Setzen Sie auf Gold, wenn die Aktien fallen

Quer gedacht

Liebe Leser,

vor zwei Wochen habe ich Ihnen an dieser Stelle recht ausführlich dargelegt, warum Sie sich auf Kursrückgänge an den Aktienmärkten einstellen sollten. Der seither eingetretene Mini-Crash ist ein weiteres wichtiges Signal, das für den Beginn einer zyklischen Aktienbaisse spricht. Tatsächlich unterscheidet er sich aus technischer Sicht deutlich von einer harmlosen Korrektur und trägt stattdessen alle Merkmale einer bedeutenden Trendwende. Jetzt wollen Sie sicher wissen, wie viel Abwärtspotenzial diese Baisse haben wird.

Dazu sollten Sie drei Dinge unbedingt wissen:

  • Erstens: Gemessen am Weltleitindex S&P 500 dauert eine Baisse im Durchschnitt 19 Monate, und die Kursverluste betragen – wiederum im Durchschnitt – 39,1%.
  • Zweitens: Die Aktienmärkte sind derzeit deutlicher überbewertet als in 2007 und anhand einiger Kennzahlen sogar höher bewertet als in 2000. In beiden Fällen halbierten sich die Kurse anschließend.
  • Drittens: Aufgrund dieser hohen Überbewertung ist es wahrscheinlich, dass die Kursverluste in der gerade erst begonnenen Baisse überdurchschnittlich ausfallen werden.

Aber wie immer hat die Medaille zwei Seiten. So auch hier, nämlich eine Schlechte (siehe oben) und eine Gute, denn

  • Erstens können Sie auch in Baisse-Zeiten an der Börse Geld verdienen, indem Sie auf fallende Kurse setzen.
  • Zweitens kann der Goldpreis steigen, auch wenn sich die Aktien halbieren. Ich bin der festen Überzeugung, dass genau das in den kommenden beiden Jahren passieren wird, also Aktien runter und Gold hoch.

Kann der Goldpreis steigen, wenn die Aktienkurse fallen?

Geht das überhaupt, werden Sie jetzt vielleicht fragen. Werden fallende Aktienkurse nicht auch den Goldpreis mit nach unten ziehen, so wie es im Jahr 2008 der Fall gewesen ist?

Das Finanzgedächtnis der meisten Menschen ist sehr kurz. Daran lassen die Ergebnisse der Experimentellen Psychologie keinen Zweifel. Selten reicht es mehr als zwei Jahre zurück. Gewöhnlich erinnern sich die Anleger nur an die Eigenarten des unmittelbar vorangegangenen Zyklus, aber nicht an weiter zurückliegende Episoden. Außerdem bleiben allzu oft lediglich die besonders aufregenden Zeiten im Gedächtnis haften. Und selbst diese werden meist noch verfälscht erinnert, da sich Wahrheit und Dichtung - beziehungsweise Propaganda - im Lauf der Zeit immer mehr vermischen.

All das sind völlig normale Prozesse. Sie lassen sich auf die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns zurückführen und auf die Tatsache, dass der Mensch ein Herdentier ist. Nicht nur seine Meinungsbildung, sondern auch seine Erinnerung wird mehr oder weniger stark durch soziale Einflüsse geformt. Deshalb ist es gerade an den Finanzmärkten wichtig, mit möglichst objektiven Modellen und Indikatoren zu arbeiten, die es uns ermöglichen, den Tücken des Menschseins ein Schnippchen zu schlagen.

Wenn Sie jetzt mehr über das spannende und sehr wichtige Thema Börsenpsychologie und Experimentelle Psychologie wissen möchten, dann fordern Sie einfach meinen Börsenbrief Krisensicher Investieren an. Denn unser Begrüßungspaket enthält unter anderem unsere Themenschwerpunkt-Ausgabe „Börsenpsychologie und Behavioral Finance“, die Sie als Börsianer unbedingt kennen sollten. Doch nun zurück zu unserem Thema „Setzen Sie auf Gold, wenn die Aktien fallen“:

Goldpreise und Aktienkurse sind nicht korreliert

Über lange Zeiträume betrachtet, ist die Korrelation zwischen Aktien und Gold in etwa null. Die beiden Anlageklassen sind also unkorreliert: Manchmal - wie in 2008 - verhalten sie sich gleichgerichtet und manchmal gegenläufig.

