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Silber fristet ein Schattendasein - zu Unrecht

 

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02.04.14

Interview mit Thorsten Schulte: Silber fristet ein Schattendasein - zu Unrecht

Silber legte einen glänzenden Start ins neue Jahr hin, rutschte dann aber wieder ab. Wie geht es nun weiter: Gibt es Grund zu neuem Katzenjammer oder berechtigte Hoffnungen? Verunsicherte und auf Vermögensschutz bedachte Investoren sehen das Edelmetall – ähnlich wie Gold – als sicheren Hafen in unsicheren Zeiten. Mit dem Silberexperten Thorsten Schulte sprachen wir über die Perspektiven und die Besonderheiten des häufig als „Gold des armen Mannes“ verunglimpften Edelmetalls.

 
Herr Schulte, in der Finanzszene haben Sie als Buchautor und Chefredakteur des Informationsdienstes „Silberjunge“ Ihre Vorliebe für das mit Abstand günstigste Edelmetall bereits seit Jahren zum Ausdruck gebracht. Gold und Silber beanspruchen beide das Attribut, in unsicheren Zeiten ein „sicherer Hafen“ zu sein. Welches sind für Sie die wichtigsten Vorteile von Silber gegenüber dem gelben Edelmetall?


Gold wird gehortet, Silber wird verbraucht. Während die Industrie beim Gold jährlich nur rund 10 Prozent nachfragt, kommt die Industrie bei Silber auf 45 bis 50 Prozent. Silber spielt in vielen Zukunftstechnologien eine Rolle. Es weist die höchste Leitfähigkeit von Wärme und Elektrizität auf, hat hervorragende Reflexionseigenschaften und noch dazu antibakterielle Wirkung. Der Wert allen in der Menschheitsgeschichte geförderten Goldes liegt gegenwärtig bei rund 7.500 Milliarden Dollar. Die gesamte bisherige Silberförderung kommt nur auf einen Wert von nicht einmal 1.100 Milliarden Dollar, Schmuck und Investments liegen derzeit bei weniger als 560 Milliarden und die oberirdischen Vorräte in Form von Barren und Münzen betragen selbst nach großzügigen Schätzungen nicht einmal 60 Milliarden Dollar. Silberinvestments führen im Vergleich zu Gold zu Unrecht ein völliges Schattendasein. Dabei lebt Gold vor allem vom ideellen Wert, den die Investoren ihm beimessen, da rund 90 Prozent der Jahresnachfrage auf Schmuck und Investments entfallen. Noch dazu ist ein Silberverbot angesichts der mannigfachen Anwendungen in der Industrie kaum praktikabel und somit unwahrscheinlich. Gold kann viel eher verboten werden. Denken Sie an den Ausspruch von Voltaire: "Es ist gefährlich, richtig zu liegen, wenn die Regierung falsch liegt".


Derzeit deuten die extrem niedrigen Inflationsraten eher auf ein deflationäres als ein Inflationsszenario hin. Welche Folgen hätte das Eintreffen eines deflationären Szenarios für Silber?

Wer auf ein Auseinanderbrechen des Euros setzt, muss deflationäre Schockwellen in Europa und weltweit befürchten. Silberinvestments wären dann sicherlich nicht der beste Vermögensspeicher! Denn Silber ist der beste Inflationsschutz, der Rohöl oder Gold wie in den 70er-Jahren und seit Beginn der Rohstoffhausse im Oktober 2001 klar geschlagen hat. Silber hat seitdem sogar im Vergleich zu allen anderen Rohstoffen weiter die Nase vorn und konnte bis April 2011 sogar um 1.083 Prozent zulegen. Aber zum Euro: Draghi hat doch in seiner Rede in London am 26. Juli 2012 unmissverständlich klar gemacht, dass die EZB alles Notwendige tun wird, um den Euro zu erhalten. Wer an einen deflationären Kollaps in China glaubt, sollte von Silber auch nicht viel erwarten. Chinas Regierung hatte jedoch schon 2008 Panik davor, dass die damalige Weltwirtschaftskrise auch einen Deflationsschock im eigenen Land auslösen könnte, und daraufhin das weltweit größte Konjunkturpaket relativ zu ihrer Wirtschaftskraft aufgelegt. Heute muss sie angesichts der in den letzten Jahren unglaublich gewachsenen Schuldentürme noch viel größere Furcht davor haben. Nun habe ich Mitte 2008 vor einem Deflationsschock gewarnt, aber die Frühindikatoren wie die Geschäftserwartungen der deutschen Chemie, globale Einkaufsmanagerindizes und weitere Indikatoren machen mir seit Ende 2013/Anfang 2014 wieder Mut. Die Zeichen stehen derzeit auf Wachstum und daher setzte ich unterhalb von 20 US-Dollar in den letzten Wochen und Monaten auf einen Ausbruch des Silberpreises nach oben. Angst vor weltweiter Deflation führt die Investoren auf den Holzweg!


