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Aktiencrash in China: Größter Investitions- und Kreditboom aller Zeiten geht zu Ende

Quer gedacht

Während sich die ganze Welt um Griechenland zu drehen scheint, haben die Aktienmärkte Chinas in den vergangenen drei Wochen einen Crash erlebt. Sie sind um mehr als 30% eingebrochen, obwohl Regierung und Zentralbanker alle Register gezogen haben, um die Kursverluste zu verhindern. Und die Bedeutung dieses Crashs geht im Gegensatz zu Griechenland weit über die Aktienmärkte hinaus: Er signalisiert das Ende des größten Investitions- und Kreditbooms aller Zeiten. 

Unterschätzen Sie die Folgen dieses Crashs für China und die Weltwirtschaft nicht

In den vergangenen sechs Jahren hat China den größten Investitionsboom aller Zeiten erlebt. Er ging Hand in Hand mit einem der größten Kreditbooms aller Zeiten. Wie ich in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren gezeigt habe, gleicht der aktuelle chinesische Kreditboom dem Kreditboom Japans Ende der 80er auf frappierende Weise. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass er auch ähnlich verheerende Folgen haben wird.

Die Geschichte zeigt jedenfalls, dass alle großen Investitions- und Kreditbooms in eine ebenso große und lang anhaltende Krise münden. Und der gesunde Menschenverstand reicht eigentlich aus, um zu erkennen, warum das so ist: Die Anzahl sinnvoller und ertragreicher Investitionsobjekte ist begrenzt. Deshalb muss es in ausgeprägten Boom-Phasen zu Fehlinvestitionen kommen, die zum Scheitern verurteilt sind. Je größer der Boom und je länger er anhält, desto mehr Fehlinvestitionen werden getätigt und desto größer fällt die spätere Anpassungs- oder Bereinigungskrise aus.

Beängstigend: Chinas Bankenblase ist größer als die japanische der 80er

Nun übertrifft aber nicht nur der chinesische Investitionsboom den japanischen der 80er Jahre. Auch der Bankensektor Chinas ist noch erheblich aufgeblähter als der damalige Bankensektor Japans. Damit ist Chinas Bankenblase noch größer als ihre spektakuläre Vorgängerin in Japan.

Der folgende Chart gibt Ihnen einen Eindruck, wovon ich hier rede. Er zeigt Ihnen die Entwicklung der Bilanzsumme des Bankensektors Chinas, Japans und der USA in % des Welt-Bruttoinlandsprodukts (BIP). Wie Sie sehen, hat China alle Rekorde gebrochen:

Bilanzsumme des Bankensektors in % des Welt-BIP, 1993 bis 2014

Bilanzsumme des Bankensektors in % des Welt-BIP, 1993 bis 2014
Der Crash am chinesischen Aktienmarkt signalisiert das Ende des riesigen Kreditbooms in China. Quelle: www.krisensicherinvestieren.com

Seit 2008 ist die Bilanzsumme des chinesischen Bankensektors von 9 Billionen $ auf 24 Billionen $ gestiegen. Diese Zunahme von 15 Billionen $ ist etwas höher als die Bilanzsumme aller US-Geschäftsbanken, die 14,6 Billionen $ beträgt. Dabei ist Chinas Wirtschaftsleistung mit einem BIP von rund 9 Billionen $ deutlich kleiner als die der Vereinigten Staaten mit rund 17 Billionen $. Chinas Wirtschaftsleistung entspricht 12,2% des Welt-Bruttoinlandsprodukts. Aber die Bilanzsumme des chinesischen Bankensektors entspricht 33,1% des Welt-Bruttoinlandsprodukts.

