So werden Sie zum Goldsparer

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Weil die wichtigsten Notenbanken der Welt seit Jahren eine ultralockere Niedrigzinspolitik verfolgen, erhalten Anleger für ihr Erspartes keine angemessenen Zinsen mehr. Trotz dieses Nachteils scheint angesichts der existierenden Risiken der Sparverzicht aber auch keine Lösung zu sein.

Sparen – allen Unkenrufen zum Trotz

Die Diskussion um die ausufernde Staatsverschuldung, die von diversen Notenbanken eingeführten negativen Einlagenzinsen für Bankinstitute und die bei Bundesanleihen zu beobachtenden Negativrenditen dürfte so manchen Sparer bereits nachdenklich, wenn nicht gar besorgt gemacht haben. Was soll man als Sparer von einer Währung eigentlich halten, für die man auf der einen Seite nahezu keine Zinsen erhält, und für die man auf der anderen Seite bei einer Kreditaufnahme kaum etwas bezahlen muss? Werthaltigkeit und Wertbeständigkeit assoziiert man damit wohl kaum. Nichtsdestotrotz scheint der Verzicht auf diszipliniertes Sparen auch keine Lösung zu sein, schließlich dürften die durch Demografie und Niedrigzinsen verursachten Probleme der Renten- und Versicherungssysteme in Zukunft eher zu- als abnehmen. Altersvorsorge ist zwar schwieriger geworden, nichtsdestotrotz aber notwendiger denn je. 

Interessante Umfrage zum Thema Geldanlage

Das Marktforschungsinstitut TNS Emnid führte vom 19. bis zum 25. Februar 2015 eine repräsentative Umfrage unter mehr als 1.000 Bundesbürgern zum Thema Geldanlage und Sparen durch. Bei der Frage nach den individuellen Sparzielen wurden als Grund „Reserve für schlechtere Zeiten“ (74 Prozent) und „Altersvorsorge“ (71 Prozent) mit Abstand am häufigsten genannt. Besonders interessant war aber auch die Angabe, was Anlegern beim Sparen besonders wichtig sei. Hier gab es im Wesentlichen drei Highlights: Sicherheit und geringes Verlustrisiko (89 Prozent), langfristiger Werterhalt bzw. Inflationsschutz (85 Prozent) und schnelle bzw. einfache Verfügbarkeit des Geldes (81 Prozent). Unter dem Eindruck dieser Umfrageergebnisse sollte systematisches Ansparen nicht ausschließlich in Form von Geld, sondern auch mit Gold oder Silber angegangen werden. Dies lässt sich besonders wirksam durch einen Goldsparplan bewerkstelligen. Noch scheinen Sparpläne beim deutschen Anleger im Allgemeinen allerdings ausbaufähig zu sein, schließlich nutzen dieses Instrument laut der Umfrage von TNS Emnid bislang lediglich 35 Prozent der Deutschen, während 65 Prozent der Befragten darauf verzichten. 

Sparplan: Gold statt Geld

Sparpläne sind prinzipiell eine ausgesprochen nützliche und seit Jahrzehnten bewährte Erfindung, schließlich investiert der Anleger nicht nur diszipliniert und systematisch in die von ihm präferierte Anlageklasse, sondern er spart durch die automatische Abbuchung und den nachfolgenden Kauf Zeit und Nerven. Außerdem wird durch den Cost-Average-Effekt in Abwärtsphasen mengenmäßig mehr und in Aufwärtsphasen weniger gekauft. Verglichen mit einer Einmalinvestition können dadurch die Folgen von Timing-Fehlern verringert werden. Im Gegenzug ist mit einem Sparplan aber auch der Verzicht auf die Vorteile des richtigen Timings verbunden. Viele Anleger haben allerdings gar nicht die Wahl zwischen einer Einmalinvestition und einem Sparplan, sondern sind aufgrund fehlender Kapitalreserven gezwungen, regelmäßig zu sparen.