Seit dem Jahreswechsel hat sich Gold deutlich besser entwickelt als Silber. Was glauben Sie, wer am Ende des Jahres die Nase vorn haben wird – normalerweise wird ja Silber als gehebeltes Goldinvestment bezeichnet?

Also Silber hat im Zuge der Rohstoffhausse seit Oktober 2001 die Nase vorn mit einem Zuwachs von aktuell rund 400 Prozent. Kurze Beobachtungszeiträume führen doch völlig in die Irre. Nochmals betone ich, dass in Inflationsphasen Silber überzeugen kann. Hier spielt es seine Stärke als Industrierohstoff und Edelmetall zugleich aus. Silber hatte ja bei seinem Hoch am 25. April 2011 1.083 Prozent seit Oktober 2001 gewonnen, während Gold bei seinem Rekordhoch am 6. September 2011 auf ein Plus von 597 Prozent kam. Die Faustformel, wonach in finalen Haussephasen der Edelmetalle Silber zweimal so gut performt wie Gold, passt also.


2013 hat die Hebelwirkung von Silber leider nach unten gegriffen und dem „kleinen Bruder von Gold“ einen stärkeren Jahresverlust beschert. Welche Umstände waren Ihrer Meinung für den heftigen Kursrutsch hauptverantwortlich?

