Warum Rohstoffe gerade jetzt in Ihr Depot gehören

Quer gedacht

Oft sind es subtile Veränderungen im Verlauf bestimmter Indikatoren, die eine bevorstehende Trendwende von Baisse zu Hausse oder umgekehrt ankündigen. Und das gewöhnlich lange bevor die fundamentalen Gründe der Richtungsänderung erkennbar werden. Warum das so ist, ergibt sich aus der Funktionsweise von Märkten. Diese dienen zwar in erster Linie dem Tausch von Gütern gegen Geld. Gleichzeitig sind sie aber ein nicht endender Informationsverarbeitungs-prozess, in den wie in einen riesigen Trichter das Wissen sämtlicher Marktteilnehmer eingeht und zu einem Marktpreis verdichtet wird.

Subtile Veränderungen kündigen wichtige Trendwenden an

Das ist übrigens der Grund, warum die Marktwirtschaft der Planwirtschaft zwingend überlegen ist: Die der Planwirtschaft huldigenden Draghis dieser Welt können niemals über das Wissen verfügen, das die Gesamtheit der Marktteilnehmer freier Märkte hat. Deshalb ist es ausgeschlossen, dass Planwirtschaftler den für eine effiziente Verteilung der prinzipiell knappen Ressourcen sorgenden Preis eines Gutes herausfinden können. Das gilt für Butter, Brot und Milch genauso wie für den Preis von Geld und Kapital, das heißt den Zins.

Unterschiedliche Wissensstände der Marktteilnehmer …

Natürlich ist der Wissensstand der Marktteilnehmer sehr unterschiedlich, und er unterliegt einem ständigen Wandel. So kennt beispielsweise der Rohstoffproduzent sein Geschäft und dessen Einflussfaktoren sehr viel besser als der Rohstoffanalyst, der bei einer Großbank in Wall Street arbeitet und sein Großraumbüro nur selten verlässt. Letzterer wiederum weiß über den von ihm sehr eng beobachteten und analysierten Markt aber sehr viel mehr als der Journalist einer Tageszeitung, der als Generalist stets nur an der Oberfläche kratzen kann und außerdem noch darauf achten muss, dass seine Artikel eine möglichst breite Leserschaft ansprechen.

Und wenn eine Story, die Märkte betrifft, welche die meisten Menschen normalerweise gar nicht interessieren, sogar von großen Fernsehsendern für die breite Masse aufgegriffen wird, dann hat der erste in der Kette der Informationsverarbeitung, in diesem Beispiel also der Rohstoffproduzent, längst einen neuen Kenntnisstand, der häufig schon im Widerspruch steht zu der den Massen angebotenen Story.

… lassen sich auch für Prognosen nutzen

Einen Indikator, mit dem Sie sich die unterschiedlichen Wissensstände der Marktteilnehmer direkt zu Nutze machen können, wird von den Terminmärkten für Rohstoffe und Edelmetalle zur Verfügung gestellt.

Es handelt sich um die „Commitments of Traders“ (CoT), eine wöchentlich veröffentlichte Statistik der Positionierung der in drei Gruppen eingeteilten Marktteilnehmer:

1. Die kommerziellen Investoren, also überwiegend Produzenten, Händler und Großverbraucher. Sie nutzen die Terminmärkte überwiegend zur Absicherung ihrer physischen Positionen. Produzenten und Händler verkaufen also auf Termin, während Großverbrauer ihren absehbaren Bedarf frühzeitig mit Long-Positionen an den Terminmärkten absichern.

2. Die Großspekulanten. Sie halten keine physischen Positionen, die abgesichert werden könnten, sondern nutzen Futures ausschließlich zum Spekulieren.

3. Schließlich der Rest, der keiner der beiden anderen Gruppen zugeordnet werden kann, und überwiegend aus Privatanlegern besteht.

Wie Sie oben gesehen haben, verfügen die Produzenten über den besten Wissensstand. Das heißt natürlich nicht, dass sie mit ihren Preisprognosen immer richtig liegen. Gewöhnlich sind sie sogar zu früh, wenn sie damit beginnen, auf Trendwenden zu setzen.

Aber wenn ihre Positionen Extremwerte erreichen, dann sind Sie gewöhnlich gut beraten, sich ihnen anzuschließen und nicht die andere Seite der Wette anzunehmen. Deshalb verfolgen wir diese Statistiken für unsere Leser sehr genau und kommen in unseren Analysen auch immer wieder darauf zu sprechen.

Extreme Terminmarkt-Positionierung: Ein aktuelles Beispiel

Passend zu einer unserer aktuellen Kaufempfehlungen im Rohstoffbereich sehen Sie hier einen Chart, der den Verlauf eines ausgewählten Rohstoffpreises seit 2012 zeigt und darunter die Terminmarkt-Positionen der kommerziellen Marktteilnehmer in blau und der Kleinanleger in rot.

