Hohes Gefahrenpotenzial: US-Unternehmen spekulieren in großem Umfang auf Kredit

Quer gedacht

Liebe Leser,

in meiner aktuellen Themenschwerpunkt-Ausgabe „Baisse an den Aktienmärkten und ihre Verstärker – Crash-Gefahr größer denn je“ skizzieren Roland Leuschel und ich den typischen Verlauf von Hausse zu Baisse. Die Kenntnis dieser Zyklik ist im Moment besonders wichtig, weil alle verlässlichen Indikatoren und Modelle darauf hindeuten, dass der Übergang von Hausse zu Baisse an den Aktienmärkten gerade vollzogen wurde.

Rezessionswahrscheinlichkeit auf über 70% gestiegen

Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA in den vergangenen Wochen auf mindestens 70% gestiegen. Es geht zwar nicht jede Aktienbaisse mit einer Rezession einher, aber jede Rezession mit einer Aktienbaisse. Und es waren stets die schlimmsten Baissen, die von einer Rezession begleitet wurden.

Schon aus diesem Grund rechne ich auch jetzt wieder mit einer heftigen Aktienbaisse, in deren Verlauf sich die Kurse mindestens halbieren werden. Es gibt aber noch weitere gute Gründe, die für deutlich fallende Aktienkurse sprechen.

Extrem hohe Überbewertung sorgt für Halbierung der Aktienkurse

Einer davon – und ein sehr wichtiger – ist die extreme Überbewertung des US-Aktienmarktes. Alle bewährten Kennzahlen der Fundamentalanalyse zeigen, dass die US-Börse ausschließlich im Jahr 2000 noch etwas höher bewertet war als heute. Bei einer Kurshalbierung würde die Bewertung lediglich in den neutralen Bereich fallen. Um unterbewertet zu sein, müssten die Kurse also deutlich mehr als 50% nach unten rauschen.

Spekulieren auf Kredit hat neue Rekorde aufgestellt

Ein anderer Grund für eine heftige Baisse ist die Tatsache, dass das Spekulieren auf Kredit im laufenden Zyklus neue Rekorde aufgestellt hat. Damit meine ich nicht nur die Höhe der US-Wertpapierkredite, die auf den Rekordstand von 2,83% des Bruttoinlandsprodukts gestiegen sind – an den Tops der Jahre 2000 und 2007 waren es 2,78% bzw. 2,62%.

Viel wichtiger noch ist die Tatsache, dass das Spekulieren auf Kredit auch bei US-Unternehmen ein nie gekanntes Ausmaß angenommen hat. Hier wurden alle Regeln eines seriösen Anlegers über Bord geworfen. Die Rechnung für diese hochriskante Unternehmenspolitik wird auf dem Fuße folgen.

Aktienkäufe auf Kredit werden zum Brandbeschleuniger

Die Tatsache, dass US-Unternehmen im laufenden Zyklus in großem Maße Aktien auf Kredit gekauft haben, ist wenig bekannt. Sie ist aber eine der wichtigsten Fehlentwicklungen des laufenden Zyklus. Von nur wenigen wirklich beachtet, wird sie auf dem Weg nach unten als Brandbeschleuniger für Schlagzeilen sorgen.

Wer sich für die Details dieser wichtigen Fehlentwicklung interessiert, liest bitte meine oben erwähnte Themenschwerpunkt-Ausgabe „Baisse an den Aktienmärkten und ihre Verstärker“. Darin erklären wir, warum sich diese Form des Spekulierens auf Kredit auf dem Weg nach unten als Verstärker der noch sehr jungen Aktienbaisse erweisen wird.

US-Wertpapierkredite in % des US-BIP (blau), S&P 500 (rot), 1994 bis 2015

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Nachdem die Wertpapierkredite ein neues Allzeithoch erreicht hatten, sind sie inzwischen wieder rückläufig und signalisieren damit das Ende der Hausse. Quelle: www.krisensicherinvestieren.com

Haben Sie keine Angst vor der Baisse – Nutzen Sie die Chance

Ich möchte Ihnen keineswegs Angst vor der Baisse machen, ganz im Gegenteil. Seit es Finanzmärkte gibt wechseln sich Haussen und Baissen ab. Wie sich immer und immer wieder gezeigt hat, können auch die Zentralbanken daran nichts ändern. Das ist die Realität, mit der Sie als Anleger leben müssen – und auch extrem gut leben können, wenn Sie sich darauf einstellen und entsprechende Investments bevorzugen.