Um es klar auf den Punkt zu bringen: Die physischen Märkte gaben weder bei Gold noch bei Silber den Ausschlag. Bei Silber legte die Industrienachfrage sogar zu und die Ausweitung der Minenproduktion konnte nahezu völlig durch die Verringerung des zurückgewonnenen Silbers ausgeglichen werden. Für mich gab es eine ganze Reihe von manipulativen Eingriffen über den Terminmarkt, also die Papiermärkte für Gold und Silber. Zunächst: Das Wesen der Manipulation ist, dass man sie nicht wahrnimmt. Den Manipulatoren geht es um die Marktbeeinflussung zum eigenen Vorteil. Seit Langem werde ich nicht müde, auf die gezielte Beeinflussung des Silbermarktes hinzuweisen. Als Erstes wurden kriminelle Machenschaften der Banken am US-Hypothekenmarkt bekannt, dann folgte der Libor-Skandal, der US-Energiemarkt, jüngst der Devisenmarkt. Aber die "Banken-Saubermänner" sollen bei Gold und Silber wahre Edelmänner sein. Für mich eine groteske Vorstellung und dennoch können sich die meisten Kapitalanleger Eingriffe an den Edelmetallmärkten nicht vorstellen. Lassen wir Fakten sprechen: Die vier größten Akteure am US-Terminmarkt für Silber haben derzeit und dauerhaft so große Leerverkäufe in Prozent der Jahresnachfrage wie bei keinem anderen Rohstoff. Bei Silber haben diese vier größten Händler aktuell 20,5 Prozent einer Jahresnachfrage netto leerverkauft gegenüber 7,6 Prozent bei Gold, nur 1,15 Prozent bei Kupfer und winzigen 0,01 Prozent bei Rohöl. Weder während des großen Preiseinbruchs Mittel April 2013 noch danach haben sie diese Leerverkäufe des Silber-Futures reduziert. Wenn sie diese Verkaufspositionen am Terminmarkt einzudecken beginnen, wird der Preis schnell deutlich zulegen – vermutlich haben sie es deshalb noch nicht getan! Denn dann wäre der Kursrutsch nur von sehr kurzer Dauer gewesen. Durch die Streckfolter will man anscheinend höchste Verunsicherung unter Silberinvestoren schüren. Ende Januar teilte mir ein Berater einer Schweizer Großbank mit, dass einer seiner sehr vermögenden Kunden zeitgleich um die Veräußerung einer millionenfachen Edelmetallposition bat. Der Mann sei enttäuscht und traue Gold und Silber keine Wertgewinne mehr zu. Er sah, wie ich, diese Kapitulation seines Kunden als gutes Zeichen dafür, wie fortgeschritten die Streckfolter ist. Aus antizyklischer Sicht also ein Kaufsignal. Lassen Sie mich noch ein konkretes Beispiel für Manipulationen aufzeigen. Zwischen 23 Uhr und 1 Uhr nachts sehen wir die umsatzschwächste Zeit während des Silber-Future-Globex-Handels. Am Montag, dem 20. Mai 2013, kam es unmittelbar nach Mitternacht bis 0.15 Uhr zum Verkauf von über 14 Millionen Silberunzen. Wo sonst nur ein kleines Rinnsal fließt, floss plötzlich ein reißender Strom. Wer am Wochenende zuvor zu der Erkenntnis gekommen war, er müsse sein Silberinvestment abstoßen, wäre doch mit dem Klammerbeutel gepudert gewesen, dies unmittelbar nach Mitternacht in diesem umsatzschwachen Markt zu tun. Wer das tat, kann also unmöglich die Maximierung seines Verkaufserlöses als Motiv gehabt haben. Jeder sollte selbst darüber nachdenken und eine Antwort geben. Interessant war für mich, dass die Financial Times sofort am nächsten Tag schrieb, Silber sei ja aufgrund seiner hohen Schwankung das Metall des Teufels. So kann dann Silber verunglimpft werden, wie beispielsweise in der Überschrift eines Artikels der Nachrichtenagentur Bloomberg am 19. Dezember 2013: "Silber als Wertspeicher ungeeignet". Da Kurse Nachrichten machen, kann ich mit der geschickten Beeinflussung von Kursen Nachrichten produzieren, die Investoren verunsichern. Und so kommen sie dann an die Gold- und Silberbestände der zittrigen Privatanleger, die ihnen auf den Leim gehen. Dass dies so ist, zeigt Ihnen mein Beispiel des Bankers der Schweizer Großbank. Für diejenigen, die noch immer in meiner Argumentation mehr Dichtung als Wahrheit, also Verschwörungstheorien vermuten, noch folgender Hinweis bzw. folgende Geschichte zum Nachdenken: Bitcoins traten ihren gewaltigen Siegeszug im Jahre 2013 an und somit genau in dem Jahr, das für Goldinvestoren so schmerzhaft war. Gold, das über Jahrhunderte und Jahrtausende eine Fluchtburg für diejenigen war, die den Regierungen und Zentralbanken nicht trauten, wurde fluchtartig verlassen. Schließlich sei die Krise ja vorbei und ein Schutz vor dem Platzen der gigantischen weltweiten Papiergeldblase anscheinend nicht mehr opportun. Demnach hätte die Sorge und Angst, die Motor für die Bitcoin-Bewegung ist, ja gar nicht mehr in den Köpfen der Investoren spuken dürfen. Food for Thought!


In Ländern wie China und Indien ist der private Besitz von Gold erst seit 2002 bzw. 1990 erlaubt. Und selbst in Europa und in den USA war der Besitz des gelben Edelmetalls vor nicht allzu langer Zeit eine Straftat. Droht dem Edelmetall Silber ein ähnliches Schicksal, falls die globalen Finanzsysteme nicht mehr funktionieren sollten?

In Deutschland wurde im Zuge der Hyperinflation der Besitz von Devisen und allen vier Edelmetallen verboten. Damals spielten Silber, Platin und Palladium aber in der Industrie noch kaum oder keine Rolle. Denken Sie nur an die Autokatalysatoren bei Platin und Palladium oder die Solarbranche bei Silber heute. Heute ist für mich ein Silberverbot mit so großem administrativem Aufwand verbunden, dass es nicht praktikabel ist. Im Übrigen liegt der Silberbesitz der Deutschen nach Schätzungen derzeit bei 6 bis 7 Milliarden Euro lächerlich winzig im Vergleich zu über 5.070 Milliarden Euro Geldvermögen der Bundesbürger und über 6 Billionen privatem Immobilienvermögen. Das Goldvermögen in physischer Form liegt bei unter 140 Milliarden Euro gegenwärtig. Wenn überhaupt, dann dürfte nur dieses nennenswert sein und im Falle einer Krise Begehrlichkeiten beim Staat wecken. Daher ziehe ich, wie gesagt, Silber vor.

