Silberjunge Thorsten Schulte: Der Boden bei Silber ist erreicht

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Die Deutschen verfügen über ein Bargeldvermögen von 5.400 Milliarden Euro und stecken 170 Milliarden Euro in physisches Anlage-Gold – der Investment-Experte Thorsten Schulte, auch bekannt als der „Silberjunge“, rechnet in seiner aktuellen Silberpreisprognose vor, dass die Deutschen dagegen bislang nur 7 Milliarden Euro physisches Silber in Münzen und Barren zur Geldanlage vorhalten – es besteht also noch viel Nachholbedarf, nicht nur beim Kaufverhalten der Deutschen, auch beim Silberpreis: Thorsten Schulte weist darauf hin, dass alle wichtigen Rohstoffe, beispielsweise Rohöl, Kupfer, Blei oder Zink, in den vergangenen Monaten massiv zugelegt haben. Währenddessen sind seit dem 1. September 2016 vor allem Gold und Silber massiv gefallen – die Edelmetalle haben also deutlichen Nachholbedarf.

Thorsten Schulte geht in seiner Silberpreisprognose insbesondere auf die Unsicherheit ein, die nach der US-Präsidentenwahl herrscht. Der künftige US-Präsident Donald Trump will die Verteidigungsausgaben hochschrauben, die Steuern senken und damit die Staatsverschuldung in astronomische Höhen treiben: „Wie soll das gut gehen? Das halte ich für sehr gefährlich“, stellt Thorsten Schulte klar. Er geht bei Gold und Silber von massiven manipulativen Eingriffen, insbesondere von Großbanken, aus. Diese wollten, dass „das Offensichtliche nicht offensichtlich wird“, wie Thorsten Schulte süffisant klarstellt. Und inzwischen geraten nach seiner Beobachtung selbst die größten Fans von Silber in Zweifel. Er rät jedoch dazu, die künstlichen Eingriffe in den Edelmetallmarkt als Chance zu verstehen, denn so gibt es jetzt noch die Gelegenheit, günstig Gold und Silber zu kaufen.

In seiner Analyse geht Thorsten Schulte auf die Preisentwicklung des vergangenen Jahres ein. Er erinnert daran, dass bei 21 US-Dollar im Juli 2016 der alte Aufwärtstrend erreicht worden sei, wo massiver Druck auf dem Silberpreis lastet. Aktuell steht der Silberpreis bei 16,30 US-Dollar und ist bei 15,50 US-Dollar massiv unterstützt. Von hier aus kann eine Erholungsrallye starten – wenn die Wirtschaftsaussichten sich durch mögliche Handelskriege der US-Amerikaner mit China nicht eintrüben. Für Silber stellt Thorsten Schulte klar: „Aktuell steht die Ampel auf Grün.“ Das alte Argument „Gold und Silber werfen keine Zinsen ab“ kontert Schulte inzwischen mit der Feststellung: „Gold und Silber kosten keine Zinsen“. Er weist darauf hin, dass Edelmetallhändler aktuell von einer sehr guten Nachfragesituation berichten. Währenddessen geht die Silberproduktion nach einem Hoch im vergangenen Jahr wieder zurück, sodass Schulte davon ausgeht, dass kein Ungemach für den Silberpreis durch ein mögliches Überangebot droht.


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