Der folgende Chart zeigt Ihnen ein Beispiel für eine ausgeprägte gegenläufige Entwicklung:

S&P 500 (oben) und Goldpreis pro Unze in $, 2000-2003

S&P 500 (oben) und Goldpreis pro Unze in $, 2000-2003
Während sich die Aktienmärkte halbierten, legte der Goldpreis um 50% zu. Quelle: www.decisionpoint.com

Im oberen Teil der Grafik sehen Sie den Kursverlauf des S&P 500 von 2000 bis 2003, im unteren Teil den des Goldes während desselben Zeitraums.

Deutlicher gegenläufig können sich zwei Anlageklassen kaum verhalten wie in diesem Beispiel. Während sich der S&P 500 halbierte, stieg der Goldpreis deutlich. Diese beeindruckende Episode liegt noch keine 15 Jahre zurück.

Fazit: Der Goldpreis kann steigen, während gleichzeitig die Aktienkurse fallen

Dennoch kann sich kaum ein Anleger daran erinnern, und ich ernte regelmäßig ungläubige Blicke, wenn ich das historisch gesehen Selbstverständliche sage: Der Goldpreis kann steigen, während gleichzeitig die Aktienkurse fallen. Und derzeit deutet alles darauf hin, dass er in den kommenden beiden Jahren genau das tun wird: steigen, während die Aktienkurse fallen. Profitieren auch Sie vom steigenden Goldpreis, insbesondere die Goldminen sind heiße Verdopplungskandidaten. Welche Werte ich bevorzuge, erfahren Sie in meiner aktuellen Ausgabe Krisensicher Investieren. Jetzt 30 Tage lang kostenlos testen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende


Ihr

Claus Vogt, Chefredakteur „Krisensicher Investieren“

P.S.: Im August ist es übrigens bereits passiert: Der Goldpreis in $ ist um 3,6% gestiegen, während der S&P 500 um 6,3% gefallen ist.

Dieser Beitrag enthält Auszüge aus Claus Vogts Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN, den er seit November 2013 gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt. Hier verfolgt der ausgewiesene Börsenkenner mit spitzer Feder das Marktgeschehen und unterstützt seine Leser mit fundierten Anlageempfehlungen.


Zum Autor:

Claus Vogt ist Buchautor (Das Greenspan Dossier, Die Inflationsfalle, The Global Debt Trap, jeweils gemeinsam mit Roland Leuschel).

Claus Vogt hat den Beginn einer langfristigen Goldhausse bereits 2001 exakt beim Tiefstkurs von 255$ vorhergesagt und gemeinsam mit Roland Leuschel im Jahr 2000 und 2007 rechtzeitig vor dem Platzen der Spekulationsblasen an den weltweiten Aktien- und Immobilienmärkten gewarnt. Jetzt sieht er das Ende der zyklischen Goldpreis-Baisse und prognostiziert gerade bei den Goldminenaktien atemberaubende Chancen.

Gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt er den Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN. Lesen Sie in der gerade erschienenen Themenschwerpunkt-Ausgabe „Weltwährungssysteme und Staatsschuldenexzesse“ von KRISENSICHER INVESTIEREN, dem Börsenbrief, der Ihr Vermögen schützt und bewahrt, folgende Themen: „Weltwährungssystem und Staatsfinanzierung vor dem Kollaps“, „Das Bretton Woods-Weltwährungssystem räumte den USA eine mächtige Sonderstellung ein“, „Exkurs: Der holprige Start der großen Goldhausse 1968“, „Lässt sich der Tag der Wahrheit noch hinauszögern?“, „Nixons Wortbruch besiegelte das Ende von Bretton Woods“; „Staatsbankrotte und Inflationen gehen Hand in Hand“, „Was das für Sie als Anleger bedeutet“ sowie „Wie das nächste Währungssystem aussehen kann und wird“. Darüber hinaus lesen Sie in der kommenden August-Ausgabe „Alarm im Internationalen Währungsfonds“, aber auch konkrete Kaufempfehlungen, mit denen Sie jetzt von der brisanten Lage an den Aktienmärkten profitieren, beispielsweise mit interessanten Short-Empfehlungen, aber natürlich auch Empfehlungen aus dem Edelmetallsektor.

 Claus Vogt

Herr Claus Vogt

Chefredakteur Krisensicher Investieren


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