Hauptinhalt

 
   

Goldreport - Ausgabe 10/2018

 

Chartanalyse

31.10.17

Goldreport pro aurum


Ausgabe 10 / 2017

Gold: Im Oktober erneut an 1.300 Dollar gescheitert

Der Goldpreis versuchte sich im abgelaufenen Monat erneut an der Marke von 1.300 Dollar – und scheiterte. Kein Wunder, schließlich scheint das Vertrauen der Anleger in konkurrierende Anlageklassen wie Aktien, Immobilien sowie Bankeinlagen und Bargeld weiterhin sehr hoch zu sein.


Bundesbank meldet gestiegene Geldvermögen

Mitte Oktober veröffentlichte die Deutsche Bundesbank ihre aktuelle Statistik zur Entwicklung des Geldvermögens privater Haushalte im zweiten Quartal – mit interessanten Erkenntnissen. Gegenüber dem Vorjahresquartal hat sich das Geldvermögen der Deutschen von 5.406,9 Milliarden auf 5.722,6 Milliarden Euro (+5,8 Prozent) erhöht, wobei mit 39,3 Prozent der Löwenanteil dieses Betrags auf das Konto „Bargeld und Einlagen“ ging, während das geringste Interesse bei Schuldverschreibungen (2,2 Prozent) zu verzeichnen war. Besonders interessant: Auf Jahressicht war bei „Bargeld und Einlagen“ ein Zuwachs von 5,4 Prozent erzielt worden, während bei Anleihen ein Minus von 6,1 Prozent zu Buche schlug.

Robert Hartmann, Gründer und Geschäftsführer von pro aurum, gibt zu bedenken, dass dieses Vermögen größtenteils in den vermeintlich sicheren Anlageklassen Lebensversicherungen und kurzfristige Liquidität (Cash) steckt. Der Edelmetallexperte sagt: „Das birgt gewisse Risiken, denn die Lebensversicherungen haben für das Geld der Sparer überwiegend Anleihen gekauft. Hier sehen wir ein Ende der seit 30 Jahren anhaltenden Super-Hausse. Steigen die Zinsen, so fallen die Kurse der Anleihen und hinterlassen Verluste im Portfolio der Anleger.“ Sein Fazit lautet: Die Quote für Bargeld und Einlagen fällt mit 2.247,6 Milliarden sicherlich zu hoch aus.

Außerdem merkt Hartmann an, dass die neu installierten Bail-in-Regeln im Ernstfall dazu führen, dass Guthaben der Bankkunden nur noch bis zu einem Höchstbetrag von 100.000 Euro pro Bankkunde durch die Einlagensicherungsinstrumente abgesichert sind. Gespräche von pro aurum Beratern mit vermögenden Privatkunden kreisen stets um das Dilemma des derzeitigen Anlagenotstands. Anleihen und Aktien erscheinen vielen Anlegern überreizt und Immobilien befänden sich zumindest in den Ballungsräumen in einer Blasenbildung. Dies sei der Hauptgrund, dass die Menschen einen nicht unerheblichen Teil ihrer Ersparnisse auf dem Tagesgeldkonto parken – obwohl die Verzinsung bei null liegt und somit eine negative Realverzinsung bzw. Vermögensvernichtung sicher ist. Dass zuletzt immer mehr Deutsche Gold und Silber gekauft haben, sollte daher niemanden wundern.   


Goldenes Jahrzehnt – Made in Germany

Der World Gold Council fand in seiner Studie heraus, dass die Deutschen in den vergangenen Jahren zu Weltmeistern beim Goldkauf mutierten und erwähnte dabei auch die bedeutende Rolle von pro aurum. Zwar kaufen andere Länder wie China oder Indien insgesamt wesentlich mehr Tonnen des gelben Edelmetalls, gemessen an der Einwohnerzahl ist Deutschland aber spitze. Robert Hartmann überraschte diese Information allerdings nicht. Als am 1.April 2005 das Fernabsatzgesetz im Bundesrat geändert und somit rechtsverbindliche Käufe von Münzen und Barren über das Internet möglich wurden, brach im deutschen Edelmetallhandel eine neue Ära an. Bis dahin konnten deutsche Privatanleger de facto nur bei ihrer Hausbank kaufen und verkaufen. Am Tag der Ratifizierung des Gesetzes im Bundesrat war pro aurum mit dem deutschlandweit ersten Onlineshop für Gold am Start. Das Interesse der Investoren war von Beginn an groß und weist bis heute ein kontinuierliches Wachstum aus.

