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Das sind klare Kaufkurse

Chartanalyse

Nach einem sehr erfreulichen ersten Halbjahr 2016 nähert sich nun in Kürze ein sehr schwieriger zweiter Jahresteil seinem Ende. Insgesamt fällt das Urteil über das abgelaufene Jahr 2016 daher natürlich gemischt aus. Einerseits spricht noch immer fast alles für einen neuen Aufwärtszyklus, welcher ziemlich genau vor einem Jahr beim Gold mit 1.046 USD und beim Silber mit 13,62 USD seinen Ausgangspunkt gehabt hat. Charttechnisch jedoch ist in den letzten fünf Monaten viel Porzellan zerschlagen worden und es fehlt bis dato ein glaubwürdiges Lebenszeichen der Bullen.

Gleichzeitig kann man aber argumentieren, dass die erste Welle in einem neuen Aufwärtszyklus immer sehr tief korrigiert und zurückgenommen wird, da der neue Aufwärtszyklus ja von vielen noch gar nicht bemerkt worden ist und damit auf wackeligen Füßen steht. Auch in der Elliott-Wellen Analyse fällt die Welle 2 typischerweise immer sehr tief aus. Ohne sich damit an einen Strohhalm klammern zu wollen, bin ich immer noch recht optimistisch, allerdings nach wie vor nicht 100%ig von einem neuen Bullenmarkt überzeugt. Die nächsten sechs Monate sollten uns hier etwas mehr Klarheit bringen.

In jedem Fall sind Gold und Silber aktuell stark überverkauft und die nächste größere Bewegung müsste auf Sicht der kommenden Monate nach oben, also bullisch, verlaufen. Dies wäre dann die Welle 3, welche fast immer sehr gradlinig, nachhaltig und ohne größere Schwankungen verläuft. Ich halte es nicht für vermessen, dass diese Welle 3 den Goldpreis im kommenden Jahr bis auf ca. 1.500 USD voranbringen könnte. Beim Silberpreis entspricht das ca. 26 USD.

 Zuvor könnte es im Umfeld der morgigen FED-Sitzung sowie im Verlauf der umsatzschwachen Handelstage in den letzten zwei Wochen des Jahres aber durchaus noch zu einem finalen Ausverkauf am Gold- und damit auch am Silbermarkt kommen. Mein absolutes „worst case“-Szenario liegt für den Goldpreis bei ca. 1.120 für den Silberpreis bei ca. 15,80 USD. 

Erfreulich ist die konstruktive Entwicklung beim Gold/Silber-Ratio, welche aktuell ein neues Kaufsignal für den gesamten Edelmetallsektor zu liefern scheint. Wer hier für die Silberstärke eine fundamentale Erklärung sucht, wird sowohl bei der indischen Goldenteignung (welche zu einer steigenden Silbernachfrage aus Indien führen dürfte) sowie bei den gestiegenen Inflationserwartungen aufgrund deutlich anziehender Rohstoffpreise (Erdgas +53%, Öl +43%, Zucker +28%, Kupfer +28% etc.) fündig.

Auch wenn noch immer keine klaren Trendwendesignal vorliegen, überwiegen jetzt erst recht die Chancen und man ist gut beraten, die ausgebombten Kurse beim Gold, Silber und den Minenaktien antizyklisch zu nutzen.

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