In Kooperation mit der Volksbank Löbau-Zittau eG übertrug pro aurum dieses vorteilhafte Investmentprinzip auf die Krisenwährung Gold. Der VR-Goldsparplan kann via Internet beantragt werden. Dabei sollte sich der Goldsparer über zwei Dinge Gedanken machen: die monatliche Sparrate und ein konkretes Sparziel. Sparplanfähig sind derzeit insgesamt sechs verschiedene Goldbarren mit einem Gewicht von 20 bis 1.000 Gramm, die Krügerrand-Goldmünze mit einem Gewicht von einer Feinunze (31,1 Gramm) sowie zwei Silberprodukte. Wolfgang Zürn, der Vorstand der ostdeutschen Volksbank, empfiehlt ein sinnvolles Verhältnis von Sparrate und Sparprodukt, damit es möglichst zwei- bis dreimal pro Jahr zu einem Goldkauf kommt, und meint: „Mit Sparraten von 100 Euro pro Monat auf einen Ein-Kilogramm-Goldbarren zu sparen, macht absolut keinen Sinn. Derzeit entscheiden sich die meisten Goldsparer für den 50-Gramm-Goldbarren.“ Für Zürn sind bei Edelmetallinvestments zwei Dinge von entscheidender Bedeutung: Es muss sich stets um den physischen Kauf von Barren oder Münzen handeln und der Käufer muss immer einen Eigentumsanspruch an dem Edelmetall haben. Beide Bedingungen sind sowohl beim klassischen physischen Erwerb als auch beim Abschluss eines Goldsparplans erfüllt, da die regelmäßig erworbenen Gold- bzw. Silberbestände bei pro aurum – wie bei Investmentfonds – als Sondervermögen geführt und sicher verwahrt werden. Der Banker mit dem ausgeprägten Faible für Gold betrachtet den regelmäßigen Kauf von Gold sogar als extrem wichtigen Baustein für die künftige Altersvorsorge. Seiner Meinung nach kommt dieses Thema in den Medien wie in der Finanzbranche auf jeden Fall zu kurz. 

So werden Sie zum Goldsparer

Um regelmäßig Gold oder Silber anzusparen, schließen Sie mit der Volksbank Löbau-Zittau eG einen Kontovertrag. Dieser wird kostenlos geführt, verzichtet auf eine Mindestvertragslaufzeit und ist mit einer Frist von drei Monaten jederzeit kündbar. Eine transparente Abrechnung informiert Sie regelmäßig über die aktuelle Entwicklung Ihres Edelmetallschatzes. Bevor Geld systematisch in Gold getauscht wird, müssen Sie sich via Post-Ident-Coupon legitimieren. Außerdem sollten Sie einen Freistellungsauftrag erteilen und bei Ihrer Hausbank einen Dauerauftrag für das Abbuchen der regelmäßigen Sparbeiträge einrichten. Danach werden dann Monat für Monat die Beiträge von Ihrem Konto abgebucht, wobei der für eine Anschaffung nicht ausreichende Ansparbetrag verzinst wird. Einmalige Sonderzahlungen können ebenfalls getätigt werden. Am ersten Werktag eines jeden Monats wird dann das bereits angesammelte Sparplanguthaben mit den aktuellen Edelmetallkursen des von Ihnen ausgesuchten Edelmetallprodukts verglichen. Sollte dieses für einen Erwerb ausreichen, erfolgt der automatische Kauf inklusive nachfolgender Einlagerung in das Edelmetalldepot von pro aurum. Für die sichere Verwahrung inklusive Versicherungsschutz fallen dann jährliche Depotgebühren an. Theoretisch besteht sogar die Möglichkeit, die eingelagerten Edelmetalle in München abzuholen (gebührenfrei) oder auch ausliefern zu lassen (kostenpflichtig). 

Thema Sicherheit wird großgeschrieben

Ein Aspekt sollte beim Kauf von Gold & Co. vom Anleger stets besonders im Auge behalten werden: die Sicherheit. Neben dem gesetzlichen Schutz bleiben die Kundeneinlagen bei Genossenschaftsbanken aufgrund der Institutssicherung des BVR auch künftig vollumfänglich geschützt. Die eingelagerten Edelmetalle der Goldsparer sind zudem vollumfänglich versichert und durch die Verwahrung als Sondervermögen geschützt. Das heißt: Der Depotinhaber bleibt aus rechtlicher Sicht stets der Eigentümer der Edelmetalle. Dadurch sollte das maximale Maß an Sicherheit gewährleistet sein – und das steht bei den Deutschen bekanntlich besonders hoch im Kurs.

 Wolfgang Zürn

Herr Wolfgang Zürn

Vorstand Volksbank Löbau-Zittau eG


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