Es folgten mitunter turbulente Jahre. Zu Zeiten der Finanzkrise kam es zum Beispiel im Zeitraum von 2009 bis 2011 mehrmals zu der Situation, dass Goldbarren und Goldmünzen in Deutschland praktisch ausverkauft waren. Die Folge waren ungewöhnlich lange Lieferzeiten für den Krügerrand und Co. von bis zu vier Wochen. Robert Hartmann kann sich an diese Zeit noch gut erinnern und sagt: „Die Onlineplattformen von pro aurum wurden in diesem Zeitraum dreimal für mehrere Stunden offline gestellt, da gleichzeitig mehrere Hundert Kunden im Goldhaus in München und in den anderen pro aurum Lokationen Schlange standen. Wir mussten damals entscheiden, ob die noch vorhandene Ware an diese Kunden oder eben an unsere Online-Gemeinde ausgeliefert wird.“ Mitarbeiter von pro aurum arbeiteten während dieses „Ausnahmezustands“ im Zweischichtbetrieb und an Wochenenden, um die enorme Auftragsflut zu bewältigen. Seitdem hat sich die Lage aber wieder deutlich entspannt. Die großen Player am Markt haben ihre Lagerhaltung erheblich aufgestockt, können so Nachfragespitzen besser ausgleichen und sind somit länger lieferfähig. Bei einer erneuten Krisenlage mit ungewöhnlich hoher Nachfrage wird das aber nur dafür reichen, etwas länger durchzuhalten als während der Kaufpaniken zwischen 2009 und 2011. 


EZB verkündet Kurswechsel „light“
Am 26. Oktober teilte EZB-Chef Mario Draghi der Öffentlichkeit mit, die Anleihekäufe von bislang 60 Milliarden auf 30 Milliarden zu halbieren. Das hört sich zunächst einmal nach einem relativ starken Tritt auf die „geldpolitische Bremse“ an. Dass das Gegenteil der Fall war, zeigten der nachfolgende Jubel der Börsianer und die geplante Dauer der reduzierten Stützungskäufe. Diese sollen nämlich bis mindestens September 2018 durchgeführt werden, obwohl der ursprüngliche Plan ein Ende für Dezember 2017 in Aussicht gestellt hatte. Robert Hartmann geht zudem davon aus, dass die Entscheidung nicht aus tiefster Überzeugung getroffen wurde. Er sagt: „Nicht die EZB-Oberen, sondern die geltenden Obergrenzen definieren das Ende des wahnsinnigen Anleihe-Aufkaufprogramms.“ Edelmetallprofi Hartmann erinnert daran, dass der Europäische Gerichtshof und das Bundesverfassungsgericht die Anleihekäufe nur unter dem Vorbehalt genehmigt hätten, dass die Notenbanker ihre selbst gesetzten Obergrenzen des Kaufprogramms einhalten. Um nicht dominanter Gläubiger der Staaten zu werden, sollte die EZB nicht mehr als ein Drittel der Anleihen einzelner Staaten kaufen. Edelmetallprofi Hartmann geht zwar davon aus, dass 2018 die EZB-Käufe versiegen werden, ein Anheben der Leitzinsen könne aber noch dauern. Zur Erinnerung: Die US-Notenbank Fed hat sich für den ersten Zinsschritt nach oben mehr als zwölf Monate Zeit gelassen.


