Den Bären bleiben vermutlich noch drei Wochen

Chartanalyse

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“. Diese Weisheit von Sokrates gilt natürlich auch für mich. Selten aber war die Lage am Goldmarkt in den letzten zwei Jahren so klar wie aktuell. Die finale Kapitulation ist in vollem Gange. Die nächsten zwei bis drei Wochen sollten von größter Irrationalität geprägt sein. Natürlich sind Gold und Silber völlig überverkauft bzw. massiv unterbewertet und werden sich mittelfristig wieder in ganz anderem Lichte präsentieren. Kurzfristig aber rast der Bärenzug vermutlich unbeirrt weiter und wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit erst in der Gegend um 1.000,00US$ ruckartig zum Stillstand kommen. Der letzte Akt des vierjährigen Bärentheaters könnte bereits Ende August/Anfang September vollzogen sein.

Wer jetzt noch sein Gold verkauft, hat von den Mechanismen an den Finanzmärkten überhaupt nichts verstanden. Auch Absicherungsstrategien machen auf dem aktuellen Niveau überhaupt gar keinen Sinn mehr. Vielmehr sollte jeder Marktteilnehmer einen klaren Handlungsplan verfasst haben, wie er von der unmittelbar bevorstehenden Trendwende an den Edelmetallmärkten profitieren kann. Das Investment in physische Barren und Münzen bleibt oberste Wahl. Die Minenaktien sind nach einem zu erwartenden Rücksetzer ebenfalls ein klarer Kauf, allerdings am besten in Form eines ETF (GDX und GDXJ) oder des pro aurum ValueFlex Fond (ISIN: DE000A0YEQY6). Einzeltitel haben in den kommenden Jahren die Chance auf gigantische Kursgewinne, allerdings müssen sie dabei auch die Nadel im Heuhaufen finden.

Was Absicherungsstrategien betrifft, müssen sie diese allerspätestens jetzt bei ihren Aktieninvestments im DAX tätigen. Mit der gestern verkündeten Abwertung der chinesischen Währung sollte Ihnen klar geworden sein, dass in China die Probleme bereits ziemlich groß sind. Eine sich abschwächende chinesische Nachfrage wird den exportlastigen DAX massiv unter Druck bringen. Gleichzeitig müssten die eingeführten Kapitalkontrollen mittelfristig dazu führen, dass die Chinesen aufgrund ihrer weiter abwertenden Währung ins Gold fliehen werden.

Zusammengefasst erwarte ich schon in den nächsten zwei bis vier Wochen den finalen Boden beim Gold im Bereich um 1.035,00 US$ bis 980,00 US$. Mein absolutes Worst-Case Szenario sieht den Boden bei 972,00 US$. Mir ist bewusst, dass der Zeitraum sehr kurz ist, sollte sich die Bärenflagge aber bestätigen, kann alles ziemlich schnell über die Bühne gehen. Im Anschluss wird sich der Gold wie Phoenix aus der Asche erheben und bereits im Oktober die Widerstandsmarke um 1.140,00US$ angreifen. Bis zum Jahresende sehe ich den Goldpreis gut erholt oberhalb von 1.200,00 US$.

Sollte jetzt aber doch wider Erwarten direkt eine größere Erholung gelingen, so wird dies das Ende des Bärenmarktes nochmals hinauszögern. Die Tief bei 1.071,20 US$ hat jedenfalls in meinen Augen noch nicht das Ende der Korrektur markiert. Die Minenaktien und Silber werden aber das letzte Tief beim Goldpreis nicht mehr mitmachen.

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