Erholung kommt (aber evtl. erst nach der US-Wahl)

Chartanalyse

Die seit Anfang Juli im gesamten Edelmetallsektor angelaufene Korrektur hat sich zuletzt beschleunigt und damit erstmals seit langer Zeit wieder für etwas Angst unter den Anlegern gesorgt. Letztlich bewegen sich die Rücksetzer bis dato aber in einem völlig normalen und gesunden Rahmen. Allerdings darf nicht verschwiegen werden, dass sowohl der Gold- als auch der Silberpreis bislang große Müge haben, hier zügig wieder auf die Beine zu kommen bzw. eine Erholung einzuleiten.

Auf allen analysierten Tagescharts (bis auf den Silberpreis in EUR) befindet sich die Stochastik im bärisch „embedded“ Zustand. Damit ist der jeweilige Abwärtstrend quasi festgezurrt und die Wahrscheinlichkeit spricht eher für weiteren Abgabedruck. Es benötigt also einen deutlichen Befreiungsschlag, um die Markttechnik aus dieser bärischen Umklammerung zu lösen. Gelingt dies in Bälde, dürften Gold und Silber schnell bis an ihre 50-Tagelinie haussieren. Je länger sie aber knapp oberhalb ihrer 200-Tagelinie lethargisch festkleben, umso größer wird die Gefahr, dass es doch noch zu einem vorübergehenden Durchbruch (Bärenfalle) unter diese wichtige Durchschnittslinie kommt.

Da in den USA bekanntlich in drei Wochen die enorm wichtigen Präsidentschaftswahlen anstehen, wäre ein starker Goldpreisanstieg sicherlich unpassend. Insofern sollte man in den nächsten drei Wochen nicht all zu viel erwarten, sondern eher davon ausgehen, dass die Edelmetallpreise vor sich hindümpeln werden bzw. „nach oben gedeckelt“ bleiben.

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