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Starker Jahresstart dank Trump

Goldreport

Nach dem im Dezember markierten Zehnmonatstief drehte das gelbe Edelmetall fulminant nach oben. Die Statements und Auftritte von Donald Trump vor und nach dessen Amtseinführung haben massive Zweifel an dessen Kompetenz generiert. Gold kehrte daraufhin wieder über die Marke von 1.200 Dollar zurück.

Robert Hartmann, Gründer und Geschäftsführer von pro aurum, attestiert dem Goldpreis einen „blendenden Start in das neue Jahr 2017“. Das sei angesichts der vorangegangenen scharfen Preiskorrektur nach der Wahl von Trump zum 45. Präsidenten der USA auch wenig verwunderlich. Für Edelmetallexperte Hartmann stellt sich die aktuelle Lage folgendermaßen dar: „Ich denke, dass insbesondere die Zinsentwicklung und der Außenwert des Dollars den Preis des gelben Edelmetalls in den kommenden zwölf Monaten beeinflussen werden. Sowohl Trump als auch sein designierter Finanzminister haben sich ja bereits öffentlich für einen schwächeren Dollar stark gemacht.“

Für Hartmann ist dies ausgesprochen logisch. Sollte Trump seine Wahlversprechen wahrmachen und Teile der in den vergangenen Jahrzehnten abgewanderten US-Industrie zurückholen, würden die Preise für die Produkte „Made in USA“ aufgrund deutlich höherer US-Lohnkosten anziehen. Die Wettbewerbsfähigkeit für Ford, Apple & Co. wäre im Ausland nur gegeben, wenn der US-Dollar entsprechend abwertet. Außerdem merkt Robert Hartmann Folgendes an: „Kommt es zu einem steil ansteigenden Preisauftrieb in Amerika, wäre die Fed gezwungen, die Zinsschraube womöglich schneller als geplant anzuziehen. Dann wird die Notenbank dabei zusehen, dass die Zinsen weniger schnell anziehen als die Inflationsrate.“ Fed-Chefin Yellen hat bereits angekündigt, man werde die Inflationsrate temporär überschießen lassen. Ähnlich äußerte sich jüngst auch der Chef der europäischen Zentralbank, Mario Draghi. Edelmetallprofi Hartmann zieht deshalb folgenden Schluss und sagt: „Das sind grundsätzlich positive Rahmenbedingungen für einen weiter steigenden Goldpreis. Ich bin optimistisch, dass das Jahr 2017 ein guter Jahrgang für die Edelmetalle wird.“

US-Politik: Programmierte Unsicherheit

Donald Trump lässt keine Zweifel aufkommen, dass „Unberechenbarkeit“ und „Unsicherheit“ in den kommenden Monaten seine ständigen Begleiter bleiben werden. Diese Unsicherheit hat dem Goldpreis bereits zu einem Mini-Comeback verholfen. Unmittelbar nach seiner Amtseinführung kündigte Trump das Handelsabkommen Transpazifische Partnerschaft (TPP) auf. Mit Kanada und Mexiko will er das entsprechende Pendant NAFTA neu verhandeln. Das Ziel dürfte klar sein: „America first“. Auch von dem ungeschriebenen Gesetz, dass US-Präsidenten keine Kommentare über den Dollar abgeben, hielt er nichts. Er wünscht sich einen schwächeren Dollar. Wenig Fingerspitzengefühl hat er auch bei seiner vorherigen Attacke auf den deutschen Autobauer BMW walten lassen, der in den USA mehr Fahrzeuge produziert, als er dort verkauft. Man darf gespannt sein, wen er als Nächstes ins Visier nimmt. Angst kann man ihm bei seinen Rundumschlägen jedoch nicht unterstellen, schließlich scheute er sich weder den US-Geheimdienst noch die Presse anzugreifen.

