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Dirk Müller befürchtet dramatische Crash-Gefahr an den Aktienmärkten in Europa und Asien

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Der Dax hat kürzlich den größten Tagesverlust seit Jahren verzeichnet, der Euro kämpft sich zu erstaunlicher Stärke zurück – die Finanzmärkte spielen seit Tagen verrückt und Anleger sind alarmiert. Immerhin war eine weitere Euro-Schwäche vor dem Hintergrund der Griechenland-Krise sowie der gegensätzlichen Geldpolitik von Fed und EZB ausgemachte Sache. Und der Dax konnte bislang alle Negativ-Schlagzeilen abschütteln. Der Investment-Experte Dirk Müller mahnt im Interview mit „finanzen.net“ zur Vorsicht: „Wir sind schon sehr weit gelaufen, dazu kommen die Griechenland-Angst und die Aktienblase in China“, warnt Müller. Eine deutliche Korrektur ist aus seiner Sicht wahrscheinlich „und auch zwingend notwendig.“

Im Gespräch mit dem Finanzportal beschreibt Dirk Müller ein dramatisches Szenario - 20 Prozent, vielleicht sogar 30, 40 oder gar 50 Prozent sind möglich. Allerdings gäbe es wenige Alternativen zu Aktien. Die meisten Deutschen beobachten das Treiben an der Börse trotzdem von der Seitenlinie: 87 Prozent der Menschen hierzulande besitzen laut Deutschem Aktieninstitut gar keine Anteilsscheine. Dirk Müller glaubt, dass es hier nicht zu einem Umdenken kommen wird. Er schätzt die Deutschen als zu pessimistisch und auch zu ängstlich ein.

Der Anlagestratege weist im Interview mit Benjamin Summa, Unternehmenssprecher von pro aurum, auf einige Stolpersteine für kurzfristig orientierte Anleger hin. So geht er beispielsweise davon aus, dass die Zinserhöhung der Fed nicht wie erwartet kommt. „Die amerikanische Wirtschaft ist viel schwächer, als das von vielen vorausgesagt wurde“, warnt Müller. Müller glaubt nicht, dass die Fed den Dollar gegen den schwachen Euro und die übrigen Weltwährungen noch stärker machen wird. Viel dramatischer als das Erstarken des Dollar sieht Dirk Müller allerdings den Aktienboom in Asien: Anleger zocken wie wild am chinesischen Aktienmarkt, viele auf Kredit. Dirk Müller zieht Parallelen zum Neuen Markt in Deutschland und befürchtet einen dramatischen Aktien-Crash.

Für Goldanleger hat Dirk Müller vorerst wenig erfreuliche Nachrichten. Er befürchtet, dass es noch mal einen kräftigen Schlag nach unten gehen könnte für das gelbe Metall. Erst dann seien die letzten zittrigen Hände aus dem Goldmarkt gespült. Der bekennende Goldfan erklärt, dass Gold derzeit Spielball der unterschiedlichen Marktinteressen sei. An den Papiermärkten hätten große Marktteilnehmer aufgrund ihrer eigenen Positionierung ein Interesse daran, den Goldpreis künstlich niedrig zu halten.


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 Dirk Müller

Dirk Müller

Börsenmakler, Finanzexperte, Autor


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