Rohstoffpreis in $, Anzahl der Kontrakte der kommerziellen Marktteilnehmer (blau) und der Kleinanleger (rot) in Tausend, 2012 bis 2015

Rohstoffpreis in $, Anzahl der Kontrakte der kommerziellen Marktteilnehmer (blau) und der Kleinanleger (rot) in Tausend, 2012 bis 2015
Die kommerziellen Marktkenner setzen in großem Stil auf eine Trendwende nach oben. Quelle: Sentimentrader.com

Wie Sie sehen, haben sich die kommerziellen Marktteilnehmer in den vergangenen Monaten – wie üblich etwas zu früh – in großem Stil an den Terminmärkten mit diesem Rohstoff eingedeckt. Das zeigt, dass sie das aktuelle Preisniveau für ungewöhnlich attraktiv halten und Preissteigerungen erwarten bzw. aus Sicht ihrer kommerziellen Interessen befürchten.

Ganz anders verhält es sich bei der Gruppe der Kleinanleger. Sie ist im Moment fast gar nicht engagiert und hält sogar eine kleine Short-Position, während sie im Sommer 2014 zu den damals sehr hohen Preisen dieses Rohstoffes mit mehr als 150.000 Kontrakten auf eine Fortsetzung des Kursanstiegs gesetzt hatte. Was glauben Sie, welche dieser beiden Gruppen am Ende des Tages recht behalten und Geld verdienen wird?

Kaufen Sie, wenn die Profis einsteigen

Langer Rede kurzer Sinn: Wie oben beschrieben, schauen wir besonders genau hin, wenn kommerzielle Marktteilnehmer anfangen zu kaufen. Deshalb haben wir unseren Lesern Anfang des Jahres einen kurzfristigen Einstieg bei Rohöl der Sorte Brent empfohlen. Diese Position wurde inzwischen wieder mit einem Gewinn von 14,1% verkauft.

Im Moment empfehlen wir zwei weitere Rohstoffe als kurzfristige Kaufgelegenheit, einen aus dem Energiesektor, den anderen aus dem Agrarbereich. Darüber hinaus zeichnen sich bereits weitere Kaufsignale bei diversen Rohstoffen ab. Wenn Sie wissen möchten, worum es sich dabei handelt, und warum wir zumindest kurzfristig sehr bullish auf ausgewählte Rohstoffe sind, dann bestellen Sie noch heute unseren Börsenbrief Krisensicher Investieren 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende


Ihr

Claus Vogt, Chefredakteur „Krisensicher Investieren" 

Dieser Beitrag enthält Auszüge aus Claus Vogts Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN, den er seit November 2013 gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt. Hier verfolgt der ausgewiesene Börsenkenner mit spitzer Feder das Marktgeschehen und unterstützt seine Leser mit fundierten Anlageempfehlungen.


Zum Autor:

Claus Vogt ist Buchautor (Das Greenspan Dossier, Die Inflationsfalle, The Global Debt Trap, jeweils gemeinsam mit Roland Leuschel).

Claus Vogt hat den Beginn einer langfristigen Goldhausse bereits 2001 exakt beim Tiefstkurs von 255$ vorhergesagt und gemeinsam mit Roland Leuschel im Jahr 2000 und 2007 rechtzeitig vor dem Platzen der Spekulationsblasen an den weltweiten Aktien- und Immobilienmärkten gewarnt. Jetzt sieht er das Ende der zyklischen Goldpreis-Baisse und prognostiziert gerade bei den Goldminenaktien atemberaubende Chancen.

Gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt er den Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN. Lesen Sie in der Ende März 2015 erschienenen Themenschwerpunkt-Ausgabe „Rohstoffzyklus und Kriege“ von KRISENSICHER INVESTIEREN, dem Börsenbrief, der Ihr Vermögen schützt und bewahrt, folgende Themen: „Säbelrasseln und Kriegstreiberei sind kein Zufall“, „Schuldenschnitte und Enteignungen“, „Rohstoffpreise, Krieg und Frieden“, „Nur Rohstoffe und Edelmetalle schützen Sie vor der Inflation“, „Wo wir uns im aktuellen Zyklus befinden“; „Exkurs: Drei Gründe, warum die offizielle Inflation in den vergangenen Jahren so niedrig war“, „Die aktuelle Aktienblase: Eine Bestandsaufnahme“ sowie „Was Sie jetzt konkret tun müssen, um beim Platzen der Blase nicht als Verlierer da zu stehen“. Darüber hinaus lesen Sie in der gerade erschienenen Juni-Ausgabe „Jetzt wird es ernst: Die Zentralbankbürokraten verlieren die Kontrolle über die Anleihemärkte“, aber auch konkrete Kaufempfehlungen, mit denen Sie jetzt von der brisanten Lage an den Aktienmärkten profitieren, beispielsweise das oben genannte Agrar-Investment.

 Claus Vogt

Herr Claus Vogt

Chefredakteur Krisensicher Investieren


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