereits erwähnt, erinnert das Börsengeschehen der vergangenen Wochen gerade in Bezug auf den DAX auf frappierende Weise an die Vorgänge des Jahres 2000. Und tatsächlich hat gerade ein wichtiger Indikator ein sehr deutliches Warnsignal für den DAX gegeben. Da es das erste Signal dieses Indikators seit Anfang 2000 ist, sollten Sie es nicht auf die leichte Schulter nehmen und jetzt handeln. Wie? Das erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe von Krisensicher Investieren, die nächste Woche erscheint.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende

Ihr

Claus Vogt, Chefredakteur „Krisensicher Investieren

Dieser Beitrag enthält Auszüge aus Claus Vogts Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN, den er seit November 2013 gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt. Hier verfolgt der ausgewiesene Börsenkenner mit spitzer Feder das Marktgeschehen und unterstützt seine Leser mit fundierten Anlageempfehlungen.


Zum Autor:

Claus Vogt ist Buchautor (Das Greenspan Dossier, Die Inflationsfalle, The Global Debt Trap, jeweils gemeinsam mit Roland Leuschel).

Claus Vogt hat den Beginn einer langfristigen Goldhausse bereits 2001 exakt beim Tiefstkurs von 255$ vorhergesagt und gemeinsam mit Roland Leuschel im Jahr 2000 und 2007 rechtzeitig vor dem Platzen der Spekulationsblasen an den weltweiten Aktien- und Immobilienmärkten gewarnt. Jetzt sieht er das Ende der zyklischen Goldpreis-Baisse und prognostiziert gerade bei den Goldminenaktien atemberaubende Chancen.

Gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt er den Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN. Lesen Sie in der am 24. März 2015 erscheinenden Themenschwerpunkt-Ausgabe „Rohstoffzyklus und Kriege“ von KRISENSICHER INVESTIEREN, dem Börsenbrief, der Ihr Vermögen schützt und bewahrt, folgende Themen: „Säbelrasseln und Kriegstreiberei sind kein Zufall“, „Schuldenschnitte und Enteignungen“, „Rohstoffpreise, Krieg und Frieden“, „Nur Rohstoffe und Edelmetalle schützen Sie vor der Inflation“, „Wo wir uns im aktuellen Zyklus befinden“; „Exkurs: Drei Gründe, warum die offizielle Inflation in den vergangenen Jahren so niedrig war“, „Die aktuelle Aktienblase: Eine Bestandsaufnahme“ sowie „Was Sie jetzt konkret tun müssen, um beim Platzen der Blase nicht als Verlierer da zu stehen“. Darüber hinaus lesen Sie in der gleichzeitig erscheinenden April-Ausgabe „Die Anleihenkäufe der EZB befeuern DAX und US-Dollar – oder?“, aber auch konkrete Kaufempfehlungen, mit denen Sie jetzt von der aktuellen Lage an den Aktienmärkten profitieren.

 Claus Vogt

Herr Claus Vogt

Chefredakteur Krisensicher Investieren


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