Stiftungsvermögen über Generationen bewahren

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Sie fördern benachteiligte Kinder, kämpfen gegen Tierversuche oder widmen sich dem Schutz bedrohter Pflanzenarten. Stiftungen sind aus dem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken und legen die finanzielle Grundlage für vielfältigste gemeinnützige Initiativen, für die der Staat schon längst kein Geld mehr übrig hat. Jetzt sind die Stiftungsvermögen selbst bedroht. 

Stiftungsvermögen verwahrenHerr Zürn, wie sähe die regionale Gesellschaft aus, wenn es keine Stiftungen gäbe?

Wolfgang Zürn: Mit der Kraft vieler Stiftungen kann durch gemeinnütziges Engagement für Bildung, Integration, Soziales, Jugend, Kultur usw. vor allem finanziell, aber auch durch ideelles und persönliches Engagement viel bewegt werden. Viele Projekte und Initiativen würde es nicht mehr geben, wenn das Engagement vieler Stiftungen wegfallen würde.

Der Grundgedanke von Stiftungen ist, Werte über Generationen zu erhalten und Gutes zu tun. Wie gelingt es Ihnen, das Ihnen anvertraute Stiftungskapital ohne Wertverlust zu bewahren?

Wolfgang Zürn: Stiftungen haben den Auftrag nachhaltig zu wirken, das Stiftungsvermögen zu erhalten und die Erträge und Spenden für die Förderung einzusetzen. Das Stiftungsvermögen soll auf langfristige Sicherheit ertragreich angelegt werden. Da ist es wichtig, den größtmöglichen Teil des Vermögens in sichere Wertpapiere mit laufender Verzinsung anzulegen. In den letzten Jahren haben sich viele Stiftungen über eine Beimischung in Edelmetallen Gedanken gemacht, denn wir befinden uns momentan in einem historisch sehr niedrigen Zinsniveau mit einem anhaltenden negativen Realzins. Es ist somit wichtig, wenn man den langfristigen Anlagehorizont einer Stiftung sieht, einen gewissen Teil des Stiftungsvermögens in Edelmetallen anzulegen, um für einen Inflationsausgleich zu sorgen und somit die Leistungskraft einer Stiftung zu erhalten.

Was macht Sie so sicher, dass Edelmetalle ein nachhaltiges Investment darstellen?

Wolfgang Zürn: Stiftungen müssen das ihr anvertrauten Vermögen langfristig sichern. Eine ausschließliche Anlage in Geldanlageformen erscheint mir in die Zukunft betrachtet zu unsicher. Eine Beimischung von Sachanlagen ist ratsam und da sollte die Anlage in Edelmetallen nicht fehlen. In Zeiten der Staats- und Finanzmarktkrise hat sich die Anlage in Edelmetallen bewährt. In der zukünftigen Betrachtung ist es nicht ausgeschlossen, dass wir uns mit ähnlichen Krisenszenarien auseinandersetzen müssen. Gold wird immer ein begrenztes Edelmetall sein, im Gegensatz zu den Währungen, deren Menge in den letzten Jahren extrem gestiegen ist. Betrachtet man auch die Förderkosten von Gold oder die extrem gestiegene Nachfrage aus den asiatischen Ländern, so kann man ein sicheres Gefühl haben, dass langfristig der Wert des Goldes steigen wird.

Wie kann der Herausgabeanspruch von Edelmetallen sichergestellt werden?

Wolfgang Zürn: Gemeinsam mit pro aurum haben wir ein Edelmetallkonto entwickelt. Das von den Stiftungen erworbene Edelmetall wird auf einem Konto bei der Volksbank verbucht und im Edelmetalldepot der Volksbank, das wiederum in den Sicherheitstresoren bei pro aurum liegt, verwahrt. Die Volksbank haftet demzufolge dafür, dass eine jederzeitige Auslieferung ihres physischen Edelmetalls gewährleistet ist. Gleichzeitig haftet die Sicherungseinrichtung der Volks- und Raiffeisenbanken über den Institutsschutz für dieses Konto. Somit erfüllen wir die Anlagerestriktionen von Stiftungen.

Herr Gess, es sind nicht selten Unternehmerpersönlichkeiten, die einen Teil ihres Lebenswerks in Stiftungen geben. Wenn Stiftungsvermögen von schleichender Entwertung bedroht sind, sind damit nicht nur monetäre Werte in Gefahr?

