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Kein anderes Metall besitzt so starke Symbolkraft wie Gold

Vermögens 1x1

Die meisten Menschen, die in den vergangenen Tagen eine Filiale von pro aurum besucht und ihre Goldbestände aufgestockt haben, sind zweifelsohne auf der Suche nach einem stabilen Schutz für ihr Vermögen. Doch Gold ist mehr als ein Inflationsschutz – ein einziger Blick in die Geschichte macht deutlich, dass kein anderes Metall so starke Symbolkraft besitzt wie Gold: mal ist das gelbe Metall das Sinnbild der Dekadenz (beim Tanz um das „goldene Kalb“), mal wird es zum edlen Huldigungsgeschenk der Weisen aus dem Morgenland (für den neugeborenen Jesus). Und auch 2015 n. Chr. ist Gold allgegenwärtig – im Urlaub beim Besuch von heiligen Stätten, die mit Gold verkleidet sind, oder beim Jubel für den Olympiasieger, der sich mit einer Goldmedaille schmückt.

In den vergangenen Monaten hat Gold, wie auch schon in früheren wirtschaftlich turbulenten Zeiten, eine Renaissance als Schutz gegen Inflation und Vermögensverlust erlebt und viele Bürger zu einem Investment in Sachwerte bewegt. Denn viele Menschen beobachten mit Sorge, dass Griechenland unter der Schuldenlast zu kollabieren droht. Und obwohl auch Gold von Kursschwankungen nicht verschont ist, lässt sich das Metall vielfältig einsetzen und generiert eine anhaltend hohe Nachfrage aus der Industrie. Gold ist aufgrund seiner chemischen Eigenschaften also in vielen Bereichen ein gefragter Rohstoff. Der Schmelzpunkt liegt bei 1.064, der Siedepunkt bei 2.858 Grad Celsius. In der Nachbarschaft zu Platin, Iridium und Palladium ist Gold im Periodensystem der Elemente in der ersten Nebengruppe zu finden. Dem Edelmetall wurde die Ordnungszahl 79 zugewiesen.

  • Schmuck: Gold ist in erster Linie in der Schmuckindustrie stark gefragt, etwa zwei Drittel der geförderten Menge werden nach Schätzungen des „World Gold Council“ durch Juweliere verarbeitet. Gold ist nicht nur in Ringen oder Ketten zu finden, sondern auch in Orden sowie als Blattgold in der Veredelung von Fassaden – ein Gramm Blattgold lässt sich für etwa einen halben Quadratmeter Fläche verwenden. Besonders in asiatischen Ländern wie Indien oder China ist Gold weiterhin das Schmuckmetall Nummer eins.

  • Elektronik: Auch abseits von Ringen und Ketten besteht eine Nachfrage nach dem gelben Edelmetall: Gold wird aufgrund der einfachen Verarbeitung, der guten Leitfähigkeit für Wärme und Elektrizität sowie der hohen Korrosionsbeständigkeit beispielsweise in elektronischen Bauteilen, Drähten, elektrischen Kontakten und Leiterplatten verarbeitet, und ebenso für Schaltkontakte für Signalschalter und Relais verwendet. Etwa zehn Prozent des geförderten Goldes wird von der Industrie nachgefragt.

  • Numismatik: Münzfreunde schätzen Gold jedoch weiterhin als Krönung ihrer Sammlung. Immerhin wurden Umlaufmünzen in der Antike und im Mittelalter deutlich seltener aus Gold, häufiger hingegen aus Kupfer, Bronze und Silber hergestellt. Die prächtigen Golddukaten aus dem Mittelalter, der Louis d’or aus Frankreich oder die Goldmark-Münzen aus dem deutschen Kaiserreich mit den Abbildern von Großherzogen, Fürsten und Königen sind edle Zeugnisse vergangener Zeiten.

  • Nahrung: Sogar die Lebensmittelindustrie greift nach dem Edelmetall: Blattgold wird in Form von Flocken und Pulver beispielsweise zur Veredelung von Schokolade, Pralinen oder dem berühmten Danziger Goldwasser genutzt – hierbei handelt es sich um eine alte Rezeptur bestehend aus verschiedenen Gewürzen, Zucker, Alkohol und einer Spur von Blattgold zur Stimmungsaufhellung an trüben Wintertagen. Belegt ist: In winzigen Dosen hat Gold einen regulierenden Einfluss auf das menschliche Immunsystem.

  • Optik: Gold kann Infrarotlicht sowie rotes und gelbes Licht besonders gut reflektieren, deshalb wird eine Goldschicht häufig für wärmereflektierende Beschichtungen auf Gläsern und Spiegeln aufgetragen.

  • Medizin: Neben dem klassischen Einsatz von Gold als Zahnersatz kommt das Edelmetall auch in der Rheumatherapie zur Anwendung. Allerdings ist diese Methode umstritten und wird in jüngster Zeit zunehmend durch günstigere Medikamente ersetzt. Häufig kommt es beim Einsatz von Gold im medizinischen Umfeld zu allergischen Reaktionen.

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