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Goldreport - Ausgabe 07/2017

 

Chartanalyse

28.07.17

Goldreport pro aurum


Ausgabe 07 / 2017

Heißes Auf und Ab im Juli

Nach miserablem Start in den Juli fing sich das gelbe Edelmetall knapp über der 1.200-Dollar-Marke wieder und drehte nachfolgend recht dynamisch nach oben. Der massive Ausverkauf großer Terminspekulanten sollte nun überstanden sein und der Goldpreis könnte einen zumindest temporären Boden ausgebildet haben.
 

Massiver Verkaufsdruck an den Terminmärkten

Das die Preise für Gold seit Jahren nicht an den Kassamärkten, sondern den Terminbörsen „gemacht“ werden, dürfte den meisten Goldanlegern bereits hinlänglich bekannt sein. In den Monaten Juni und Juli haben an der Commodity Exchange, dem wichtigsten Terminmarkt für Gold, vor allem große Terminspekulanten (Non-Commercials) massiv Futures auf Gold verkauft und dadurch den Rücksetzer des Goldpreises um in der Spitze sieben Prozent maßgeblich verursacht. So hat diese Gruppe von Marktakteuren  seit dem 6. Juni ihr Long-Engagement von 312.200 auf 217.200 Kontrakte (-30,4 Prozent) zurückgefahren und zugleich die Zahl short positionierter Futures von 107.800 auf 157.100 Kontrakte (+45,7 Prozent) erhöht. Dadurch brach die Netto-Long-Position, die einen grundsätzlichen Optimismus zum Ausdruck bringt, regelrecht ein. Sie kollabierte im Berichtszeitraum um 70,6 Prozent  von 204.500 auf aktuell 60.100 Futures (Stand: 18. Juli 2017). Vor diesem Hintergrund kann man die moderate Reaktion des Goldpreises fast schon als Anzeichen von relativer Stärke interpretieren. In den vergangenen Jahren folgten auf solch massive Verkaufswellen häufig kräftige technische Erholungsphasen bzw. starke Aufwärtstrends. Ob wir an den Terminmärkten das Schlimmste überstanden haben oder der Ausverkauf weiter anhält, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Robert Hartmann, Gründer und Geschäftsführer von pro aurum, merkt diesbezüglich an, dass die kommerziellen Händler (Commercials) in den vergangenen Wochen  einen Großteil Ihrer Shortpositionen abgebaut haben. Auf Basis der Marktdaten vom 18. Juli hielten sie 73.635 Shortkontrakte à 100 Unzen Gold, was einer Menge von rund knapp 7,4 Millionen Unzen oder umgerechnet rund 229 Tonnen Gold entspricht. Zur Erinnerung: Sechs Wochen zuvor war noch ein Wert von über 216.000 Futures ausgewiesen worden. Hartmann sieht dies positiv und sagt: „Das Verhältnis der Shortpositionen zu den Longpositionen der kommerziellen Händler erreichte mit 1,48 Werte, bei denen es in der Vergangenheit oft zu signifikanten Aufwärtsbewegungen beim Goldpreis kam.“

Den Transaktionen der spekulativ getriebenen Marktteilnehmer, die im selben Zeitraum  ihre Longpositionen markant und schnell abgebaut haben, sieht der Edelmetallprofi relativ gelassen entgegen und erklärt: „Unterm Strich glaube ich nicht, dass hier in den nächsten vier Wochen noch  großer Verkaufsdruck aufkommen wird. Vielmehr halte ich es für wahrscheinlicher, dass es zu Eindeckungen von Shortpositionen kommen wird,  falls sich der Goldpreis auf Basis des Wochenschlusskurses über der charttechnisch wichtigen Marke von 1.265 Dollar stabilisieren sollte.“


Gold kann von Dollarschwäche nicht profitieren

Normalerweise wird den beiden Anlageklassen Dollar und Gold eine negative Korrelation attestiert. Geht es mit der US-Währung bergab (bergauf), tendiert das gelbe Edelmetall stärker (schwächer). Doch diese Wechselwirkung hat in den vergangenen 12 Monaten eher nicht gegriffen. Während dieses Zeitraums hat sich nämlich der Dollar gegenüber dem Euro um fast sechs Prozent verbilligt. Davon konnte der Goldpreis hingegen nicht profitieren und verbuchte für diesen Zeitraum auf Dollarbasis ein Minus von acht Prozent. Offensichtlich nutzen Anleger die Schwäche des Greenback nicht zur Flucht in den Krisenschutz Gold, sondern investieren ihr Kapital lieber in Aktien.

