Silberedition vom 14.01.2015

Chartanalyse

Nachdem die Edelmetalle erwartungsgemäß im November und Dezember eine Erholung aufs Parkett legten, kam die erneute Stärke direkt zum Jahresbeginn etwas überraschend. Nichtsdestotrotz kann von einer übergeordneten Trendwende immer noch nicht die Rede sein. Vielmehr unterstreichen der weiterhin sehr starke US-Dollar zusammen mit dem Ölpreiscrash der letzten Monate als auch der steil anziehende japanische Yen sowie der vor der Klippe stehenden Kupferpreis den massiven deflationären Druck im Finanzsystem. Dies sollte auf Sicht der nächsten Monate auch die Edelmetalle belasten. Erst wenn die Politiker und Zentralbanker in einem Anflug schierer Verzweiflung alle Geld-Schleusen öffnen werden, dürfte ein neuer Gold- und Silberbulle das Parkett betreten.

Ich halte jedenfalls diese doch eher lustlose Phase der letzten zweieinhalb Monate für eine Konsolidierung im Abwärtstrend. Bis Mitte Februar könnten Gold und Silber dabei sogar noch ein kleines Stück weiter nach oben laufen. Allerdings ist auch das aktuelle Niveau bereits prädestiniert für eine Kehrtwende und zumindest einen Rücksetzer. Natürlich sehen Gold und Silber in Euro mittlerweile vielversprechend aus, wir dürfen aber nicht vergessen, dass beide Edelmetalle nun mal vor allem in US-Papierdollar an den amerikanischen Futuresmärkten gehandelt werden. Dort wird die Musik gemacht, der physische Markt spielt weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. Spätestens ab Mitte Februar bis in den Juni hinein erwarte ich daher den finalen Ausverkauf Richtung 1.050,00 US$ am Goldmarkt, wobei sich der Silberpreis dabei vermutlich oberhalb von 14,00 US$ halten wird können.

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