Johann Gess: Es ist richtig, dass viele Unternehmer, die es zeitlebens gewohnt sind, Verantwortung zu übernehmen, oftmals Stiftungen anlegen. Diese Stiftungen verfolgen ehrenhafte Ziele, wie zum Beispiel die Erforschung schwerer Krankheiten oder die Förderung benachteiligter Kinder. Wenn das Stiftungsvermögen an Wert verliert, bleibt am Ende für die Mittelverwendung nicht mehr so viel übrig, um diesen Solidaritätsleistungen nachgehen zu können. Damit verliert unsere Gesellschaft insgesamt an gemeinschaftlicher Fürsorge und bürgerlichem Engagement.

Braucht unser Sozialstaat, der Rekordeinnahmen an Steuern einfährt, überhaupt noch diese solidarischen Initiativen?

Johann Gess: Der Staat zieht sich ja bereits seit vielen Jahren aus einem Teil seiner sozialen Aufgaben zurück und überlässt es privaten Initiatoren, diese Lücke aufzufüllen. Wir wissen, dass die Gesamtleistungen, die über das Bürgerengagement jährlich erbracht werden, durch den Staat niemals finanzierbar wären. Wir sollten diesen Männern und Frauen dankbar sein, die einen Teil ihres Vermögens zur Verfügung stellen und mittels Stiftungen Menschen in die Lage versetzen, Gutes an Ihren Nächsten zu tun.

Der Stiftungsgedanke ist bereits viele Jahrhunderte alt. Was macht für Sie den besonderen Reiz dieser Idee aus?

Johann Gess: Die Übernahme von Verantwortung war und ist zu allen Zeiten unverzichtbar. Wo Menschen sich gemäß ihrer Fähigkeiten und Talente frei entwickeln, kommt es zu einer dynamischen Ausdifferenzierung der Gesellschaft. In der Folge bedeutet das, dass sich die Stärkeren ihrer Verantwortung gegenüber den Schwächeren bewusst sein und Unterstützung leisten müssen. Dieser solidarische Gedanke ist es, der letztlich eine Gesellschaft positiv durchzieht und nachhaltig zu verändern imstande ist.

Viele der im Mittelalter gegründeten Stiftungen bestehen heute noch, beispielsweise die Fuggerei in Augsburg. Sehen Sie Parallelen zu Gold?

Johann Gess: Wenn Sie so wollen, liegt die Parallele in der Beständigkeit des Wertes, die sowohl Stiftungen, also auch Gold auszeichnet. Die Fuggerei in Augsburg ist die älteste Sozialsiedlung der Welt, die im Jahr 1521 von Jakob Fugger für schuldlos verarmte Augsburger Bürger gestiftet worden ist und in der noch heute Bedürftige kostengünstig wohnen. Stiftungen werden ja satzungsgemäß auf Ewigkeit angelegt. Umso bedeutender ist eine nachhaltige Vermögensstrategie. Gold wird seit 6000 Jahren weltweit als Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel gehandelt. Sein Wert ist durch alle Epochen stabil, während die Währungen schwanken können. So gesehen bilden Stiftungen und Edelmetalle eine natürliche Partnerschaft.

Was bietet pro aurum Stiftungsverwaltern an?

Johann Gess: Stiftungen brauchen umsichtige Vermögensverwalter und intelligente Anlagestrategien. Besonders Regionalbanken und Sparkassen sind aus ähnlichen Impulsen heraus wie Stiftungen gegründet worden und verfolgen ein verantwortungsvolles Geschäftsmodell, das zur behutsamen Vermehrung des Kapitals verpflichtet ist. Als Premiumpartner arbeitet pro aurum eng mit den Finanzhäusern zusammen und bietet höchste Professionalität rund um Einkauf, Lagerung, Logistik und Produktlösungen von und mit Edelmetallen. Unsere Ziele sind Kapitalerhalt und Vermögensstabilisierung.

Bei Fragen zum Edelmetallkonto steht Ihnen die Volksbank Löbau-Zittau eG gerne zur Verfügung.

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Hintergrund

Stiftungen haben den Auftrag, im Rahmen der Anlagerestriktionen das Stiftungsvermögen breit anzulegen. Der physische Erwerb von Edelmetallen ist meistens nicht möglich, da es die Anlagerestriktionen nicht vorsehen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, mit einem Edelmetallkonto bei der Volksbank Löbau-Zittau auf Basis eines VR-Goldsparplans physisches Edelmetall zu erwerben. Zusätzlich zur qualifizierten Verwahrung bei pro aurum ist damit die Haftungsfrage der Volksbank Löbau-Zittau eG gewährleistet und der Herausgabeanspruch gegeben. Zusätzlich zur Volksbank Löbau-Zittau eG haftet auch die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken über dessen Institutsschutz für diese Konten.


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