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Gold – die Woche der Entscheidung

Chartanalyse

Wie vor vier Wochen erwartet, ist der Edelmetallsektor mittlerweile in eine deutliche Korrektur übergegangen. Bullische Signale sind derzeit Mangelware. Vielmehr regiert auf den Tagescharts fast überall die bärisch eingebettete Stochastik. Da sich auch die Lage am Terminmarkt noch nicht deutlich verbessert hat, müssen wir von weiter fallenden Kursen ausgehen. Dabei müsste Gold wohl noch bis mindestens 1.180 USD durchgereicht werden. Für den Silberpreis bedeutet das Kurse um 15,50 USD oder sogar etwas tiefer. 

Seit Mitte Februar steckt der Goldpreis auf hohem Niveau in einer Konsolidierung. Zwar gelang zum Monatsbeginn der zwischenzeitliche Ausbruch über 1.300 USD, die Bullen konnten dieses Niveau zunächst aber nicht halten. Somit fiel der Goldpreis in die breite Handelspanne zwischen 1.280 - 1.215 USD zurück und hinterlässt einen etwas zwiespältigen Eindruck.

Einerseits bleiben die Bullen letztlich immer noch am Drücker und der laufende Rücksetzer kann auch als Test des Februarhochs bei 1.262 USD eingeordnet werden. Andererseits zieht sich das ganze nun doch schon recht lange hin. Die Terminmarktdaten sind zudem brandgefährlich und auch die saisonale Komponente ist auf Sicht der kommenden Wochen alles andere als günstig.

Dennoch gilt es dem Markt zuzuhören. Hier ist von einem größeren Schwächeanfall weit und breit nichts zu sehen. Im Zweifel geht die Rally also trotz Verzögerungen weiter. Der Goldpreis könnte also entgegen der statistischen Erwartung bis in den Frühsommer hinein weiter haussieren. Vielleicht treibt im Hintergrund auch die Angst um den möglichen Brexit die Anleger in den sicheren Hafen Gold. Damit wäre ein Rally bis zum 23.Juni denkbar.

Übergeordnet steigt der Goldpreis innerhalb der nächsten 8-12 Monate mit hoher Wahrscheinlichkeit zunächst bis auf 1.500 USD. Der Weg dorthin wird aber keine Einbahnstraße. Geduldige Anleger behalten jetzt die Nerven und warten auf eine günstige Nachkaufchance, egal auf welchem Niveau sich diese dann auch immer präsentieren wird.

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Ansprechpartner

 Florian Grummes

Herr Florian Grummes

Analyst


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