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Bis zum Frühsommer ist noch Geduld notwendig

Chartanalyse

Nach den stürmischen Februar-Wochen hat sich die Aufregung am Goldmarkt zuletzt etwas beruhigt. In das Zentrum der Berichterstattung war er ja trotz der erfolgten Kursexplosion nie vorgedrungen. Mittlerweile haben sich die Marktteilnehmer aber zunehmend an Preise oberhalb von 1.200 USD gewöhnt. Vor allem die physische Nachfrage seitens der Gold-ETFs blieb auch auf dem erhöhten Preisniveau stabil und dürfte einer der Hauptpreistreiber gewesen sein. Damit lässt sich auch die berechtige Argumentation der Bären, welche auf die gefährlich hohen kommerzielle Shortpositionen hinweisen, zumindest teilweise entkräftigen. Auch waren in den Jahren 2009-2011 schon sehr viel höhere kommerzielle Shortpositionen zu beobachten gewesen. Gerade die gestiegene institutionelle Nachfrage (Stichwort „Münchner Rück“) kommt eher über den physischen Markt, denn diese Spieler kaufen Gold nicht wegen Spekulationsgewinnen, sondern als Absicherung. Für Spekulationsgewinne nutzt ein professionelles Handelsteam deutlich liquidere und leichter handelbare Märkte als den Gold- und Silbermarkt. Wer sich aber gezielt gegen Negativzinsen und die Zerstörung der Währung schützen will, braucht das Material physisch. Deswegen scheinen die kommerziellen Händler am Papiergoldmarkt (COMEX) momentan nicht die Kraft zu besitzen, die Preise in die gewünschte Richtung zu drücken.

Gleichzeitig benötigt der Goldpreis aber noch mehr Zeit, um den steilen Anstieg zu verdauen. Typischerweise müsste die 200-Tagelinie (aktuell 1.140 USD) vor dem nächsten großen Anstieg noch einmal kurz „geküsst“ werden. Insofern bleibe ich bei meiner Erwartung, dass der Goldmarkt vorerst auf hohem Niveau volatil hin- und her konsolidieren müsste, bevor es dann zwischen Mai und Juli (allerspätestens bis Mitte August) den typischen schnellen Ausverkauf gibt. Im Anschluss müsste sich der Goldpreis dann auf den Weg machen, das aktivierte Kursziel bei 1.500 USD bis zum Frühjahr 2017 zu erreichen. Silber wird wohl ebenso bis zum Frühsommer noch konsolidieren und seitwärts laufen. Ab August erwarte ich hier aber ein Kursfeuerwerk und bis zum Frühjahr 2017 mindestens Kurse um 25,00 USD.

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