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Neun Prozent Rendite in 2014: Gold ist der Anlagegewinner des Jahres

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Das Jahr 2014 stand ganz im Zeichen des Gold-Bashings – es verging kaum eine Woche ohne bissige Kommentare auf Börsenportalen oder in der Tagespresse, in denen ein Abgesang auf das gelbe Metall angestimmt wurde. Und tatsächlich stand die Goldpreisentwicklung mit dem Rutsch unter die Marke von 1.180 US-Dollar kurzzeitig auf Messers Schneide, Crash-Prognosen wie die Vorhersage des Investment-Hauses „Goldman Sachs“ schienen in Reichweite – die Rohstoffanalysten des Geldhauses versicherten mehrfach, dass der Goldpreis bis Ende 2014 auf 1.050 US-Dollar fällt.

Inzwischen hat für die Finanzmärkte ein neues Jahr begonnen – und beim Nachrechnen stellen viele Investoren in ganz Europa fest, dass 2014 durchaus ein goldenes Jahr war: Laut „Spiegel Online“ kassierten Anleger mit Anleihen sowie Gold die meisten Wertzuwächse. Während deutsche Aktien ein Kursplus von durchschnittlich vier Prozent erzielten, konnten sich Goldbesitzer über einen Wertzuwachs von satten neun Prozent freuen. Zwar ist der Goldpreis in Dollar im Jahr 2014 gefallen, doch die hierzulande deutlich wichtigere Euro-Notierung steht klar im Plus. Markus Bußler, Edelmetall-Experte bei der Finanzzeitschrift „Der Aktionär“, spricht von einem „riesigen Kaufsignal“. Sogar auf Dollarbasis zeigt Gold neue Stärke: Die Notierung steht klar über der psychologisch wichtigen Marke von 1.200 US-Dollar pro Feinunze. Die 200-Tage-Linie hat Gold in Euro überwunden, was ebenfalls als bullish zu werten ist. Bußler geht von einem ersten Preisziel bei 1.080 oder sogar 1.100 Euro pro Feinunze aus. Er weist darauf hin, dass die Gold-Stärke nicht zwangsläufig auf eine stärkere Nachfrage hindeuten muss, sondern auch als Zeichen der Euro-Schwäche zu verstehen ist. Allerdings sei dies für Anleger in Deutschland von sekundärer Bedeutung. Für sie zahlt sich Gold als Schutz vor dem Wertverlust ihrer eigenen Währung aus.

Beim Blick zurück auf das Jahr 2014 ist allerdings auch festzustellen, dass neben den Gold-Pessimisten auch die euphorischen Stimmen daneben gelegen haben. Die UBS-Bank hatte beispielsweise im März 2014 ihre Prognosen für den Goldpreis angehoben, bis April 2014 sollte das Preisziel bei 1.280 Dollar und bis Juni 2014 bei 1.350 Dollar liegen. Die technischen Analysten von Citi Futures hatten für Gold ein Entwicklungspotenzial bis 1.400 US-Dollar ausgemacht. Die Analysten wurden jedoch von der Euro-Schwäche auf dem falschen Fuß erwischt, denn Gold hat alle genannten Werte in diesem Jahr nicht erreicht. Deutlich besser lagen die Analysten, die auf Einladung der „London Bullion Market Association“ an einer Goldpreis-Schätzung teilgenommen haben. Nachdem die Marktbeobachter in den vergangenen Jahren massive Fehleinschätzungen abgegeben haben, sieht ihre Prognose im Rückblick auf das Jahr 2014 gar nicht so schlecht aus: Die Tipps lagen bei einem Durchschnittspreis von 1.219 Dollar je Feinunze.


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