Kurz vor dem Zwischenhoch

Chartanalyse

Wie vor vier Wochen erwartet, ist der Edelmetallsektor mittlerweile in eine deutliche Korrektur übergegangen. Bullische Signale sind derzeit Mangelware. Vielmehr regiert auf den Tagescharts fast überall die bärisch eingebettete Stochastik. Da sich auch die Lage am Terminmarkt noch nicht deutlich verbessert hat, müssen wir von weiter fallenden Kursen ausgehen. Dabei müsste Gold wohl noch bis mindestens 1.180 USD durchgereicht werden. Für den Silberpreis bedeutet das Kurse um 15,50 USD oder sogar etwas tiefer. 

Seit Mitte Februar steckt der Goldpreis auf hohem Niveau in einer Konsolidierung. Zwar gelang zum Monatsbeginn der zwischenzeitliche Ausbruch über 1.300 USD, die Bullen konnten dieses Niveau zunächst aber nicht halten. Somit fiel der Goldpreis in die breite Handelspanne zwischen 1.280 - 1.215 USD zurück und hinterlässt einen etwas zwiespältigen Eindruck.

Um es noch einmal ganz klar zu sagen. Gold und Silber stehen am Beginn eines neuen Bullenmarktes. Ich sehe für Gold ein mittelfristiges Kursziel bei 1.500 USD und für Silber bei 25,00 USD (vermutlich bis zum Frühjahr 2017).

Gleichzeitig befindet sich der Edelmetallsektor in einer steilen Anstiegsphase, die nicht mehr lange gut gehen wird, sondern eine Zwischenkorrektur erzwingen wird. Allerdings gibt es noch keine bestätigenden Signale dafür, dass die seit Mitte Dezember laufende Rally bereits das Top erreicht hat. Vielmehr scheint es, als ob wir beim Gold mit dem Ausbruch über 1.260 USD erst in der letzten Woche in die kurzfristige Übertreibungsphase eingetreten sind, welche die Notierungen in den nächsten ein bis drei Wochen noch bis auf 1.325 bis 1.355 USD vorantreiben sollte. Im Anschluss wird es aber – wie immer - einen bösen Rücksetzer geben. Die Minenaktien und auch Silber könnten ihr Hoch schon vor dem Goldpreis erreichen. 

Alle diejenigen, die noch nicht ausreichend investiert sind, sollten sich daher unbedingt gedulden und erst in den Rücksetzer im Sommer (Juni/Juli) kaufen. Papierspekulanten sind jetzt gut beraten, nicht den letzten Cent aus dem Markt quetschen zu wollen, sondern lieber mit engen Stopps für eine Sicherung der aufgelaufenen Gewinne zu sorgen.

Die absehbaren Gewinnmitnahmen werden in den kommenden sechs bis acht Wochen an den Nerven der Trader und Investoren nagen und das Sentiment wieder deutlich abkühlen. Erst dann sind die Edelmetalle für die nächste Aufwärtswelle bereit. Achten sie auf die 200-Tagelinie beim Gold, Silber und den einzelnen Minenaktien. Erst dort ist ein sicherer und chancenreicher Einstieg wieder möglich.

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