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Prof. Max Otte: Ich bleibe Gold treu - auch in Form von Minenaktien!

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In den vergangenen Monaten kannte der Deutsche Aktienindex nur eine Richtung: Nach oben. Doch inzwischen ist es still geworden um den Sensations-DAX. Der Grund: Anleger sind verunsichert, vor allem die Griechenland-Krise lastet auf der Kauflaune. Max Otte, Wirtschaftsprofessor und Finanzexperte, weist in einem aktuellen Interview mit dem Internetportal „finanzen.net“ auf mögliche Krisen-Versicherungen hin – und dies ist für ihn in erster Linie Gold: „Ich rate allen Privatkunden: Wer zu wenig physisches Gold im Depot hat, sollte jetzt noch die relativ günstigen Preise zum Einstieg nutzen.“ Die Krisen auf der Welt werden nicht weniger werden, prophezeit Otte. Gold sei hierfür die ultimative Absicherung „mit einem track record von 5000 Jahren“. Otte räumt ein, dass Gold in den vergangenen Jahren als klassische Krisenwährung nicht besonders gut performt habe, allerdings habe es bei Griechenland- und Ukrainekrise kaum Entspannung gegeben. Deshalb bleibt Otte dem Krisen-Metall treu – auch in Form von Minenaktien: „Dieser Bereich ist so dermaßen ausgebombt worden, dass wir nur noch eine Staubwolke sehen werden, wenn dieser unterbewertete Sektor anzieht.“

Im Gespräch mit Benjamin Summa, Unternehmenssprecher von pro aurum, geht Max Otte auf den bisherigen Boom der Aktienmärkte ein. Er versteht die Entwicklung der vergangenen Wochen als Zwischenkorrektur, grundsätzlich sei der Weg aber nach oben frei: „Die EZB pumpt weiterhin Liquidität in die Märkte, zudem gibt es kaum Alternativen zu Aktien. Eine Überhitzung im DAX haben wir in den vergangenen Monaten noch nicht gehabt, die Bewertungen sind angemessen“, meint Otte. Er glaubt, dass selbst eine Griechenland-Pleite den Börsenboom nicht dauerhaft belasten würde. Der Staatsbankrott wäre aus seiner Sicht eine Möglichkeit, endlich aus der verfehlten Euro-Politik herauszukommen. Größere Risiken sieht Max Otte dagegen auf dem Markt der Anleihen: „Die Anleiherenditen sind noch immer grotesk niedrig, deswegen ist die Furcht vor einer Bondblase berechtigt.“ Die jüngsten Turbulenzen an den Anleihemärkten versteht Otte als ernstes Warnzeichen dafür, dass die Politik des ultralockeren Geldes nicht ewig fortgesetzt werden kann.

Im weiteren Verlauf des Interviews geht Max Otte auf einen Trend ein, der auch den Goldpreis auf Euro-Basis stützen dürfte. So wird die Phase der Dollarstärke nach seiner Einschätzung noch lange nicht vorbei sein. Die außerordentlich aggressive Außenwirtschaftspolitik Amerikas sorgt dafür, dass der Dollar weiter an Stärke zunehmen dürfte. So nimmt Gold dann auch in der Investment-Strategie Ottes eine zentrale Rolle ein: Ein Fünftel des Investments sollte in Gold gesteckt werden, empfiehlt der Wirtschaftsprofessor.


Hier können Sie das komplette Interview mit dem Finanzmarkt-Experten Prof. Max Otte lesen


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