Finaler Ausverkauf bei Gold wie im Jahr 1999

Quer gedacht

Es ist schon interessant, wie sich manche Kursverläufe ähneln. Schauen Sie sich den folgenden Chart bitte genau an. Er zeigt Ihnen den Verlauf des Goldpreises in $ seit 2012 und darunter den von 1996 bis 1999. Wie Sie sehen, kam es 1999 ebenso wie heute zu einem klaren charttechnischen Ausbruch nach unten. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass die Stimmen, die einen weiteren Goldpreisverfall prognostizierten, damals ebenso weit verbreitet waren wie heute. Selbst zahlreiche langfristig eher bullish eingestellte Analysten gaben ihren Lesern 1999, bei einem Goldpreis von 260 $ den Rat, neue Käufe erst bei Kursen unter 200 $ vorzunehmen, während die Bären sehr viel tiefere Preise in Aussicht stellten.

Goldpreis pro Unze in $, Momentum-Oszillator, 2012 bis 2015 und 1996 bis 1999

Goldpreis pro Unze in $, Momentum-Oszillator, 2012 bis 2015 und 1996 bis 1999
Goldpreis pro Unze in $, Momentum-Oszillator, 2012 bis 2015 und 1996 bis 1999
Die Bilder ähneln sich, und die Stimmung der Marktteilnehmer war in beiden Episoden nahezu identisch. Quelle: StockCharts.com

Die Sentimentindikatoren und die extrem einseitige Positionierung der Terminmarktteilnehmer zeigen, dass mich meine Erinnerung nicht trügt. Einige dieser Indikatoren, die ich vorige Woche in meinem Krisensicher Investieren Wochenupdate besprochen habe, haben inzwischen sogar die Negativ-Rekorde gebrochen, die damals aufgestellt wurden. Und das, obwohl die fundamentalen Rahmenbedingungen heute sehr viel deutlicher für Gold sprechen als 1999. Nun hilft es Ihnen wenig, wenn Sie wissen, dass der Kurs heute wie damals nach unten ausgebrochen ist. Deshalb zeige ich Ihnen auf dem nächsten Chart, wie es 1999 am Goldmarkt weitergegangen ist.

Goldpreis pro Unze in $, Momentum-Oszillator, 1996 bis 1999

Goldpreis pro Unze in $, Momentum-Oszillator, 1996 bis 1999
Aus charttechnischer Sicht war die Bodenbildung des Jahres 1999 nicht in den Griff zu bekommen. Quelle: StockCharts.com

Das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Aufwärtswelle, die Sie hier sehen, waren atemberaubend: ein Plus von 35% in wenigen Tagen. Dabei handelte es sich um einen typischen „Short-Squeeze“ an den Terminmärkten, der durch einen großen Überhang spekulativer Short-Positionen möglich wurde, die sehr schnell eingedeckt wurden, sobald die Kurse anfingen zu steigen.

Short-Positionen sind wie 1999 der Treibstoff für den Beginn der Gold-Hausse

Das Ausmaß der Short-Positionen der Großspekulanten ist inzwischen sogar größer als damals. Das allein garantiert natürlich noch keinen Kursanstieg. Aber es liefert den Treibstoff für den jederzeit möglichen Beginn einer Hausse. Das aktuelle Chance-Risiko-Verhältnis von Short-Positionen am Goldmarkt ist überaus schlecht. Die Profis wissen das natürlich. Deshalb werden sie mit engen Stop-Loss-Marken arbeiten und auf steigende Kurse sehr schnell mit dem Glattstellen ihrer Shorts reagieren.

Setzen Sie auf die beste Kaufgelegenheit seit 1999

Insgesamt ist die Gemengelage am Goldmarkt in höchstem Maße attraktiv. Ich glaube, dass es sich hier um die beste Kaufgelegenheit seit 1999 handelt. Wenn Sie noch nicht ausreichend investiert sind, dann sollten Sie jetzt unbedingt aktiv werden.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende


Ihr

Claus Vogt, Chefredakteur „Krisensicher Investieren"

Dieser Beitrag enthält Auszüge aus Claus Vogts Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN, den er seit November 2013 gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt. Hier verfolgt der ausgewiesene Börsenkenner mit spitzer Feder das Marktgeschehen und unterstützt seine Leser mit fundierten Anlageempfehlungen.


Zum Autor:

Claus Vogt ist Buchautor (Das Greenspan Dossier, Die Inflationsfalle, The Global Debt Trap, jeweils gemeinsam mit Roland Leuschel).

Claus Vogt hat den Beginn einer langfristigen Goldhausse bereits 2001 exakt beim Tiefstkurs von 255$ vorhergesagt und gemeinsam mit Roland Leuschel im Jahr 2000 und 2007 rechtzeitig vor dem Platzen der Spekulationsblasen an den weltweiten Aktien- und Immobilienmärkten gewarnt. Jetzt sieht er das Ende der zyklischen Goldpreis-Baisse und prognostiziert gerade bei den Goldminenaktien atemberaubende Chancen.

Gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt er den Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN. Lesen Sie in der gerade erschienenen Themenschwerpunkt-Ausgabe „Weltwährungssysteme und Staatsschuldenexzesse“ von KRISENSICHER INVESTIEREN, dem Börsenbrief, der Ihr Vermögen schützt und bewahrt, folgende Themen: „Weltwährungssystem und Staatsfinanzierung vor dem Kollaps“, „Das Bretton Woods-Weltwährungssystem räumte den USA eine mächtige Sonderstellung ein“, „Exkurs: Der holprige Start der großen Goldhausse 1968“, „Lässt sich der Tag der Wahrheit noch hinauszögern?“, „Nixons Wortbruch besiegelte das Ende von Bretton Woods“; „Staatsbankrotte und Inflationen gehen Hand in Hand“, „Was das für Sie als Anleger bedeutet“ sowie „Wie das nächste Währungssystem aussehen kann und wird“. Darüber hinaus lesen Sie in der kommenden August-Ausgabe „Alarm im Internationalen Währungsfonds“, aber auch konkrete Kaufempfehlungen, mit denen Sie jetzt von der brisanten Lage an den Aktienmärkten profitieren, beispielsweise mit interessanten Short-Empfehlungen, aber natürlich auch Empfehlungen aus dem Edelmetallsektor.

Ansprechpartner

 Claus Vogt

Herr Claus Vogt

Chefredakteur Krisensicher Investieren


Verwandte Themen