Als Anfang der 90er Jahre Japan die Welt zu dominieren schien, erreichte das japanische BIP den Spitzenwert von 17,9% des Welt-Bruttoinlandsprodukts, und die Bilanzsumme des japanischen Bankensektors 27,3%. Inzwischen sind diese beiden Kennzahlen auf 6,8% beziehungsweise 11,8% gesunken. So ändern sich die Zeiten. Wahrscheinlich auch in China. Deshalb bin ich mir sicher, dass Roland Leuschel und ich das Thema China in den kommenden Monaten und Jahren noch intensiv in unserem Börsenbrief Krisensicher Investieren besprechen werden.

China-Crash ähnelt Aktiencrash von 1929 auf fatale Weise

In der bereits am Dienstag kommender Woche erscheinenden August-Ausgabe von Krisensicher Investieren legen wir ausführlich dar, warum die aktuellen Vorgänge in China auch für den Rest der Welt von großer Relevanz sind. Außerdem zeigen wir, dass die Ereignisse rund um den Aktiencrash in China auf fatale Weise den Vorgängen des Jahres 1929 gleichen, als ein spektakulärer Aktiencrash in den USA die Weltwirtschaftskrise einläutete. Darüber hinaus machen wir uns Gedanken darüber, wer den Goldpreis manipuliert, zeigen die Gemeinsamkeiten von Griechenland, Simbabwe und Somalia, erläutern, warum jetzt auch die Existenz des IWF auf dem Spiel steht, und vieles mehr.

Schützen Sie sich und Ihr Vermögen in Tagen wie diesen bevor es zu spät ist. Testen Sie Krisensicher Investieren unverbindlich 30 Tage lang kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende


Ihr

Claus Vogt, Chefredakteur „Krisensicher Investieren" 

Dieser Beitrag enthält Auszüge aus Claus Vogts Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN, den er seit November 2013 gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt. Hier verfolgt der ausgewiesene Börsenkenner mit spitzer Feder das Marktgeschehen und unterstützt seine Leser mit fundierten Anlageempfehlungen.


Zum Autor:

Claus Vogt ist Buchautor (Das Greenspan Dossier, Die Inflationsfalle, The Global Debt Trap, jeweils gemeinsam mit Roland Leuschel).

Claus Vogt hat den Beginn einer langfristigen Goldhausse bereits 2001 exakt beim Tiefstkurs von 255$ vorhergesagt und gemeinsam mit Roland Leuschel im Jahr 2000 und 2007 rechtzeitig vor dem Platzen der Spekulationsblasen an den weltweiten Aktien- und Immobilienmärkten gewarnt. Jetzt sieht er das Ende der zyklischen Goldpreis-Baisse und prognostiziert gerade bei den Goldminenaktien atemberaubende Chancen.

Gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt er den Börsenbrief KRISENSICHER INVESTIEREN. Lesen Sie in der gerade erschienenen Themenschwerpunkt-Ausgabe „Weltwährungssysteme und Staatsschuldenexzesse“ von KRISENSICHER INVESTIEREN, dem Börsenbrief, der Ihr Vermögen schützt und bewahrt, folgende Themen: „Weltwährungssystem und Staatsfinanzierung vor dem Kollaps“, „Das Bretton Woods-Weltwährungssystem räumte den USA eine mächtige Sonderstellung ein“, „Exkurs: Der holprige Start der großen Goldhausse 1968“, „Lässt sich der Tag der Wahrheit noch hinauszögern?“, „Nixons Wortbruch besiegelte das Ende von Bretton Woods“; „Staatsbankrotte und Inflationen gehen Hand in Hand“, „Was das für Sie als Anleger bedeutet“ sowie „Wie das nächste Währungssystem aussehen kann und wird“. Darüber hinaus lesen Sie in der kommenden August-Ausgabe „Alarm im Internationalen Währungsfonds“, aber auch konkrete Kaufempfehlungen, mit denen Sie jetzt von der brisanten Lage an den Aktienmärkten profitieren, beispielsweise mit interessanten Short-Empfehlungen, aber natürlich auch Empfehlungen aus dem Edelmetallsektor.

 Claus Vogt

Herr Claus Vogt

Chefredakteur Krisensicher Investieren


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