Oktober verläuft bestenfalls zufriedenstellend

Robert Hartmann beschrieb das Umsatzvolumen im Oktober mit „bestenfalls zufriedenstellend“. Gefreut hat er sich allerdings darüber, dass wieder mehrere Einzelorders im unteren siebenstelligen Bereich abgewickelt wurden. Vermögende Privatkunden schichten also weiter um. Edelmetallprofi Hartmann weist darauf hin, dass diese Anlegergruppe einen Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren hat und vor allem auf Sicherheit und Kaufkrafterhalt bedacht ist. Als meistgehandelte Gattungen erwiesen sich im Oktober die Goldunzen Krügerrand und Maple Leaf sowie verschiedene Motive des Sovereign (Ein-Pfund-Goldmünzen aus England). Bei den Goldbarren konzentrierte sich die Nachfrage auf die Gewichtseinheiten 100 Gramm und 250 Gramm. Die großen Einzelorders wurden hingegen fast ausnahmslos über Ein-Kilogramm-Goldbarren umgesetzt. 

Hinweis in eigener Sache: Am 25. November veranstaltet pro aurum in der Firmenzentrale in München das „Goldhaus-Symposium“ mit fünf exklusiven Experten-Vorträgen. Gehalten werden diese von Uwe Bergold (GR Asset Management), Peter Kestner (KPMG), Hans-Günter Ritter (Heraeus), Jürgen Birner (pro aurum) und Ralph Malisch (Smart Investor). Dabei werden folgende Themen behandelt: globale Verschuldungskrise, Cyberkriminalität, von der Mine zum Goldbarren, richtig in Edelmetalle investieren und Bitcoin versus Gold. Das Goldhaus-Symposium ist kostenpflichtig (29,00 Euro) und eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Die Veranstaltung findet von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr statt, der Einlass beginnt um 10.30 Uhr. Hier finden Sie weitere Informationen.


Drei Fragen an die Privatkunden von pro aurum

An der Stimmungsumfrage von pro aurum haben sich im Oktober 432 Personen (September: 327) beteiligt. Trotz des Abprallers an der Marke von 1.300 Dollar nahm die Kauflaune spürbar zu. So hat sich gegenüber September der Anteil der Kaufwilligen von 45,1 auf 49,4 Prozent erhöht. Damit waren Anleger mit abwartender Haltung mit 50,6 Prozent (Vormonat: 54,9 Prozent) nur noch ein bisschen zahlreicher vertreten.



Befragt nach der Bewertung von Edelmetallen hat sich im Berichtszeitraum eher wenig getan. So waren 68,9 Prozent der Befragten (September: 68,2 Prozent) der Meinung, dass Edelmetalle derzeit unterbewertet sind. Nach 23,5 Prozent im September attestieren mittlerweile 21,6 Prozent der Anleger Edelmetallen eine faire Bewertung. Eine Überbewertung sehen derzeit 9,5 Prozent der
Umfrageteilnehmer (Vormonat: 8,3 Prozent).



Bei der Frage nach den Preisperspektiven von Edelmetallen für das kommende Quartal war ein nachlassender Optimismus unverkennbar. Eine Mehrheit von 48,0 Prozent der Befragten (September: 49,1 Prozent) erwartet zwar weiterhin seitwärts tendierende Edelmetallpreise. Unter den Optimisten war auf Monatssicht aber ein markanter Rückgang registriert worden. Deren Quote reduzierte sich nämlich von 40,7 auf 35,6 Prozent. Bergauf ging es hingegen mit dem Anteil der pessimistischen Anleger. Fallende Preise prognostizieren gegenwärtig 16,4 Prozent (Vormonat: 10,2 Prozent) der Befragten.


Chartanalyse von pro aurum Partner Uwe Bergold: Gold-Silber-Ratio signalisiert zunehmenden Inflationsdruck

