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Gold - noch einmal Luft holen?

Chartanalyse

Die Entscheidung der Briten zugunsten eines Austritts aus der EU kam überraschend. Die Konsequenzen am Goldmarkt waren für dieses Szenario aber absehbar und nur logisch. Schließlich setzen die starken Kursanstiege der letzten Wochen lediglich den im Dezember begonnen Aufwärtstrend weiter fort. Ungeachtet der kurzfristigen Bewegungen bleibt mein Kursziel von 1.500 – 1.530 USD bestehen. Ursprünglich hatte ich dafür das Frühjahr 2017 anvisiert. Wie wir jetzt wissen, kann dieser starke Widerstand auch deutlich schneller und damit bereits in den kommenden Monaten erreicht werden. 

Physisches Gold als Stabilisator bleibt im aktuellen Umfeld unersetzlich. Denn während sich die Ereignisse bei den britischen Immobilienfonds, den italienischen Banken als auch bei der Deutschen Bank überschlagen, stellen Gold und Silber einen sicheren Hafen ohne Ausfallrisiko dar.

Charttechnisch interessant ist die Frage, was nach dem Erreichen der Zielzone 1.500 – 1.530 USD am Goldmarkt passieren wird. Ein deutlicher Rücksetzer in den Bereich 1.260 – 1.330 USD halte ich für sehr wahrscheinlich. Wer also derzeit den Zug verpasst hat, bekommt vermutlich in den nächsten 10 Monaten nochmals eine wirklich gute Einstiegschance präsentiert. 

Wie aber der von mir durchaus verehrte Jim Rogers im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung auf Goldpreise unterhalb von 1.000 USD kommt, bleibt mir etwas rätselhaft. Dann müsste es sich bei der fulminanten Rally der letzten Monate lediglich um eine Bärenmarktrally handeln. Ausgeschlossen ist das natürlich nicht! Die extreme Konstellation am Terminmarkt spricht durchaus dafür. Auch seine Argumentation basierend auf der schwierigen Situation in China kann ich nachvollziehen. Ansonsten sehe ich den Goldpreis aber gerade aufgrund der oben genannten Stressfaktoren nach unten gut unterstützt. Wie eingangs schon beim Monatschart erwähnt, benötigt es einen klaren Schlusskurs oberhalb von 1.550 USD, um die These einer Bärenmarktrally zu widerlegen. Auch im positiven Fall dürfte es bis dahin noch mindestens ein Jahr dauern!

Kurzfristig schwinden den Bullen jedenfalls etwas die Kräfte. Unterhalb von 1.335 USD werden die Bären Morgenluft schnuppern und die überkaufte Lage nutzen, um den Goldpreis bis in den Bereich 1.262 – 1.295 USD zurückzudrücken. Dieser Rücksetzer könnte dann die letzte Gelegenheit für einen Einstieg darstellen, bevor der Zug in Richtung 1.500 USD endgültig durchstartet.

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