Nun tun die Massenmedien und die Banken zwar immer so, als seien Baissen Katastrophen. Das sind sie aber nur, wenn sie unvorbereitete Anleger treffen. Denn gerade in Baissephasen können gewitzte Investoren viel Geld verdienen, indem sie auf fallende Kurse setzen. Konkrete Kaufempfehlungen, die Ihnen in dieser noch sehr jungen Baisse erfreuliche Gewinne einbringen werden, finden Sie in Krisensicher Investieren. Lassen Sie diese Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen, und testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos meinen Börsenbrief Krisensicher Investieren.

Meine Leser haben eine Goldminenaktie gerade mit 30,7 Prozent Gewinn verkauft und Sie?

In der kommende Woche erscheinenden November-Ausgabe beschäftigen wir uns aber nicht nur mit Rezession und Baisse. Wir zeigen Ihnen auch, dass Gold und Silber gerade wichtige Kaufsignale gegeben haben. Diese deuten darauf hin, dass die lang anhaltende Edelmetallbaisse der vergangenen vier Jahre endlich vorüber ist.

Eine vor nur vier Wochen in unserem kurzfristig orientierten Trading-Depot zum Kauf empfohlene Goldminenaktie haben unsere Leser gerade erst mit einem Gewinn von 30,7% verkauft. In den kommenden Monaten wird es zahlreiche weitere exzellente Kaufgelegenheiten bei den Edelmetallaktien geben. Nutzen Sie sie.

Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Herbst.

Ihr

Claus Vogt, Chefredakteur „Krisensicher Investieren“

P.S.: Am 5. und 6. November findet in München die Edelmetallmesse statt. Besuchen Sie uns an unserem Krisensicher Investieren Messestand (Standnummer 20).

Dieser Beitrag enthält Auszüge aus Claus Vogts Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN, den er seit November 2013 gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt. Hier verfolgt der ausgewiesene Börsenkenner mit spitzer Feder das Marktgeschehen und unterstützt seine Leser mit fundierten Anlageempfehlungen.


Zum Autor:

Claus Vogt ist Buchautor (Das Greenspan Dossier, Die Inflationsfalle, The Global Debt Trap, jeweils gemeinsam mit Roland Leuschel).

Claus Vogt hat den Beginn einer langfristigen Goldhausse bereits 2001 exakt beim Tiefstkurs von 255$ vorhergesagt und gemeinsam mit Roland Leuschel im Jahr 2000 und 2007 rechtzeitig vor dem Platzen der Spekulationsblasen an den weltweiten Aktien- und Immobilienmärkten gewarnt. Jetzt sieht er das Ende der zyklischen Goldpreis-Baisse und prognostiziert gerade bei den Goldminenaktien atemberaubende Chancen.

Gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt er den Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN. Lesen Sie in der gerade erschienenen Themenschwerpunkt-Ausgabe „Baisse an den Aktienmärkten und ihre Verstärker“ von KRISENSICHER INVESTIEREN, dem Börsenbrief, der Ihr Vermögen schützt und bewahrt, folgende Themen: „Crash-Gefahr größer denn je“, „Wirtschaft und Märkte sind und bleiben zyklisch“, „Mangelnde Liquidität wird auf dem Weg nach unten zum Problem“, „Lehrreiche Gemeinsamkeiten der Börsen Chinas und Griechenlands“, „Aktienrückkäufe waren eine bedeutende Triebfeder der Hausse, jetzt werden sie die Baisse verstärken“; „Nutzen und Grenzen der Chartanalyse“. Darüber hinaus lesen Sie in der nächste Woche erscheinenden November-Ausgabe, wieso die Rezessionswahrscheinlichkeit auf über 70% gestiegen ist und was das für Sie als Börsianer bedeutet. Darüber hinaus stellen wir Ihnen ein gerade erfolgtes langfristiges Verkaufssignal für den japanischen Aktienmarkt vor, besprechen ausführlich die potenzielle Trendwende, die Silber und Gold gerade vollzogen haben, und analysieren die großen Gefahren, die von Derivatemärkten ausgehen, wo ein extrem hoher Konzentrationsprozess stattgefunden hat: 95% aller von US-Banken gehaltenen Derivate befinden sich in den Büchern von lediglich 5 US-Großbanken.

 Claus Vogt

Herr Claus Vogt

Chefredakteur Krisensicher Investieren


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