Dass man beim Kauf von Silber stärkere Nerven benötigt als bei Gold, lässt sich bei Betrachtung der entsprechenden Risikokennzahl Volatilität zweifelsfrei feststellen. Warum sollten sich deutsche Anleger – die mehrheitlich als tendenziell risikoavers gelten – Ihrer Meinung nach dennoch einen „Silberschatz“ zulegen?

Wie diese Volatilität gezielt in dem engen Markt hervorgerufen wird, habe ich ja am Beispiel vom 20. Mai 2013 bereits ausgeführt. Wichtig ist für die Anleger, dass sie langfristig und antizyklisch investieren. Im April 2011 warnte ich vor einer Korrektur unter 30 oder unter 25 US-Dollar, obwohl ich 2009 und 2010 wohl einer der größten Fürsprecher in Deutschland war. Der große Keynes hatte sich nach einem 80-prozentigen Vermögensverlust im Zuge einbrechender Rohstoffmärkte in den Jahren 1928 und 1929 von der kurzfristigen auf die langfristige Spekulation verlegt. So kam er dann in den 30er-Jahren zu großem Vermögen. Die Freunde kurzfristiger Zockerei können Keynes’ Zitat "Langfristig sind wir alle tot" jetzt entgegnen, aber dies überzeugt mich nicht. Silber führt ein Schattendasein als Investment. Was jeder schon hat und weiß, macht mich nicht heiß.


Für die besonders „Betuchten“ unter uns stellt sich der Kauf und das Verwahren einer größeren Silberposition nicht ganz leicht dar, schließlich würden bereits 100.000 Euro Silber auf Basis der aktuellen Silberpreise fast 160 Kilogramm wiegen. Welchen Tipp hätten Sie für dieses „Luxusproblem“ parat?

In meinem ersten Buch "Silber – das bessere Gold" schrieb ich zu diesem Volumenargument: "Spöttisch könnte ich anmerken, dass wir mit einem Silberinvestment potenziellen Dieben wesentlich mehr Mühe beim Forttragen bereiten". Im Ernst, 100 oder 200 Kilogramm können wir in größeren Banksafes problemlos unterbringen. Ich empfehle allerdings auch, Zollfreilager in der Schweiz ins Auge zu fassen. Hier ist der Erwerb umsatzsteuerfrei möglich und die zugegeben höheren jährlichen Entgelte für die Lagerung umfassen allerdings auch eine hervorragende Sicherheit bei der Aufbewahrung.


Über die Mehrwertsteuer hat der Staat die Attraktivität von Silberbarren und -münzen bereits negativ beeinflusst. Welche Empfehlungen können Sie Anlegern geben, die den Kauf von Silbermünzen bzw. -barren planen? Wo bekommen sie am meisten Silber für ihr Geld?

Einige Edelmetallhändler nutzen ja die Differenzbesteuerung beim Silber, sodass die Erhöhung des Umsatzsteuersatzes von 7 auf 19 Prozent für Silbermünzen kaum zu höheren Preisen führt. Nochmals erwähne ich Zollfreilager in der Schweiz. Und einen Teil kann man auch in börsengehandelten Fonds anlegen, um in starken Anstiegsphasen auch schnell Kasse machen zu können. Den ETC der Deutschen Bank lehne ich dabei allerdings ab, da er das Silber auf der britischen Kanalinsel Jersey aufbewahrt. Ich bevorzuge da klar die ETFs der ZKB, die auch Deutsche über den Börsenplatz Zürich kaufen können. Deutsche Anleger sollten allerdings stets berücksichtigen, dass der physische Besitz von Gold und Silber nach 12 Monaten Haltedauer steuerfrei ist.


Aus charttechnischer Sicht kann man dem Silberpreis trotz der positiven Tendenz der vergangenen Wochen noch keinen Turnaround attestieren. Wie stufen Sie die Chancen ein, dass wir diesen 2014 sehen werden?