Geballte Unsicherheit in Europa

Auf stürmische Zeiten sollten sich auch die Europäer vorbereiten. So betrachtet Trump zum Beispiel die Nato als „überflüssig“ und lobte den Brexit. Aber auch im Innern der Eurozone rumort es gewaltig. Der Unmut der Bürger könnte in diesem Jahr die politische Landschaft kräftig durcheinanderwirbeln, schließlich stehen in den Niederlanden (März), in Frankreich (April/Mai) und in Deutschland (September) wichtige Wahlen an. Zur „Never Ending Hängepartie“ könnte sich aber auch der Brexit entwickeln. Im Juni vergangenen Jahres stimmten die Briten mehrheitlich für einen EU-Austritt. Bis heute wurde der Scheidungsantrag (Artikel 50 des Lissabon-Vertrags) jedoch noch gar nicht gestellt. Vor diesem Schritt hat das oberste Gericht Großbritanniens im Januar allerdings die Zustimmung des britischen Parlaments eingefordert. Erst dann kann der Austritt erklärt und über dessen Modalitäten und künftigen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien verhandelt werden. Diese müssen dann innerhalb von maximal zwei Jahre beendet sein.

Doch Europa hat mit der Flüchtlingskrise, der italienischen Bankenkrise und den maroden Ländern wie Griechenland, Portugal und Spanien weitere Probleme „am Hals“. Obwohl die Jahre zuvor alles andere als langweilig waren, könnte sich 2017 als das „Schicksalsjahr Europas“ erweisen. Bislang hat die Europäische Zentralbank auf die wirtschaftliche Schwäche mit extrem niedrigen Leitzinsen, negativen Zinsen für EZB-Einlagen und Anleihekäufen im Volumen von 80 Milliarden Euro pro Monat reagiert. Damit verbleibt Draghi & Co. wenig zusätzliche geldpolitische Munition in der Hinterhand, um ähnliche Krisenjahre wie 2008 und 2009 zu überstehen.

Zuflüsse bei deutschem Papiergold

Im Januar veröffentlichte der World Gold Council aktuelle Daten über die im Dezember gehaltenen Goldmengen der weltgrößten physisch besicherten Exchange Traded Products (ETPs) auf Gold – mit interessanten Erkenntnissen. Insgesamt hat sich die gehaltene Goldmenge der 15 marktgewichtigsten Gold-ETPs gegenüber dem Vormonat zwar um vier Prozent auf 2.142,4 Tonnen reduziert, regional gab es allerdings unterschiedliche Entwicklungen zu vermelden. So waren zum Beispiel bei Papiergold aus den USA und Großbritannien im Dezember massive Abflüsse zu beobachten.

Die beiden weltgrößten Vertreter (SPDR Gold Shares und iShares Gold Trust) verloren sieben Prozent auf 822,2 Tonnen bzw. drei Prozent auf 196,2 Tonnen, während die beiden Top-Produkte aus dem Vereinigten Königreich (ETFS Physical Gold und Gold Bullion Securities) Abflüsse in Höhe von drei Prozent auf 143,7 Tonnen bzw. neun Prozent auf 94,7 Tonnen hinnehmen mussten. Die beiden wichtigsten Gold-Finanzprodukte aus Deutschland verzeichneten hingegen signifikante Zuflüsse. Diese haben bei Xetra-Gold (weltweit Rang 5) die Goldmenge um drei Prozent auf 117,6 Tonnen ansteigen lassen und bei db Physical Gold Euro-hedged (weltweit Rang 15) zu einem Plus von vier Prozent auf 22,9 Tonnen geführt. Dies lässt vor allem einen Schluss zu: Deutsche Anleger blicken offensichtlich erheblich skeptischer in die Zukunft als Briten bzw. US-Amerikaner und halten somit den Krisenschutz Gold weiterhin für kaufenswert.