Für Robert Hartmann ist ein Ende des starken US-Dollars aber noch keine ausgemachte Sache. Nachdem  der Greenback zum Euro auf dem tiefsten Niveau seit Mitte 2015 angelangt ist, glaubt er nicht an eine Fortsetzung der Kursrally. Er zieht folgendes Fazit und sagt: „Für meinen Geschmack ist die Luft für den Euro nach oben eher dünn. Mir scheint einiges im aktuellen Kursniveau eingepreist zu sein. Deshalb gehe ich davon aus, dass sich der Euro zum Dollar noch längere Zeit seitwärts innerhalb einer Spanne von 1,10 und 1,20 Dollar bewegen wird.“


Börsianer werden immer sorgloser

Die im Juli markierten Allzeithochs beim Dow-Jones, S&P 500, Nasdaq 100 und Nasdaq Composite deuten darauf hin, dass die Anlageklasse „Aktien“ bei Anlegern weiterhin stark gefragt ist. Es sieht aber so aus, als ob Investoren vergessen hätten, dass Aktien auch fallen können. Diverse Volatilitätsindizes wie der VIX (S&P 500), aber auch der VDAX-NEW (DAX) oder der VSTOXX (Euro Stoxx 50) notierten im Juli zeitweise in der Nähe ihrer Mehrjahrestiefs.

Anleger sollten dieses Anzeichen extremer Sorglosigkeit jedoch als Warnzeichen sehen. Im April 2015 und im Dezember 2015, kurz bevor der DAX zu einem Kurssturz von jeweils mehr als 20 Prozent ansetzte, notierte der Volatilitätsindex VDAX-NEW ebenfalls auf extrem niedrigem Niveau. Offensichtlich entstehen heftige Korrekturen immer dann, wenn sich die Risikokennzahl Volatilität auf extrem niedrigem Niveau bewegt.

Robert Hartmann interpretiert die Lage an den Aktienmärkten folgendermaßen und sagt: „Die Anleger scheinen extrem relaxt zu sein – aber wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe. Ich könnte mir vorstellen, dass es beim S&P im Bereich zwischen 2.500 und 2.600 Zählern zur Ausbildung eines mittel- bis langfristig signifikanten  Tops mit anschließender Talfahrt kommt – spätestens  ab Mitte 2018.“ 


Leichtes Umsatzplus im Juli

Die Umsätze zogen im Juli im Vergleich zu den vergangenen drei Monaten wieder etwas an. Sie kommen aber noch nicht annähernd an jene des ersten Quartals dieses Jahres heran. Robert Hartmann weist darauf hin, dass einige Großanleger die Geduld verloren und größere Positionen an Gold- und Silbermünzen abgestoßen haben. Auf dem niedrigen Niveau der Gold- und Silberpreise in Euro gerechnet hat uns das eher überrascht, war von Edelmetallexperte Hartmann zu hören. Die überwiegende Anzahl der pro aurum-Kunden hat jedoch weiter zugekauft und zeigte sich dabei zuversichtlich, dass die Kursschwäche nur von temporärer Natur ist. Umsatzspitzenreiter bei den Goldmünzen waren wieder einmal die Unzen Krügerrand und Wiener Philharmoniker. Bei den Barren griffen die meisten Anleger zu den Gewichtseinheiten 1 Unze und 100 Gramm. Im Silberbereich waren vor allem die differenzbesteuerten Silberunzen des australischen Känguru und des kanadischen Maple Leaf gesucht.

Hinweis in eigener Sache: Zu guter Letzt möchten wir alle Anleger zu einer kostenlosen Führung durch das pro aurum-Goldhaus in München einladen. Diese findet am verkaufsoffenen Samstag am 19. August statt. Anschließend können Sie noch einen Vortrag von Jürgen Birner (Filialdirektor der pro aurum KG München) besuchen. Das Thema lautet: „Vermögenssicherung mit GOLD und SILBER“ - Steht uns der eigentliche Anstieg noch bevor? Noch mehr nützliche Informationen finden Sie übrigens in unserem „pro aurum Newsroom“


Drei Fragen an die Privatkunden von pro aurum

Im Juli nahmen fast 340 Personen (Juni: 350) an der im Internet durchgeführten Stimmungsumfrage von pro aurum teil. Mit der Kauflaune der Anleger ging es im Juli deutlich nach oben. So kletterte im Berichtszeitraum die Quote der Kaufwilligen von 46,0 auf 57,4 Prozent. Im Gegenzug war bei Anlegern, die eine abwartende Haltung einnehmen, ein Rückgang von 54,0 auf 42,6 Prozent registriert worden.