Silber scheiterte im Februar zunächst am langfristigen Abwärtstrend seit April 2011, der Anfang April bei rund 21,65 US-Dollar verläuft. Trotz der Preisschwäche und der Deckelung des Silberpreises bei um die 22 US-Dollar stieg der Optimismus der nordamerikanischen Analysten und Berater für Silber weiter an. Ein weiteres Warnsignal. Nach der längsten Seitwärtsbewegung des Silbertiefs im Jahre 2001 von November 2013 bis Februar 2013 kam es dann am 20. März 2014 zu einem Einbruch des Silberpreises unter das Ausbruchsniveau von 20,5 bis 20,6 US-Dollar. Für Chartisten ein sehr negatives Zeichen. Derartige Fallstricke lauern auf uns Silberinvestoren allerdings immer wieder. Hier werden gezielt Bärenfallen aufgebaut, die die Investoren auf eine falsche Fährte locken sollen. Zwischen 17 und 20 US-Dollar befindet sich eine so starke Unterstützung, dass das Chance/Risiko-Profil derzeit ausgezeichnet ist. Der jüngste Einbruch ändert daran nichts. Meinen Lesern zeigte ich in den letzten Wochen, dass der alte CRB-Rohstoffindex mit 17 gleichgewichteten Rohstoffen oftmals vor Silber steigt bzw. zunächst stärker steigt, und Silber am Ende positiv überrascht. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir den erwähnten langfristigen Abwärtstrend in diesem Jahr brechen werden. Da ich stark antizyklisch investiere in Abhängigkeit von Sentiments, Terminmarktpositionierungen, der Medienberichterstattung, weltwirtschaftlichen Frühindikatoren und Geldmengenentwicklungen bin ich der Auffassung, dass genaue Kursziele kaum sinnvoll sind.

Dennoch sage ich, dass 30 bis 40 Dollar in den kommenden ein bis zwei Jahren schnell drin sind und ich fest an neue Kurshochs glaube. Was machte mich gerade Anfang 2014 so optimistisch? Ende April 2011 warnte ich rechtzeitig vor einer Korrektur aufgrund drohender Marginerhöhungen (die dann kamen) und der Überkauftheit sowie der Euphorie der Marktteilnehmer. In den Monaten Mai, Juni und Juli 2011 schwand dann auch mein Optimismus für die Weltwirtschaft, was den Ausblick für Silber weiter eintrübte und mich seitdem vor der Streckfolter warnen und um Engelsgeduld bitten ließ. Jetzt besteht die Chance, dass das genaue Gegenteil geschieht. Heute sehe ich eine eindeutige überverkaufte Situation und aus der Euphorie der Edelmetallfreunde wurde bestenfalls Apathie und schlimmstenfalls Hoffnungslosigkeit, mit der Folge des Verkaufs der Metalle. Dies rechtfertigt nunmehr eine Gegenbewegung, wie die damalige Euphorie einen Einbruch begründete. Kommt sie, haben wir gute Chancen, dass im weiteren Jahresverlauf auch die Weltwirtschaft und somit das fundamentale Umfeld Rückenwind geben. Daher habe ich im Januar und Anfang Februar meinen Lesern die rekordhohen Verkaufspositionen im Silberfuture der Groß- und Kleinspekulanten, den gesunkenen Optimismus der Analysten und Berater für Silber nach langjährigen Datenreihen, die Wendesignale der Frühindikatoren der Weltwirtschaft und vieles mehr vor Augen geführt, um sie gegen die Streckfolter der Manipulatoren zu immunisieren. Dabei wies ich auch darauf hin, dass wir es von Mitte November 2013 an mit einer beispiellos engen und langen Seitwärtsbewegung zu tun hatten, wie ich sie seit Beginn der Rohstoffhausse Ende 2001 im Silbermarkt nie beobachten konnte. Genau hier greifen meine antizyklischen Investmentansätze. Dabei schaue ich mir auch die Verhaltensmuster bestimmter anderer Rohstoffe an, die interessante Schlussfolgerungen für den Silbermarkt ermöglichen. Mit Blick auf die mittel- bis langfristigen Chancen bin ich höchst tiefenentspannt! 

 Hier finden Sie die Website von Thorsten Schulte alias Silberjunge: www.silberjunge.de
 

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02.04.14
 

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