Da Gold eine stärkere monetäre Komponente (Rohstoff-Komponente nur sehr gering) beinhaltet als Silber (Rohstoff-Komponente sehr hoch), kann der mittelfristige Trend des Verhältnisses beider Edelmetalle Aufschluss über den Inflationsdruck (genauer gesagt: Konsumentenpreisdruck) geben. Steigt das Gold-Silber-Ratio, dann steht die monetäre Komponente im Vordergrund und der Inflationsdruck nimmt ab. Fällt dagegen dieses Verhältnis, dann überwiegt die übergewichtige Rohstoffkomponente des Silbers, was den Inflationsdruck zunehmen lässt. Der antizipierte Rohstoffpreisanstieg zeigt sich zuerst in den Erzeugerpreisen und daraufhin zeitverzögert letztendlich in den Konsumentenpreisen. Das Gold-Silber-Ratio generierte sein letztes zyklisches Hoch im Januar 2016 bei einem Stand von 83, was gleichzeitig ein mittelfristiges Rohstoffpreistief darstellte. Aktuell notiert es noch immer bei 75 (siehe hierzu den oberen Teil der Abbildung). Die letzten drei Tiefststände (gleichzeitig mittelfristige Silberpreishöchststände bei 6, 20 und 50 USD/oz) lagen zwischen 30 und 40. Das langfristig historische Gold-Silber-Ratio liegt bei etwa 15! Die Momentum-Indikation auf Monatsbasis hat im September für das Edelmetall-Verhältnis wieder ein Verkaufssignal oder reziprok für Silber ein Kaufsignal generiert (siehe hierzu unteren Teil der Abbildung). Stellen Sie sich somit für die kommenden Monate auf steigende Rohstoffpreise und daraus ableitend auf einen zunehmenden Inflationsdruck (Konsumentenpreisanstiegs-druck) ein.



Regierungskunst besteht darin, so viel Geld wie möglich einer Klasse von Bürgern zu nehmen und es den anderen zu geben.“

Voltaire (französischer Philosoph)


Innovatives Investmentkonzept im Rahmen der Makroökonomischen Zyklik

Wir decken mit unseren drei Investmentfonds (Internationale Mischfonds), während der strategischen Gold-& Hausse, alle Segmente der Edelmetall- und Rohstoffaktien ab:

- pro aurum ValueFlex (WKN: A0Y EQY)
  Schwerpunkt: Gold, Large-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

- GR Noah (WKN: 979 953)
  Schwerpunkt: Mid-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

- GR Dynamik (WKN: A0H 0W9)
  Schwerpunkt: Small-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien



Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater.

© Global Resources Invest GmbH & Co. KG 

Hier können Sie den Goldreport auch als PDF downloaden.

Ihr Ansprechpartner bei der pro aurum KG:
Benjamin Summa, Unternehmenssprecher
Telefon: +49 (89) 444 584 344
Mobil: +41 78 693 97 21
E-Mail: benjamin.summa@proaurum.de

 

Disclaimer:
Alle auf diesen Internet-Seiten enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers der Dokumente und stimmen nicht notwendigerweise mit denen dritter Personen überein. Die pro aurum KG gibt keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Vollständigkeit und Richtigkeit der Informationen oder Meinungen auf diesen Internet-Seiten ab. Die pro aurum KG übernimmt keine Haftung für Verluste, die durch die Verwendung dieser Informationen verursacht werden oder damit in Zusammenhang stehen. Die auf diesen Internet-Seiten zur Verfügung gestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung zum Erwerb von Finanzinstrumenten dar. Es handelt sich auch nicht um Finanzanalysen. Die auf diesen Internet-Seiten der pro aurum KG bereitgestellten Informationen können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Finanzinstrumente sollte auf keinen Fall auf der Grundlage dieser Informationen erfolgen. Bitte beachten Sie die Angaben zum Stand der Informationen. Die Informationen können durch aktuelle Entwicklungen überholt sein, ohne dass die bereitgehaltenen Informationen geändert wurden. Das Nutzungsverhältnis dieser Internet-Seiten der pro aurum KG unterliegt deutschem Recht. Gerichtsstand ist München. 

Die Informationen auf diesen Internet-Seiten sind Informationen der pro aurum KG. Sie richten sich nur an Personen, die ihren dauerhaften Wohnsitz/Geschäftssitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Sie richten sich ausdrücklich nicht an US-Personen und Personen mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, im Vereinigten Königreich oder in anderen Ländern als der Bundesrepublik Deutschland.

 


Auf Twitter folgen:
pro aurum TV abonnieren:
 
31.10.17
 
text
text
text

text
text
text