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Ronald Stöferle: Gold wird von vielen gehasst – es für Sparer aber unverzichtbar

 

pro aurum TV

16.05.14

Ronald Stöferle: Gold wird von vielen gehasst – ist für Sparer aber unverzichtbar

Gold proaurumWohin mit meinem Geld? Auf diese Frage finden immer mehr Deutsche keine Antwort. Die Investment-Lieblingsprodukte wie Sparbücher oder Festgeld sind wegen der Nullzinsen unattraktiv geworden, die Aktienmärkte haben ihre Hochzeiten möglicherweise längst gesehen und in vielen Immobilienmärkten sind erste Anzeichen einer Blasenbildung zu beobachten. Goldexperte Ronald Stöferle und der Vermögensverwalter Martin Mack suchen in der aktuellen Ausgabe von „pro aurum TV“ nach Auswegen aus dem „Anlagenotstand“. 

Ronald Stöferle empfiehlt in Anbetracht fallender Sparraten und einer Abkehr von Geldwerten im gegenwärtigen Zinsumfeld einen großen Anteil von Gold am Anlageportfolio. Er rät dazu, 25 Prozent oder mehr in Gold zu halten, der Rest kann mit Cash, Aktien und Anleihen bestritten werden. Anleihen sieht Stöferle allerdings kritisch und empfiehlt, die Gewichtung dieser Anlageklasse zu reduzieren.

Hier können Sie sich das aktuelle Interview mit Ronald Stöferle und Martin Mack anschauen...

Anleger sollten dagegen auf keinen Fall auf Gold verzichten, obwohl dieses weder Zinsen noch Dividenden bietet und bei sicherer Verwahrung sogar zusätzliche Kosten verursacht. Er versteht Gold auf diesem Preisniveau als absolutes „Contrarian Investment“: „Es wird gehasst. Da fühle ich mich als Contrarian Investor wohl und gewichte Gold gern deutlich über“, stellt Stöferle klar. Aus seiner Sicht spricht für Gold vor allem das fehlende Gegenparteirisiko: „Wenn ich griechische Staatsanleihen halte, muss ich den Griechen vertrauen. Dafür bekomme ich einen Zinssatz von fünf Prozent, welchen ich nicht für sehr attraktiv halte.“ Bei Gold hingegen besteht kein Gegenparteirisiko, der Anleger verfügt zu 100 Prozent über eigenen Besitz.

Der gebürtige Österreicher liefert in der aktuellen Ausgabe von „pro aurum TV“ auch einen alternativen Blick auf die aktuelle Debatte um Inflation und Deflation – als Anhänger der Österreichischen Schule der Nationalökonomie hält er eine Preisdeflation grundsätzlich für einen gesunden Prozess. Er versteht die Deflation als gutes Umfeld für den Goldpreis. Allerdings wird eine richtige Deflation nicht zugelassen, weil sonst die Kreditpyramide zu bröckeln beginnt. „Unser Geldsystem beruht auf permanenter Inflationierung, eine Geldmengenreduktion kann systemisch nicht zugelassen werden.“

Auch der Investmentexperte Martin Mack hält dem Gold weiter die Treue. In Anbetracht der aktuellen Politik der Notenbanken ist Gold aus seiner Sicht unverzichtbar und sollte überdurchschnittlich gewichtet werden. Er glaubt, dass im Kampf zwischen westlichen Großspekulanten und Milliarden von Privatanlegern und Notenbanken Asiens langfristig die Marktkräfte erfolgreich sein werden. Er erinnert daran, dass Gold tonnenweise vom Westen in Richtung Asien fließt.


 
 
16.05.14
 

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