Anhaltender Nachfrageboom

Das vierte Quartal war bei pro aurum laut Geschäftsführer Robert Hartmann das stärkste. Mit Blick auf den Handel im Januar sagte er: „Der Run auf Edelmetalle setzt sich auch in den ersten Handelstagen des neuen Jahres weiter fort. Es kam allerdings zeitweise zu Engpässen bei Goldbarren deutscher Produzenten.“ Deshalb erhielt pro aurum die bestellten Topseller in den Gewichtsklassen eine Unze, 100 Gramm und 250 Gramm manchmal erst nach einer Lieferzeit von bis zu drei Wochen. Da pro aurum die Bestände aber über das Jahresende aufgestockt und weltweit bei anderen Produzenten und Anbietern geordert hat, wurden diese Lieferverzögerungen etwas abgefedert. So konnten die Kunden in gewohnter Manier auch kurzfristig bedient werden.

Drei Fragen an die Privatkunden von pro aurum

An der Stimmungsumfrage von pro aurum beteiligten sich im Januar rund 450 Personen (Dezember: 240). Der positive Jahresauftakt des Goldpreises hat unter den befragten Anlegern das Kaufinteresse leicht belebt. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich nämlich der Anteil der Käufer von 39,3 auf 41,8 Prozent, während sich bei Anlegern mit abwartender Haltung im Januar ein Rückgang von 60,7 auf 58,2 Prozent eingestellt hat.

Etwas gelitten hat die Ansicht, dass Edelmetalle derzeit unterbewertet sind. Hier hat sich der Anteil der Befragten auf 69,7 Prozent (Dezember: 74,0 Prozent) markant reduziert. Keine signifikanten Veränderungen gab es bei der Einschätzung, dass Edelmetalle fair bewertet seien. Nach 18,2 Prozent im Dezember hat sich die Quote hier auf 17,9 Prozent leicht reduziert. Eine Überbewertung sehen hingegen mittlerweile wieder 12,4 Prozent der Anleger (Dezember: 7,9 Prozent).

Befragt nach den Preisperspektiven von Edelmetallen für das kommende Quartal, rechnet nunmehr eine Mehrheit der Anleger mit steigenden Preisen. So hat sich der Anteil der Optimisten von 36,3 Prozent im Dezember auf 41,0 Prozent erhöht. Seitwärts tendierende Edelmetallpreise erwarten aktuell 39,0 Prozent der Umfrageteilnehmer (Vormonat: 37,9 Prozent), während der Anteil der pessimistischen Anleger im Januar von 25,8 auf 19,9 Prozent kräftig gesunken ist.


Chartanalyse von pro aurum-Partner Uwe Bergold:

Im Dezember 2016 hat die zweite Impulswelle im Goldsektor begonnen!

Seit unserem zyklischen Kaufsignal für den Rohstoffsektor im Januar 2016 (Rohstoffsektortrendwende 2016) hat das Finale der säkularen Gold- & Rohstoff-Hausse begonnen. Wie in den vergangenen Jahren von uns oft erwähnt, bieten die Goldaktien in einer zyklischen Hausse einen positiven Hebel (in einer Baisse reziprok einen negativen Hebel) auf den Goldpreis.

Im vergangenen Jahr – im Rahmen der ersten Impulswelle – stiegen die Goldminen siebenmal stärker als Gold. Wir haben nun im Dezember 2016, nach einer kurzfristigen Korrektor, die zweite Impulswelle gestartet. Diese sollte voraussichtlich im Jahr 2017 bis zum Allzeithoch aus dem Jahre 2011 gehen. Auch bei dieser kommenden Hausse-Bewegung werden die Edelmetallaktien wieder einen hervorragenden Hebel auf die Edelmetallpreise liefern.

Den kompletten Goldreport als PDF downloaden.


Unsere – im Rahmen der säkularen Zyklik – verwalteten Investmentfonds:

- pro aurum ValueFlex (WKN: A0Y EQY)

  Schwerpunkt: Gold, Large-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

- GR Noah (WKN: 979 953)

  Schwerpunkt: Mid-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

- GR Dynamik (WKN: A0H 0W9)

  Schwerpunkt: Small-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien


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