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Vermögensverwalter Stefan Riße: Wir verabschieden uns nicht von Gold

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Vom Sommerloch ist in diesem August wenig zu spüren: Die Chinesen werten ihre Währung ab, der Euro wertet ab, die Japaner werten ab – es hat ein regelrechter Finanzkrieg begonnen, wie der Vermögensverwalter Stefan Riße im Gespräch mit n-tv-Moderator Frank Meyer klarstellt. Riße weist darauf hin, dass auch in den USA auf der Exportseite nicht mehr alles rosig aussieht. Die wichtigste Volkswirtschaft der Welt ist offenbar auch an einem Punkt angekommen, wo eine Abwertung ihrer Währung dringend nötig ist. Riße fragt sich nur, gegen welche Währung der Dollar abwerten soll. Einer muss verlieren, andere müssen gewinnen – doch nach Einschätzung von Stefan Riße ist völlig unklar, welche Währung zum Verlierer wird. Er erinnert daran, dass die Chinesen auf unglaublichen Dollar-Reserven sitzen – der vermeintlich starke „Greenback“ ist also nicht sicher. 

Im Gespräch mit Frank Meyer geht Stefan Riße auf eine Alternative ein, die in dem Interview als „beste Währung“ diskutiert wird. „Ich bleibe dabei: Gold gehört ins Depot“, stellt Stefan Riße klar und freut sich, dass immer mehr Vermögensverwalter in den Abgesang auf Gold einstimmen. Doch das Lied ist nach Einschätzung von Stefan Riße altbekannt und immer wieder gleich. Doch während die Terminmärkte und Spekulanten massiv short gegangen sind, positionieren sich die Marktinsider massiv long. Dies versteht Stefan Riße als großes Kaufsignal. Immerhin hat der Goldpreis nach der Abwertung des chinesischen Yuans nicht nach unten gedreht, wie die Logik „weniger Kaufkraft, weniger Goldnachfrage“ erahnen ließ. Tatsächlich zog Gold aber an. 

Stefan Riße sieht also für Goldanleger keinesfalls schwarz. Er erinnert daran, dass Goldbesitzer im Euroraum oder in Japan wenig verloren hätten, weil der Goldpreis vor allem auf Basis des US-Dollars gefallen ist. Der Dollar hat aufgewertet gegen alle Währungen – auch gegen die älteste Währung der Welt. Parallel ist der Goldabbau teurer geworden. Für Stefan Riße wird der Markt der Minenaktien gerade wieder spannend: „Die sind so verprügelt und ausgebombt worden“, sagt Stefan Riße. Zudem seien die Minen von damals und heute nicht mehr miteinander vergleichbar. Riße empfiehlt, selektiv Goldminen zu handeln, wo das Management seriös unterwegs ist – hier bieten sich große Chancen nach oben. Riße stellt klar: „Wir verabschieden uns nicht von Gold. Die Inflation wird uns einholen.“


Hier geht es zum TV-Interview mit Stefan Riße


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