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Achtung: Falschgold verstärkt im Umlauf

 

Ad hoc Meldungen

06.02.17

Achtung: Falschgold verstärkt im Umlauf

Das Wichtigste vorweg: Wer glaubt, beim Goldkauf ein Schnäppchen getätigt zu haben, sollte sich auf keinen Fall zu früh freuen. Die Wahrscheinlichkeit, statt Vermögensschutz Falschgold erworben zu haben, ist nämlich extrem groß. Ende Januar ersteigerte zum Beispiel bei einer Internet-Auktion ein ahnungsloser Ebay-Nutzer ein als „Perth-Mint-Goldbarren (1 Unze)“ deklariertes Falschgoldprodukt zum Preis von 367 Euro, was nicht einmal einem Drittel des marktüblichen Preises entsprochen hätte. Leider handelt es sich dabei nicht um einen Einzelfall, sondern um kriminelles Gebaren im großen Stil.

Waldemar Meyer, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Edelmetall-Gesellschaft e.V., hat Mitte Januar vor Falschgold-Barren inklusive gefälschten Kaufbelegen gewarnt. Vorgekommen seien die Betrugsversuche vor allem beim Handel von privat an privat sowie im Handel via Internet. In den vergangenen Wochen wurden solche Fälschungen auch mehreren Edelmetallhändlern angeboten, wo sie bei den routinemäßigen Überprüfungen jedoch sofort enttarnt wurden. In diesem Zusammenhang berichteten Branchenexperten, dass momentan verstärkt geblisterte Perth-Mint-Barren und in Folie eingeschweißte Umicore-Barren als Fälschungen auftauchen. Besonders groß ist die Gefahr, Falschgold zu erhalten, immer dann, wenn dessen Preis deutlich unter den marktkonformen Preisen professioneller Edelmetallhändler angeboten wird.


Wie sich Falschgold erkennen lässt

Besonders plumpe Fälschungen lassen sich relativ einfach und somit auch von Nicht-Experten erkennen. Wenn zum Beispiel das Gewicht einer Münze oder eines Barrens nicht stimmt, lässt sich dies beim Nachwiegen ohne größeren Aufwand problemlos feststellen. Etwas schwieriger wird es jedoch, wenn eine gefälschte Goldmünze zwar das richtige Gewicht auf die Waage bringt, aber erheblich dicker ausfällt als das echte Original. Hier lässt sich die Echtheit nur durch Nachmessen und Vergleichen überprüfen. Professionelle Fälscher sind mittlerweile aber in der Lage, über die Verwendung von mit Gold legiertem Wolfram – welches mit ungefähr 19,3 Gramm pro Kubikzentimeter dieselbe Dichte wie Gold ausweist – weniger leicht zu erkennende Fälschungen anzufertigen. Weil sich Wolfram aber hinsichtlich seiner physikalischen Eigenschaften, wie der Schallgeschwindigkeit und der elektrischen Leitfähigkeit, von Gold stark unterscheidet, lässt sich dieses Falschgold über spezielle Prüfmethoden einwandfrei und – was vor allem bei Anlagegold besonders wichtig ist – zerstörungsfrei entlarven.

Professionelle Edelmetallhändler wie pro aurum verfügen über ein umfangreiches Arsenal von Prüfverfahren, um falsches Gold bzw. falsche Reinheitsangaben zu erkennen. Neben der Augenscheinüberprüfung des geschulten und erfahrenen Experten gibt es Prüfschablonen für den Test von Gold- und Silbermünzen. Um echtes von unechtem Gold zu unterscheiden und um den Feingehalt des Edelmetalls zweifelsfrei zu ermitteln, ist pro aurum im Münchner „Goldhaus“ mit diversen technischen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Probiersäuren für den Abriebtest, Präzisionswaagen, Magnetwaagen, Leitfähigkeitsmessgeräten und Röntgenfluoreszenzgeräten, bestens ausgestattet. Letzteres erfordert besonders hohe Investitionen. Gute Geräte kosten nämlich zwischen 20.000 und 30.000 Euro und machen daher unter wirtschaftlichen Aspekten nur für professionelle Edelmetallhändler Sinn.


So lässt sich der Kauf von Falschgold vermeiden

Für Privatpersonen, die physische Edelmetalle kaufen möchten, hat Waldemar Meyer folgende Ratschläge parat. Wer über das Internet edle Barren oder Münzen kaufen möchte, sollte dies nur bei Adressen tun, die etabliert sind und eine nachvollziehbare Historie aufweisen können. Papiere in Form von Zertifikaten, alten Kaufbelegen oder Ähnlichem sollten bei einer Überprüfung der Echtheit von physischen Edelmetallen gänzlich unberücksichtigt bleiben. Konkrete Käufe sollten nur bei renommierten Händlern oder bei Banken oder Sparkassen getätigt werden. Wer einen Finanzberater hat, sollte sicherstellen, dass dieser die Käufe über die oben erwähnten Quellen abwickelt. Außerdem weist Waldemar Meyer darauf hin, dass renommierte Edelmetallhändler in der Regel eine kostenlose Überprüfung der Echtheit von Edelmetallen anbieten.

Gehen Sie davon aus, dass nirgendwo auf der Welt Gold unter dem aktuellen Marktwert zu haben ist. Und schon gar nicht an Autobahnen, wo in den vergangenen Jahren während der Urlaubszeit immer wieder Trickbetrüger unter dem Vorwand eines Notverkaufs ihren angeblichen Goldschmuck günstig verkaufen möchten. Die größte Freude am Krisenschutz Gold bereiten ausschließlich die Verkäufer von zweifelsfrei echtem Gold. Seit 2003 hat pro aurum über 120.000 zufriedene Kunden gewonnen und 610.000 Geschäfte mit einem Volumen von mehr als fünf Milliarden Euro erfolgreich abgewickelt. Da dieser Geschäftserfolg in erster Linie auf Mund-zu-Mund-Propaganda und weniger auf teure Werbung zurückzuführen ist, dürfte der Kauf edler Münzen und Barren bei pro aurum bezüglich Echtheit, Seriosität und Vertrauenswürdigkeit über jeden Zweifel erhaben sein.


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06.02.17
 

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