Nachdem im Vormonat 65,5 Prozent der Befragten bei den Edelmetallpreisen eine Unterbewertung gesehen hatten, erhöhte sich dieser Anteil mittlerweile auf 71,0 Prozent.   Eine faire Bewertung attestieren nunmehr 20,8 Prozent (Juni: 23,4 Prozent) der Anleger, während  eine kleine Minderheit von  8,2 Prozent (Vormonat: 10,9 Prozent) Edelmetallpreise gegenwärtig als überbewertet einstufen.

Bei der Frage nach der erwarteten Preisentwicklung von Edelmetallen im kommenden Quartal haben sich die Mehrheitsverhältnisse im Juli verschoben. Eine klare Mehrheit von 41,9 Prozent der Umfrageteilnehmer (Juni: 36,7 Prozent) rechnet mittlerweile mit steigenden Edelmetalpreisen. Deutlich bergab ging es hingegen mit der Quote derer, die bei den Edelmetallpreisen eine Seitwärtstendenz für wahrscheinlich halten. Auf Monatssicht war hier ein Rückgang von 46,5 auf 37,7 Prozent zu beobachten. Zugleich hat der Pessimismus, also das Erwarten fallender Edelmetallpreise, leicht zugenommen. Hier kam es nämlich zu einem Zuwachs von 16,8 auf 20,5 Prozent.


 


Chartanalyse von pro aurum-Partner Uwe Bergold: Gold und Silber vor massiver Ausbruchsbewegung

Betrachtet man den XAU-Gold-&-Silberaktien-Index nicht nur in USD (schwarz), sondern auch in Unzen Gold (rot), so wird erst die weiterhin bestehende epochale Unterbewertung der Edelmetall-Minenindustrie deutlich sichtbar. Der XAU-Index steht in Unzen Gold bewertet, trotz seines fulminanten Anstiegs im vergangenen Jahr (ausgehend vom letzten 8-Jahrestief im Januar 2016 stieg er in nur sieben Monaten um +200 Prozent), noch immer signifikant niedriger als bei all seinen vorherigen 8-Jahrestiefs (siehe hierzu bitte die grünen Pfeile in der Abbildung). Mit aktuell 0,067 Unzen-Gold-Bewertung liegt der Gold-&-Silberaktien-Index noch immer circa 35 Prozent unterhalb des Crashtiefs aus dem Jahr 2008 und circa 55 Prozent unterhalb des strategischen Gold- und Rohstoffpreistiefs im Jahr 2000. Aus dieser epochalen Unterbewertung heraus ergibt sich natürlich ein überproportionaler Hebel der Edelmetallaktien auf die Edelmetalle selbst. Sobald sich die Konsolidierung (Festigung), welche seit Anfang August 2016 läuft, auflöst, kommt es zu einer massiven Ausbruchsbewegung nach oben, nicht nur bei Gold und Silber, sondern auch – mit einem positiven Hebel – bei den dazugehörigen Edelmetallaktien. Die Momentum-Indikation des XAU-GOLD-Ratios (Gold- & Silberaktien in Unzen Gold bewertet), welche einen Vorlauf besitzt, hat nun, Ende des Monats Juli, bereits ein neues Kaufsignal generiert (siehe hierzu bitte den grünen Kreis in der rechten unteren Ecke der Abbildung).
 


Innovatives Investmentkonzept im Rahmen der Makroökonomischen Zyklik

Wir decken mit unseren drei Investmentfonds (Internationale Mischfonds), während der strategischen Gold-& Hausse, alle Segmente der Edelmetall- und Rohstoffaktien ab:

- pro aurum ValueFlex (WKN: A0Y EQY)
  Schwerpunkt: Gold, Large-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

- GR Noah (WKN: 979 953)
  Schwerpunkt: Mid-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

- GR Dynamik (WKN: A0H 0W9)
  Schwerpunkt: Small-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien



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Benjamin Summa, Unternehmenssprecher
Telefon: +49 (89) 444 584 344
Mobil: +49 (151) 16 24 51 51
E-Mail: benjamin.summa@proaurum.de

 

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